Re: Gründe für einen jahrelangen LEBERSTAU


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 24 September, 2002 um 00:08:52:

Antwort auf: Leberstau auch über mehrere Jahre möglich? von Janina am 17 September, 2002 um 11:39:25:

Hallo Janina,
ja, ein Leberstau kann sogar noch nach 10 Jahren der körperlichen Entgiftung auftreten! Das kann mehrere Gründe haben:

Einerseits entsteht er grundsätzlich immer dann, wenn man zwischen verschiedenen Energieebenen der Lebensmittelkombinationen hin und her pendelt (siehe ab Seite 377 in „Gesund und Allergiefrei“). Wer zum Beispiel abends Käsebrote oder Fleisch mit Gemüse isst, wird am nächsten Morgen mit einer etwas größeren Menge an rohen Früchten und Nüssen oder angekeimtem Getreide mehr oder weniger große Schwierigkeiten bekommen, da diese Mahlzeiten einem deutlich höheren Energieniveau entsprechen und den Körper von den „Schlacken“ der Vormahlzeit zu befreien versuchen. In der Regel schafft man das nicht einmal mit einer Mahlzeit, sondern braucht dafür sogar zwei bis drei oder sogar noch mehr solcher Mahlzeiten. Daher habe ich im Kapitel 21 geschrieben, dass man sich möglichst immer so ernähren sollte, dass die Nahrung, die man zu sich nimmt, ungefähr demselben Energieniveau entspricht.

Andererseits kann für einen lang andauernden Leberstau auch eine schlechte Leberkonstitution verantwortlich sein, die dann möglicherweise kaum noch in der Lage ist, die normal anfallenden Stoffwechselendprodukte optimal auszuscheiden. Zusätzliche „Altlasten“ kann eine solche Leber dann natürlich kaum noch vertragen. Die Ursachen einer solchen Leberschwäche können sehr vielfältig sein. Die wichtigste Gründe sind
- eine jahrelange Verdauungsschwäche mit entsprechenden Fäulnis- und/oder Gärungsprozessen im Darm,
- eine „Vergiftung“ und Schwächung der Leber mit irgendwelchen lebertoxischen Medikamenten,
- eine jahrelange Fehlernährung oder sogar ein Alkohl- bzw. Drogenabusus,
- eine chronische Lebererkrankung, zum Beispiel mit dem immer häufiger vorkommenden Epstein-Barr-Virus (chronische Verlaufsform des Pfeifferschen Drüsenfiebers) oder irgendwelchen Parasiten oder
- auch eine nicht richtig überwundene Hepatitis A- oder B-Impfung („Impfblockade“)!

Darüber hinaus muss man jedoch auch bedenken, dass es für kaum einen Menschen in der heutigen Zeit möglich ist, den Körper in nur wenigen Jahren von allen Giften und abgelagerten Stoffwechselendprodukten zu befreien. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Viele Menschen sind in den Industrienationen leider, und das mag für den einen oder anderen Leser jetzt vielleicht provozierend und hart klingt – es ist jedoch die Wahrheit! –, regelrecht zu Sondermülldeponien geworden. Wer nicht so (oder ähnlich) wie wir durch entsprechende Untersuchungsmethoden die toxische Belastung der Körper von Mensch und Tier untersuchen kann, wird natürlich eine solche Aussage nicht nachvollziehen können. Dessen bin ich mir sehr wohl bewusst. Daher ist es auch unser Ziel, in einigen Jahren, wenn ich die Zeit dazu habe, diese Untersuchungsmethoden zu veröffentlichen, damit auch andere Therapeuten und Interessierte diese Wahrheit erkennen und nachvollziehen können. Dann werden sie auch verstehen können, warum heute immer mehr Menschen unter verschiedenen Beschwerden des Körpers und der Seele leiden, die es in früheren Jahrhunderten in dieser Häufigkeit und Intensität noch nicht gab.
Wer daher glaubt, dass man seinen Körper in ein paar Wochen oder Monaten völlig entgiften kann, unterliegt leider einem Irrtum. Dies wird er spätestens dann merken, wenn er eine besonders umfassende und starke Entgiftungsmethode anwendet, wie zum die dritte Trennkoststufe (siehe „Gesund und Allergiefrei“) oder die „Vitamin-Entgiftung“ (siehe „Das Handbuch für Allergiker“). Wir sollten uns daher, so wie ich es in „Gesund und Allergiefrei“ mehrmals betont habe, mit dem wirklichen Gesundwerden Zeit lassen. In der heutigen Zeit können wir daher vor allem dafür sorgen, dass „das Fass nicht mehr überläuft“ und dass man einigermaßen beschwerdefrei bzw. gesund ist. Wer mehr anstrebt, muss schon einen enormen Einsatz leisten!

Wer daher so wie Sie, Janina, unter einem chronischen Leberstau leidet, sollte dafür sorgen, dass die Verdauungskraft und die Leber gesund sind und dass man die Leber nicht mit zu vielen „Altlasten“ auf einmal belastet. Wie man einen Leberstau behandelt, habe ich ja eingehend in „Gesund und Allergiefrei“ und unter „Ausführliche Beschreibung der Leberausleitung“ in diesem Forum beschrieben.

Viele Grüße H. Müller-Burzler




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