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aktualisiert am 26.3.2006
Von Henning Müller-Burzler
Beim Epstein-Barr-Virus handelt es sich um den Erreger des "Pfeifferschen Drüsenfiebers" (= Mononukleose), einer fieberhaften Erkrankung mit Kopf- und Gliederschmerzen sowie starken Lymphknotenschwellungen am ganzen Körper. Übertragen wird das Virus per Tröpfcheninfektion und somit auch über den Speichel, weshalb diese Krankheit im Volksmund als "Kusskrankheit" bezeichnet wird. Durch entsprechende Blutuntersuchungen (serologische Antikörperbestimmungen oder Direktnachweis des Virus) kann eine akute Infektion eindeutig festgestellt werden.
Neben dieser akuten Verlaufsform der Epstein-Barr-Virusinfektion gibt es jedoch auch die chronisch verlaufende Erkrankung, die besonders in den letzten Jahren neben anderen chronischen Infektionen, zum Beispiel mit Herpes-simplex-, Zytomegalie- oder Coxsackie-Viren, immer häufiger bei Jung und Alt vorkommt. Die Hauptursache für die starke Zunahme an chronischen Virusinfektionen, insbesondere der chronischen Epstein-Barr-Virusinfektion, ist ein durch negative Umwelteinflüsse (Umweltgifte, Mobilfunkstrahlung, erhöhte UV-Strahlung, Radioaktivität etc.) und die dadurch entstehenden Stoffwechselstörungen zunehmend geschwächtes Immunsystem. Grundsätzlich kann man die chronische Epstein-Barr-Virusinfektion auch bekommen, ohne jemals akut daran erkrankt gewesen zu sein. Andererseits ist es aber auch möglich, dass eine akute Mononukleose nicht richtig vom Körper überwunden wird und eine chronische Infektion zurückbleibt und für vielerlei Beschwerden sorgen kann.
Der serologische Antikörperbefund dieser zumeist subakut verlaufenden Erkrankung ist gegenüber der akuten Verlaufsform jedoch weniger eindeutig. Es sind nämlich meistens nur bestimmte Langzeitantikörper (Immunglobuline der Klasse G, kurz IgG) im Blut nachweisbar, die ebenfalls nach einer akuten Mononukleose dauerhaft vorhanden sind. Aus diesem Grund lässt sich die chronische Epstein-Barr-Virusinfektion von einer möglicherweise früher durchgemachten Mononukleose durch eine Antikörperuntersuchung kaum unterscheiden, weshalb solche Blutbefunde häufig fehlgedeutet werden und diese Erkrankung nicht diagnostiziert wird. Aussagekräftig ist nur der Direktnachweis des Virus im Blut, wodurch man nicht nur eine chronische Epstein-Barr-Virusinfektion genau diagnostizieren, sondern auch einen Therapieerfolg belegen kann. Das Medizinische Versorgungszentrum Labor Dr. Tiller & Kollegen (Bayerstraße 53, D-80335 München, Tel.: 0049-(0)89-543080, www.labortiller.de) bietet diesen Direktnachweis für das Epstein-Barr-Virus (= Antigennachweis im Blutserum) an.
Neben dieser naturwissenschaftlich sicheren Untersuchungsmethode gibt es zwar noch andere zum Teil relativ gute Untersuchungsmethoden für die chronische Epstein-Barr-Virusinfektion, wie zum Beispiel bestimmte kinesiologische Tests, die jedoch schulmedizinisch nicht anerkannt sind.
Ob und wie stark man nach einer Infektion mit diesem Virus daran erkrankt, ist immer von der momentanen Immunlage abhängig. Eine Infektion muss bei gesundem Immunsystem daher keinesfalls zu einer Erkrankung führen. Ist das Immunsystem jedoch geschwächt, kann das Epstein-Barr-Virus grundsätzlich bestimmte Körperregionen oder den ganzen Körper befallen, wodurch die unterschiedlichsten Symptome entstehen können. Am häufigsten betroffen sind das Gehirn, bestimmte Nerven und Organe, wie zum Beispiel Herz, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse und Milz, die Speicheldrüsen, Lymphknoten, Muskeln und Gelenke, aber auch das Blut beziehungsweise bestimmte Blutkörperchen. Da die Intensität der Symptome von der Gesamtverfassung des Körpers und der Seele abhängt, haben viele Betroffene entweder permanent dieselben Beschwerden oder sie kennen auch Phasen, in denen sie sich deutlich besser fühlen. Am häufigsten treten folgende Symptome auf:
Wichtige Anmerkung: Alle aufgeführten Symptome können grundsätzlich auch andere Krankheitsursachen haben! In unserer Praxis werden die verschiedenen Krankheitsursachen für diese Symptome mit einer speziellen Untersuchungsmethode nacheinander abgeklärt.
Aufgrund der relativ häufig vorkommenden chronischen Infektion der Leber mit dem Epstein-Barr-Virus kann eine Entgiftungstherapie regelrecht zur Tortur werden. Infolge einer solchen Leberinfektion ist das Organ nämlich meistens kaum noch in der Lage, die normal anfallenden Stoffwechselendprodukte auszuscheiden, weshalb es mit einer Zusatzbelastung aus mobilisierten "Altlasten" dann erst recht nicht mehr fertig wird. Ein Leberstau mit einer Vielzahl von Symptomen kann die Folge sein (siehe die Kapitel 19 und 20 in "Auf den Spuren der Methusalem-Ernährung, Gesund und allergiefrei"). Das ist einer der Gründe, warum immer mehr Menschen mit einem geschwächten Immunsystem große Schwierigkeiten mit Entgiftungskuren und Ernährungsverbesserungen haben. Solche Änderungen in der Ernährung führen kurzfristig ebenfalls zu einer mehr oder weniger starken Entschlackung und Entgiftung des Körpers, bis sich dieser an das neue Stoffwechselniveau gewöhnt hat.
Um sich von einer Virusinfektion zu befreien, gibt es grundsätzlich zwei Wege:
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