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Dieser Artikel ist zuerst in einer etwas anderen Fassung mit dem Titel "Grossangriff auf Hirn und Nerven" im Magazin ZeitenSchrift, Nr. 29, 1. Quartal 2001 erschienen.

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Hyperaktivität und chronische Müdigkeit
– zwei "Volkskrankheiten" mit denselben Ursachen?

Von Henning Müller-Burzler & Jutta Burzler

Im Folgenden soll das Thema Allergien, deren Ursachen und kausale Heilungsmöglichkeiten im Artikel "Alle Allergien sind heilbar" ausführlich dargestellt wurden, vertieft behandelt werden. Dazu wollen wir zwei immer häufiger vorkommende Symptomenkomplexe genauer betrachten:
   Die allergische Hyperaktivität zeigt sich vor allem in Form von innerer Unruhe, Nervosität, Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen. Aber auch Muskelzuckungen (Ticks) oder Muskelkrämpfe sowie unerklärliche Ängste und Depressionen können damit in Verbindung stehen. Die allergisch bedingte Müdigkeit kann hingegen auch mit einer starken Benommenheit und Antriebslosigkeit einhergehen.
   Aus unserem Praxisalltag wissen wir, dass die Zahl derer, die von diesen Symptomen betroffenen sind, deutlich zunimmt. Es gibt zwar neben den Allergien auch noch eine Menge andere Krankheiten und Stoffwechselstörungen, welche diese Symptome auslösen können (siehe "Fragen und Antworten" und den Kasten "Das Chronische-Müdigkeits-Syndrom"), jedoch spielen nach unserer Erfahrung die Allergien als Ursache dafür eine immer größer werdende Rolle. Zunehmend mehr Menschen leiden also unter diesen Symptomen, ohne zu wissen, dass es sich dabei um allergische Reaktionen handelt.

Wie bereits im Artikel "Alle Allergien sind heilbar" ausgeführt, werden über 98 % aller Allergien durch abgelagerte Umweltgifte und chemisch-pharmazeutische Medikamente aber auch durch hochfrequente Funkstrahlungen, insbesondere die zunehmende Mobilfunkstrahlung, verursacht. Der Dreh- und Angelpunkt aller Allergien ist dabei das Blut; die allergischen Reaktionen finden hingegen bei jedem Menschen an den erblich bedingten Schwachstellen statt. Zu den bekanntesten Schwachstellen, an denen sich die Allergien zeigen können, gehören die Körperhaut, alle äußeren und inneren Schleimhäute der Sinnesorgane und Atemwege, des Verdauungsapparates aber auch des Urogenitaltraktes. Neben den relativ häufig vorkommenden allergischen Erkrankungen wie Neurodermitis, Asthma, allergische Bronchitis oder Heuschnupfen kann man also durchaus auch unter einer allergischen Mittelohr-, Rachen- oder Magenschleimhautreizung aber auch einer allergischen Scheidenentzündung oder Eileiterschwellung leiden. Letztere ist eine, wenn auch seltene Ursache für Unfruchtbarkeit.

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Wenn die innere Unruhe das Leben bestimmt

