Abgeschickt von Anja am 18 Juli, 2003 um 13:57:42:
Antwort auf: Re: Kaffee und Rauchen schwächt homöopathische Mittel von H. Müller-Burzler am 17 Juli, 2003 um 23:56:59:
: Hallo Anja,
: ich könnte Ihnen noch einige andere ähnliche Geschichten erzählen. Hier nur ein Beispiel: Zur Zeit meiner Heilpraktikerausbildung hatten wir einen Lehrer für klassische Homöopathie, der folgendes vor ungefähr 50 Schülern mit felsenfester Überzeugung behauptete: "Wenn man das Simillimum (persönliches homöopathisches "Allroundmittel", das es allerdings nicht gibt, da die Energie eines Minerals oder einer Pflanze etc. einem Menschen in seiner seelisch-geistigen sowie körperlichen Komplexität nur teilweise entsprechen kann) gefunden hat, dann ist es völlig egal, wie man sich ernährt. Dann kann man auch ein ganzes Schwein auf einmal essen. Das Simillimum macht einen so gesund, dass einen nichts mehr schaden kann." Man würde sozusagen durch das Simillimum immun gegen alles. In manchen (bei weitem nicht mehr allen!) klassischen Homöopathieausbildungen werden solche antiquarischen Lehrmeinungen noch heute vertreten. Zwei Jahre nach dieser Aussage hatte derselbe Lehrer seine Meinung allerdings grundlegend geändert. Er hatte nämlich die Bedeutung und Wirkung einer gesünderen Ernährung entdeckt und auch gefastet. Daraufhin vertrat er die Meinung, dass die klassiche Homöopathie hervorragend durch eine gesunde Ernährung ergänzt wird. Ich füge hinzu: Sie kann sogar durch eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise ersetzt werden. Gott hat uns schließlich nicht mit Globuli im Rucksack erschaffen! Damit will ich unsere eigene homöopathische Arbeitsweise keinesfalls in irgendeiner Weise schmälern - es ist jedoch die Wahrheit.
: Was nun das Trinken von Kaffee bezüglich der Wirkungsweise homöopathischer Mitteln angeht, so schwächt dieser tatsächlich deren Intensität ein wenig ab. Er blockiert die Wirkung jedoch keinesfalls hundertprozentig.
: Größere Mengen Alkohol (ein halber Liter Bier oder 0,25 l Wein und mehr) wirken diesbezüglich jedoch wesentlich negativer. So weit ich weiß, hatte Hahnemann darüber leider nichts geschrieben.
: Ganz besonders schlimm wirkt sich diesbezüglich allerdings die Mobilfunkstrahlung aus, die unser gesamtes feinstoffliches Energiesystem und damit auch die Wirkung von homöopathischen Mitteln um bis zu 50 % und mehr abschwächen kann!
: Dasselbe wird mehr oder weniger übrigens auch durch eine hohe Konzentration von Umweltgiften in der Luft oder der Nahrung bewirkt (Industieballungszonen, Autobahn etc.).
: Da das Rauchen ebenfalls unser feinstoffliches Energiesystem schwächt, wird dadurch selbstverständlich auch die Wirkung aller feinstofflich wirkenden Heilmittel und Heilmethoden (homöopathische sowie spagyrische Mittel, Akupunktur, Bioresonanz etc.) verringert. Kaffee wirkt für kurze Zeit (ein bis zwei Stunden) jedoch deutlich stärker abschwächend. Daraus sollte man dann aber natürlich nicht schlussfolgern, dass Rauchen weniger schädlich als Kaffeetrinken ist!
: Vertrauen Sie daher Ihrem natürlichen Menschenverstand bzw. Ihrer Intuition sowie Ihrer inneren Stimme. Es herrscht derzeit sehr viel Verwirrung auf der Erde und je mehr unterschiedliche Meinungen und Teilwahrheiten veröffentlicht werden, umso schwieriger wird es, die Wahrheit zu erkennen. Wer sich dann nach innen wendet und Gott um Hilfe bittet, dem wird auch geholfen werden - direkt oder indirekt. Vertrauen Sie auf Gott und das mit ganzem Herzen. Zweifeln Sie niemals daran, dass er Sie nicht führen würde - auch nicht in persönlich schweren und "dunklen" Zeiten, in denen scheinbar nichts so läuft, wie man es sich wünschen würde.
: Ihr H. Müller-Burzler
Hallo Herr Müller-Burzler!
Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre schnelle Antwort. Über diese etwas "seltsame" Meinung einiger Homöopathen bin ich doch recht überrascht.
Ist es da für Patienten nicht sehr schwierig herauszufinden wer recht und wer schlecht ist, denn ich glaube gerade in diesem Beruf gibt es doch viele schwarze Schafe. Bisher habe ich leider noch nicht den "richtigen" gefunden. Ich habe bisher 3 HP kennengelernt aber leider fühlte ich mich bei keinem gut aufgehoben. Über Ernährung sprach keiner und auch ansonsten hatte ich den Eindruck, alle wären doch lieber Ärzte im schulmedizinischen Sinne geworden. Leider komme ich aus Norddeutschland, ansonsten würde ich gerne Ihre Praxis einmal aufsuchen. Ich glaube, hier im Norden gehen die Uhren doch etwas langsamer.
Bis dahin
Anja