In vielen medizinischen Kreisen noch völlig unbekannt sind hingegen die allergische Sympathikonie und Vagotonie sowie die allergische Reizung bestimmter Gehirnbereiche. Neben der Haut, den Schleimhäuten und den Muskeln können nämlich sämtliche Nerven und Gehirnbereiche als allergische Reaktionsorte in Erscheinung treten (siehe den Kasten "Wenn Allergien Gehirn und Nerven reizen"). Entsprechend ihrer Funktionen kommt es bei einer allergischen Reizung dann entweder zu einer Über- oder Unterfunktion.
   Der Nervus sympathicus ("Stress- und Leistungsnerv") bildet mit dem Nervus vagus ("Entspannungs- und Ruhenerv") zusammen das vegetative (bzw. autonome) Nervensystem. Ist dieser Nervus sympathicus der allergische Reaktionsort, wird er durch die Allergien ständig gereizt und der/die Betroffene kann sich nur schwer entspannen und zur Ruhe kommen. Die Hauptsymptome einer solchen allergisch bedingten Sympathikotonie sind Hyperaktivität, innere Unruhe, Konzentrations- und Schlafstörungen. In stärkeren Fällen können auch Muskelzuckungen, sogenannte Ticks, oder sogar Muskelkrämpfe dazukommen, die aber auch für sich alleine als allergische Symptome auftreten können.
   Kinder fallen dann vor allem durch ihren ständigen Bewegungsdrang und häufig auch durch Lernschwierigkeiten auf. Sie können ausgesprochen nervös und unruhig und oft gereizt sein und schlafen in der Regel auch nicht besonders gut. Ähnlich geht es natürlich Erwachsenen mit einer allergischen Sympathikusreizung. Da jedoch eine starke innere Unruhe und Nervosität im Berufsleben keinesfalls von Vorteil ist, versuchen viele Erwachsene diese Symptome bewusst zu unterdrücken. Falls sie sich dann nicht durch Sport oder andere körperliche Aktivitäten ein Ventil für ihre unterdrückte Hyperaktivität schaffen, können sich die Symptome regelrecht gegen sie selbst richten, wodurch relativ häufig Ängste und depressive Verstimmungen entstehen. Diese durch Allergien verursachten negativen Seelenzustände können so stark werden, dass man den Sinn eines solchen Lebens durchaus in Frage zu stellen beginnt!
(Ein typisches Beispiel für die allergisch bedingte Hyperaktivität finden Sie im Artikel "Alle Allergien sind heilbar", bitte hier klicken. Weitere Ursachen der Hyperaktivität finden Sie unter "Fragen und Antworten".)

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Lernschwierigkeiten bei Kindern

Ist hingegen der Nervus vagus ein allergischer Reaktionsort, führt die allergische Reizung zu einer verstärkten Funktion dieses Nerven. Man spricht dann von einer allergisch bedingten Vagotonie. Die Betroffenen werden in der Regel von einer chronischen Müdigkeit geplagt, die sich auch als starke Benommenheit oder Antriebslosigkeit äußern kann. Ähnlich wie bei der allergischen Sympathikotonie können Kinder und Erwachsene dann auch unter Lern- und Gedächtnisstörungen leiden. Diese Lernschwierigkeiten werden jedoch nicht nur durch eine allergische Sympathikus- oder Vagusreizung hervorgerufen. Relativ häufig sind nämlich auch bestimmte Gehirnbereiche die allergischen Reaktionsorte, wodurch es dann zu noch ausgeprägteren Störungen kommen kann. Die Lernschwierigkeiten können so massiv werden, dass an sich kluge Kinder das Klassenziel nicht erreichen und vom Gymnasium in die Realschule oder von der Realschule in die Hauptschule wechseln müssen.
   Hierzu ein Beispiel: Im Juli 2000 suchte uns eine Mutter mit ihrer Tochter auf, die unter starken Konzentrationsstörungen und ausgeprägten Lernschwierigkeiten litt, weshalb sie nach der vierten Klasse nicht ins Gymnasium eintreten konnte. Außerdem litt sie unter leichtem Haarausfall, häufigen Blähungen und hatte hin und wieder Bauchschmerzen. Bei unseren Untersuchungen stellten wir eine Menge Lebensmittelallergien und eine Eiweißverdauungsschwäche der Bauchspeicheldrüse fest, die für die Blähungen und starke Darmflorastörungen verantwortlich war. Die kranke Darmflora bildete zu wenig Biotin, weshalb das Mädchen, das eine leichte, erblich bedingte Haarwuchsschwäche hat, Haarausfall bekam. Biotin gehört zu den B-Vitaminen und hat unter anderem eine große Bedeutung für das Nagel- und Haarwachstum. Neben der Eigensynthese im Darm wird es in gewissen Mengen auch mit der Nahrung zugeführt. Die Konzentrationsstörungen, Lernschwierigkeiten und zeitweilig auftretenden Bauchschmerzen standen hingegen mit den Allergien in Verbindung, da ihre allergischen Reaktionsorte der Frontallappen des Gehirns und die Dünndarmschleimhaut sind.

So wie diesem Mädchen geht es mittlerweile Tausenden von Kindern mit Lern- und Konzentrationsstörungen, wozu auch die Legasthenie (Lese- und Rechtschreibschwäche = LRS) gehören kann. Die Ursachen sind fast immer dieselben: ein durch Umweltgifte, wie Schwermetalle und chemische Substanzen, belasteter (vergifteter) Körper, der dann über das Gehirn und/oder Nervensystem allergisch reagiert. Natürlich können Therapien, wie die Ergotherapie oder kinesiologische Anwendungen und Übungen, die Gehirn- und Nervenfunktionen stärken, wodurch das Kind möglicherweise wieder besser lernen kann und auch ruhiger wird. Immer häufiger helfen jedoch all diese Maßnahmen nicht viel, wenn die normalen Gehirn- und Nervenfunktionen durch die Allergien und toxischen Ablagerungen einfach zu sehr beeinträchtigt sind. Dann gibt es nur noch eine Lösung: die Entgiftung des Körpers und Regeneration der Verdauungskraft, falls diese geschwächt ist.

Mit zwei weiteren Beispielen möchten wir Ihnen veranschaulichen, wie komplex und vielfältig sich Allergien und verdauungskraftbedingte Störungen im Körper auswirken können. Im ersten Beispiel spielt unter anderem die allergische Vagotonie eine Rolle und im zweiten die allergische Sympathikotonie.


Chronisch müde und benommen

Im Februar 1999 konsultierte uns eine Frau aus Ingolstadt (Bayern), die unter starker Benommenheit, unerklärlichen Schwellungen und Taubheitsgefühlen im Gesicht, permanentem Schwindel und wöchentlicher Migräne litt. Neben einer Schilddrüsenunterfunktion, wodurch man ebenfalls müde und antriebslos werden kann (siehe den Kasten "Das Chronische-Müdigkeits-Syndrom"), stellten wir jedoch einige Lebensmittelallergien und eine starke Allergie auf Schimmelpilze fest. Tatsächlich wohnte die Frau auch in einer Wohnung, die mit Schimmelpilzen belastet war.
   Die allergischen Reaktionsorte waren der Nervus vagus (führte zu Benommenheit), der Nervus facialis/Gesichtsnerv (führte zu Schwellungen und Taubheitsgefühlen im Gesicht) und das Labyrinth, das Gleichgewichtsorgan im Innenohr (führte zu Schwindel).
   Da sich in und um Ingolstadt drei Erdölraffinerien, eine Müll- und Deutschlands größte Sondermüllverbrennungsanlage sowie eine Automobilindustrie befinden, war die Frau stark mit Umweltgiften belastet. Daher konnte ihr auch nur eine umfassende Entgiftungs- und immunstärkende Therapie helfen. Außerdem behandelten wir die Schilddrüsenunterfunktion. Mit Hilfe dieser Therapien verloren sich fast alle Symptome innerhalb weniger Monate. Nur die Migräne trat während einer gewissen Zeit hin und wieder noch auf, jedoch in deutlich abgeschwächter Form. Ende Oktober 1999 zog die Frau in eine neue Wohnung, die nicht mehr mit Schimmelpilzen belastet ist.

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Extreme Schlaflosigkeit

Das zweite Beispiel betrifft eine 31-jährige Frau aus der Nähe von Frankfurt am Main, die im Herbst 2000 in unsere Praxis kam. Diesen Fall haben wir mit Zustimmung der Patientin ausgewählt, weil er besonders gut aufzeigt, wohin uns die heutige Industriegesellschaft bereits geführt hat. Seit vielen Jahren leidet Frau A. bereits unter starker innerer Unruhe und extremen Schlafstörungen. Die für unsere Gesundheit so wichtigen Tiefschlafphasen kennt sie fast nicht mehr, denn sie wacht jede Nacht zehn bis zwanzig Mal auf – im Urlaub ebenso wie zu Hause. Wir alle wissen aus Erfahrung, dass ein normal langer, aber mehrmals unterbrochener Schlaf wesentlich weniger erholsam ist, als ein kürzerer, tiefer Schlaf ohne Unterbrechungen. Wie würden wir uns fühlen, wenn wir jede Nacht bis zu zwanzig Mal aufwachten!?
   Trotz dieser extremen Schlafstörungen war Frau A. tagsüber jedoch lange Zeit keineswegs so erschöpft, dass sie keine verantwortungsvolle Tätigkeit mehr hätte ausüben können. Nach einer nicht allzu langen morgendlichen Anlaufphase arbeitete sie sogar "für zwei", da sie immer aktiv sein musste, um sich einigermaßen wohl zu fühlen. In den letzten Jahren hat sie jedoch körperlich und seelisch so sehr abgebaut, dass ihr Leben regelrecht zur Qual geworden ist. Seit fünf Jahren befindet sie sich daher in einer Psychotherapie, die ihr vor allem geholfen hat, weniger Ängste zu haben und mit diesem Zustand besser leben zu können.
   Was Frau A. neben den Schlafstörungen und ihrer inneren Unruhe außerdem zu uns geführt hat, sind chronische Durchfälle, starke Kariesanfälligkeit der Zähne, Nacken- und Rückenverspannungen und ständiges Ohrensausen. Jetzt fragen Sie sich sicherlich, was all diese Symptome mit dem Thema dieses Artikels zu tun haben? Sehr viel! Denn alle Störungen des Körpers oder der Seele haben immer eine Ursache und stehen oft in einer Kausalkette miteinander in Verbindung. So auch in diesem Fall.
   Durch unsere Untersuchungen fanden wir heraus, dass Frau A. hochgradig allergisch auf viele Lebensmittel und andere Substanzen reagiert und eine extreme Verdauungsschwäche der Bauchspeicheldrüse für Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette hat. Wie wir im Artikel "Alle Allergien sind heilbar" ausgeführt haben, können solche Verdauungsschwächen zu Blähungen, weichen Stühlen bis Durchfällen oder auch Verstopfung, einer kranken Darmflora mit Pilzbefall und zu verdauungskraftbedingten Allergien führen. Darüber hinaus zieht die ständige Übersäuerung des Körpers infolge der vielen Fäulnis- und Gärungsprodukte in der Regel einen Rattenschwanz von vielen weiteren körperlichen und seelischen Störungen nach sich.
   So werden die Nacken- und Rückenverspannungen von Frau A. durch abgelagerte Stoffwechselschlacken und Candidapilze aus dem Dickdarm verursacht, unter denen sie ebenfalls litt. Die Candidapilze haben ihre Resonanzstellen nicht nur auf der Haut oder den Geschlechtsorganen, sondern auch in den Rücken- und Nackenmuskeln, die sie über das Blut erreichen und dann stärkere Verspannungen bis hin zu Lumbalgien und Ischialgien verursachen können.
   Aber auch die Kariesanfälligkeit der Zähne geht auf das Konto des stark übersäuerten Stoffwechsels: Denn je stärker der Körper übersäuert ist, um so saurer wird der Mundspeichel, der normalerweise einen neutralen bis leicht basischen pH-Wert aufweist, und greift von sich aus den Zahnschmelz an – man muss hierfür nicht einmal Süßes oder Saures essen.
   Die Durchfälle haben ihre Ursache nicht nur in der starken Enzymschwäche der Bauchspeicheldrüse, sondern stehen auch mit den Allergien in Verbindung, da die Dickdarmschleimhaut einer der allergischen Reaktionsorte von Frau A. ist. Die Schlafstörungen, die innere Unruhe und das Ohrensausen (Tinnitus) letztendlich werden ebenfalls vor allem durch die Allergien verursacht, da neben der Dickdarmschleimhaut auch das Hörorgan (Schnecke --> Tinnitus), das Schlafzentrum im Zwischen- und Mittelhirn und der Nervus sympathicus zu ihren allergischen Reaktionsorten gehören.

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Wege zur Heilung

Obwohl dieser Fall ausgesprochen schwierig und komplex erscheint, so ist er dennoch relativ einfach zu behandeln, wenn man die entsprechenden Therapieschlüssel kennt. Entscheidend für die Heilung aller umwelt- und ernährungsbedingten Krankheiten und Symptome – und das betrifft über 90 % aller Erkrankungen in den Industrieländern – ist die Entgiftung des Körpers von Umweltgiften und Stoffwechselschlacken sowie die Regeneration der Darmflora und einer möglicherweise geschwächten Verdauungskraft. Denn Gesundheit und Tod sitzen bekanntlich im Darm!
   Die Darmflora kann aber bei noch so gesunder Ernährung nicht regeneriert werden, wenn die Verdauungskraft des Magens oder der Bauchspeicheldrüse geschwächt ist oder wenn die Leber zu wenig Galle bildet. Alle allergischen Erkrankungen und Symptome (und darüber hinaus die meisten anderen Krankheiten und Stoffwechselstörungen) kann man durch diese Maßnahmen heilen oder zumindest lindern. Diese Erfahrung haben wir nicht nur bei uns selbst gemacht, sondern auch bei fast allen unseren Patienten. Was den Fall von Frau A. betrifft, so wird sie die meisten Symptome durch die homöopathische Aufbau- und Entgiftungstherapie und eine gesunde Ernährungsweise verlieren. Das betrifft alle Allergien, die Darmbeschwerden, die Nacken- und Rückenverspannungen, den sauren Mundspeichel und natürlich die Schlafstörungen. Aber auch das Ohrensausen (Tinnitus) wird vermutlich im Zuge der Genesung allmählich abklingen, sofern keine Nervenzellen irreversibel geschädigt sind. Somit benötigt Frau A. neben der Aufbau- und Entgiftungstherapie nur wenig zusätzliche Heilmittel beziehungsweise Therapien.
   Hätte diese Patientin den Heilungsweg über die Ernährung gewählt, so wie er im Buch "Auf den Spuren der Methusalem-Ernährung, Gesund und allergiefrei" beschrieben wird, könnte sie auf diese Weise ebenfalls alle Symptome in den Griff bekommen. Denn durch die in diesem Buch beschriebene Anwendung der rohen Früchte, Nüsse und Ölsamen sowie des rohen, angekeimten Getreides können fast alle Krankheiten und Organstörungen geheilt werden, soweit ein Organ oder Körperteil nicht irreversibel geschädigt ist. Somit hilft diese Heilmethode auch bei allen hormonellen Erkrankungen sowie bei Rheuma, Krebs oder Arteriosklerose.


Wir sind für unsere Gesundheit verantwortlich

Wahrscheinlich haben Sie diese Zeilen nachdenklich gestimmt. Seit vielen Jahren beobachten wir nun schon die Gesundheitssituation in der sogenannt zivilisierten Welt und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es in unserer heutigen Zeit kaum noch einen wirklich gesunden Menschen gibt, nicht einmal kleine Kinder. Dies ist die Frucht eines kranken Gesellschaftssystems, welches Umwelt und Mensch gleichermaßen vergiftet. Wir sind ein Teil der Natur und ihren Gesetzen unterworfen. Solange wir – insbesondere die Verantwortlichen in Politik und Industrie – diesen Gesetzen jedoch weiterhin zuwider handeln, wird sich die allgemeine Gesundheitssituation kaum ändern. Trotzdem sind wir dieser Situation nicht machtlos ausgeliefert. Denn wir können sowohl für uns als auch die Gesellschaft etwas tun.
   Was die Gesundheit Ihres Körpers anbetrifft, so finden Sie in "Auf den Spuren der Methusalem-Ernährung, Gesund und allergiefrei" alles Notwendige beschrieben, wie Sie sich mit den einfachsten und stärksten Naturheilmitteln, die es gibt – mit rohen Früchten, Nüssen und Samen – von allen Umweltgiften (Schwermetalle, Pestizide, Raumgifte etc.) und chemisch-pharmazeutischen Medikamenten befreien, eine geschwächte Verdauungskraft aufbauen und das Immunsystem sowie alle Organe und Drüsen optimal stärken können. Im "Handbuch für Allergiker" wird hingegen eine Vitamin-Therapie beschrieben, die ebenfalls eine hervorragende Entgiftungs- und immunstärkende Therapie darstellt.
   Nach unserer Ansicht sind solche Maßnahmen in unserer heutigen Zeit durchaus sinnvoll und notwendig, um gesund zu werden und zu bleiben. Erst wenn wir wieder in einer natürlichen Umwelt leben und uns möglichst gesund ernähren, werden solche Hilfsmittel teilweise überflüssig.

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Fragen und Antworten

Gibt es neben den Allergien auch noch andere Ursachen für die Hyperaktivität?

Ja, eine ausgeprägte Schilddrüsenüberfunktion verursacht fast dieselben Symptome wie die allergische Reizung des Nervus sympathicus und des vorderen Großhirnlappens. Dazu gehören eine starke innere Unruhe und Nervosität, möglicherweise auch Schlafstörungen und der typische Gewichtsverlust aufgrund des krankhaft erhöhten Stoffwechsels.
   Aber auch ein übermäßiger Konsum von raffiniertem Zucker kann ebenfalls zu nervalen und psychischen Störungen wie innere Unruhe und Gereiztheit, Nervosität und Muskelzuckungen (Ticks), Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen führen. Die Ursachen für diese Symptome sind vielschichtig und reichen von Darmflorastörungen bis hin zur allgemeinen Stoffwechselübersäuerung infolge des absoluten Mineralstoff- und Vitaminmangels. Denn raffinierter Zucker besteht zu annähernd 100 % aus dem Zweifachzucker Saccharose. Getrockneter Zuckerrüben- oder Zuckerrohrsaft ist hingegen ausgesprochen mineralreich und enthält außerdem eine Menge der für das Nervensystem und die Gehirnfunktionen wichtigen B-Vitamine. Konsumieren wir viel raffinierten Zucker oder dessen Nebenprodukte Glukose und Glukosesirup, kann es neben mehr oder weniger starken Darmflorastörungen leicht zu einem Vitamin- und Mineralstoffmangel kommen. Darunter leiden dann vor allem das Gehirn und Nervensystem, weil beim Abbau des Zuckers zu Energie gerade die im Kristallzucker fehlenden B-Vitamine verbraucht werden.
   Selbstverständlich können auch starke psychische Störungen zu hyperaktiven Zuständen führen. Andere bedeutende Ursachen für die Hyperaktivität gibt es nach unserer Erfahrung jedoch nicht. Alle hyperaktiven Kinder und Erwachsene, die daher weder eine Schilddrüsenüberfunktion aufweisen noch primär psychisch erkrankt sind und auch keinen oder nur wenig raffinierten Zucker essen, sind in der Regel Allergiker und reagieren über den Nervus sympathicus und/oder bestimmte Gehirnbereiche wie den Frontallappen auf die Allergien.

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Können Allergien durch Impfungen ausgelöst werden?

Diese Frage kann mit einem eindeutigen Ja beantwortet werden. Der Hauptgrund dafür, dass Impfungen in den letzten beiden Jahrzehnten immer häufiger zu scheinbar unerklärlichen Symptomen und Krankheiten führen, ist das durch lebensfeindliche Umweltfaktoren und eine ungesunde Ernährung geschwächte Abwehrsystem bei zunehmend mehr Babys, Kindern und Erwachsenen. Dadurch können Impfungen, insbesondere die Mehrfachimpfungen, dann nicht mehr richtig überwunden werden und es kommt zu nachhaltigen Immunblockaden, im schlimmsten Fall zu den gefürchteten neurologischen Impfschäden. Die Folgen solcher Immunblockaden können gravierend sein und reichen von der Auslösung oder Verstärkung von Allergien und allergischen Erkrankungen über Kopfschmerzen, häufiger Infektanfälligkeit und vielen weiteren körperlichen oder auch seelischen Störungen bis hin zu Krebs (Aussage von Dr. William Forbes Laurie, Leiter des Metropolitan Cancer Hospitals in London in: "Impfungen – der unglaubliche Irrtum" von F. und S. Delarue, Seite 78, Hirthammer Verlag, München 1990).
Mehr zu diesem Thema in den Büchern "Auf den Spuren der Methusalem-Ernährung, Gesund und allergiefrei" und in "Das Handbuch für Allergiker".


Welche Bedeutung haben Psychopharmaka und chemisch-pharmazeutischen Beruhigungsmitteln in der Therapie der Hyperaktivität?

Wir werden diese Frage mit einer Gegenfrage beantworten: Muss ein Mensch mit einer allergisch bedingten Hyperaktivität – und das betrifft in der Regel fast alle hyperaktiven Kinder und die meisten hyperaktiven Erwachsenen – die ausgesprochen nebenwirkungsreichen Psychopharmaka und/oder Beruhigungsmittel einnehmen, wenn die Ursachen dieser Erkrankung mittlerweile bekannt sind und es ursächliche Heiltherapien gibt? Hierzu noch eine Anmerkung: In den USA ist in bestimmten Ärztekreisen seit vielen Jahren bekannt, dass uns Umweltgifte krank machen und die Vergiftung unserer Körper die eigentliche Ursache für Allergien und somit auch die allergisch bedingte Hyperaktivität ist! Daher wurden und werden auch von einigen Amerikanern bereits einige Detoxing-Programme (detoxing = Entgiftung) entwickelt.

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Welche Rolle spielt die Psyche bei Allergien?

Grundsätzlich gibt es keine Erkrankung des Menschen, die nicht über die Psyche zu beeinflussen oder sogar zu heilen wäre. Die Kraft des Geistes kann die stärkste Heilenergie überhaupt sein. Dies bedeutet deshalb jedoch nicht, dass ausnahmslos alle Krankheiten seelisch-geistigen Ursprungs sind. Grob betrachtet gibt es nämlich drei Krankheitsursachen: Umweltbelastungen, Ernährungsfehler und psychische Faktoren.
   Heute haben die meisten Erkrankungen nicht primär psychische Ursachen, sondern werden durch Umweltgifte und chemisch-pharmazeutische Medikamente, lebensfeindliche Strahlungen (Mobilfunk, starke elektromagnetische Felder, geopathische Störzonen etc.) sowie Ernährungsfehler verursacht. Darunter fällt auch die markant steigende Zahl der Allergiker. Nur höchstens zwei Prozent aller Allergiker haben psychisch bedingte Allergien. Man muss jedoch bedenken, dass diese Menschen in der Regel bereits ein durch Umweltgifte belastetes Immunsystem aufweisen und daher bei psychischen Belastungen (Schocks, Aversionen etc.) viel eher zu Allergien neigen, als wenn ihre Immunabwehr nicht geschwächt wäre.
   Selbstverständlich können psychische Belastungen alle vorhandenen Krankheiten kurzfristig verschlechtern und somit auch die Intensität der allergischen Symptome. Neben den meisten Körperfunktionen wird nämlich auch das Immunsystem durch zu viel Stress oder Ängste geschwächt. Solche Allergieverstärker beziehungsweise Allergieauslöser, wozu auch die nicht richtig überwundenen Impfungen und Ernährungsfehler zählen, sollten daher keinesfalls mit den wahren Ursachen der Allergien verwechselt oder gleichgesetzt werden.


In welcher Beziehung stehen die allergischen Reaktionsorte zum Charakter des Menschen?

Der Mensch ist ein ausgesprochen komplexes Wesen. Alle Schwachstellen des Körpers stehen immer mit unseren typischen Wesensmerkmalen oder Charaktereigenschaften in Verbindung. Primär erkranken wir daher vor allem an jenen Körperstellen, die aufgrund unserer Seelenstruktur weniger mit Lebensenergie versorgt werden. Ein von seinem Wesen her eher nervöser und unruhiger Mensch wird bei vorhandenen Allergien daher leichter über den Nervus sympathicus allergisch reagieren, als ein ausgeglichener, ruhiger Mensch. Letzterer wird hingegen eher zu einer allergischen Vagusreizung neigen.
   Es gibt keinen (normalen) Menschen, der nicht irgendwelche seelischen und damit körperlichen Schwachstellen hat. Dafür sind wir nun einmal Menschen und befinden uns in der Regel erst am "Anfang" unseres langen Weges zur Vollkommenheit. Deshalb ist es für die meisten Menschen absolut unmöglich, ausschließlich über den seelisch-geistigen Weg gesund zu werden und zu bleiben. Wenn wir wirklich gesund sein wollen, sollten wir versuchen, alle umweltbedingten Krankheitsursachen weitgehend auszuschalten und uns so gesund wie möglich zu ernähren. Auf diese Weise stärken wir unseren Körper, wodurch vorübergehende psychische Belastungen nicht immer gleich zu Krankheiten führen müssen.

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Das Chronische-Müdigkeits-Syndrom (CFS)

Die Hauptursache für die wachsende Verbreitung von einer unerklärlichen chronischen Müdigkeit, verbunden mit Benommenheit oder Antriebslosigkeit, ist die allergische Vagusreizung. Daneben gibt es aber noch viele weitere Krankheiten und Stoffwechselstörungen, welche die gleichen Symptome verursachen können. Besonders genannt werden muss neben der Schilddrüsenunterfunktion die immer häufiger vorkommende chronische Epstein-Barr-Virus-Infektion. Ihr fallen vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem zum Opfer. Übertragen wird das Virus per Tröpfcheninfektion und somit auch über den Speichel, weshalb diese Krankheit im Volksmund als "Kusskrankheit" bezeichnet wird. Durch entsprechende Blutuntersuchungen (serologische Antikörperbestimmungen) kann eine Infektion eindeutig festgestellt werden.
   Ihre akute Verlaufsform ist bekannt als "Pfeiffersches Drüsenfieber" (Mononukleose). Weniger bekannt ist hingegen die chronische Verlaufsform. Man kann sie auch bekommen, ohne jemals akut erkrankt gewesen zu sein. Die primären Symptome der chronischen Epstein-Barr-Virus-Infektion gehen in der Regel immer mit permanenter Müdigkeit und Leistungsschwäche einher, die jedoch je nach der momentanen Abwehrlage in der Intensität stark schwanken können. Darüber hinaus kann das Virus die vielfältigsten Symptome und Entzündungen verursachen, da es den gesamten Körper befallen kann. Besonders häufig betroffen sind das Lymphsystem mit Lymphknotenschwellungen, das Nervensystem sowie die Muskeln und Gelenke aber auch die Leber, die Nieren und die Geschlechtsorgane. Außerdem haben viele Epstein-Barr-Virus-Infizierte eine leicht erhöhte Körpertemperatur, die am Abend bis auf 38°C ansteigen kann.
   Die folgende kleine Checkliste weist auf die wichtigsten Ursachen für das Chronische-Müdigkeits-Syndrom (CFS = Chronic-Fatigue-Syndrom) hin:

  • allergische Vagusreizung (= allergische Vagotonie)
  • toxische Belastungen mit Umweltgiften und Medikamenten sowie die Multiple Chemische Sensibilität (MCS)
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • chronische Epstein-Barr-Virus-Infektion
  • chronische Virushepatitiden (Hepatitis B, C, D)
  • andere Erkrankungen und Stoffwechselstörungen der Leber
  • Anämien (Blutarmut, z. B. Eisenmangel oder Vitamin-B12-Mangel)
  • chronische Nierenerkrankungen
  • Übersäuerung des Körpers
  • Candidapilze im Dickdarm
  • Mangelernährung, zu wenig Vitalstoffe (z. B. Vitamin-B-Mangel)
  • Dauerstress und Burned-Out-Syndrom
  • Strahlungsbelastungen (Mobilfunk, geopathische Störzonen, Bildschirmstrahlung etc.)


Wenn Allergien Gehirn und Nerven reizen

Viele Ärzte lassen die Allergien völlig außer acht, wenn es um Erkrankungen und Symptome im Bereich Gehirn und Nervensystem geht. Hier folgt eine Liste einiger allergischer Nerven- und Gehirnreizungen und ihrer möglichen Symptome:

  • Nervus sympathicus: Hyperaktivität, Unruhe, Nervosität, Muskelzuckungen (Ticks), Schlaflosigkeit
  • Nervus vagus: chronische Müdigkeit, Benommenheit, Antriebslosigkeit
  • Nervus trigeminus (Unterkiefer- und Gesichtsnerv): Zahn-, Kiefer- und Gesichtsschmerzen
  • Nervus facialis (Gesichtsnerv): Kribbeln, Schmerzen, Schwellung und Taubheitsgefühl im Gesicht
  • Nervus vestibulocochlearis (Hör- und Gleichgewichtsnerv): Ohrgeräusche (Tinnitus), Gleichgewichtsstörungen,Schwindel
  • Plexus cardiacus (vegetatives Nervengeflecht des Herzens): Herzrhythmusstörungen
  • Fasciculus atrioventricularis (Reizleitungssystem des Herzens): Herzrhythmusstörungen
  • Plexus gastricus (Nervengeflecht des Magens): Magendruck, Magenkrämpfe und Magenschmerzen
  • Plexus mesentericus superior et inferior (Nervengeflechte des Darms): Bauchdruck und Bauchschmerzen
  • Nervus femoralis (Beinnerv) und andere Beinnerven: Kribbeln, Schmerzen, Taubheitsgefühle, Muskelzuckungen, (Tics), unruhige Beine (eine Ursache für das RLS = Restless-Leg-Syndrom)
  • Frontallappen (vorderer Großhirnlappen): Hyperaktivität, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Lernschwierigkeiten, Legasthenie
  • Schlafzentrum (im Zwischen- und Mittelhirn): Schlafstörungen
  • Blutdruckzentrum (in der Medulla oblongata): Blutdruckveränderungen
  • Großhirn, Zwischen- und Mittelhirn: epileptische Anfälle

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