Ueber Keimlinge möchten wir noch mehr wissen


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Abgeschickt von Hugo Schwilch, Via Haidel 16, CH-7013 Domat/Ems (Schweiz) am 22 April, 2001 um 15:23:08

Sehr geehrter Herr Müller-Burzler!

Gemeinsam mit Ehegattin Heidi, beide jetzt 73, ernähren wir uns seit 7 Jahren mit vorwiegend veganer Rohkost. Viele Beschwerden sind seither verschwunden. Zu erwartenden Mängeln begegnen wir mit Supplementen. Allerdings erschienen in letzter Zeit neben den bei Heidi wieder aufflackernden Arthrosebeschwerden auch bei mir kleinere Übel, so dass wir beide Handlungsbedarf sehen. Wir versuchen jetzt, uns gemäss der 5. Ebene (Seite 377 in "Gesund und Allergiefrei") aber mit viel Rohkost und etwas gekochtem Getreide zu ernähren. Ihr vorzügliches Buch samt dem Internet-Forum ist uns dazu sehr willkommen und eine grosse Hilfe. Dennoch sehen wir viele Fragen und möchten jetzt mit der brennensten an Sie gelangen.

Für die Aufbaumahlzeit empfehlen Sie mit etwa 20g angekeimten Getreide jeden zweiten Tag anzufangen. Wir sind jedoch gewohnt, täglich 80g und noch mehr (gekeimt und feucht gewogen) zu verspeisen, und haben mit diesen schmackhaften und nährstoffreichen Speisen all die Jahre eigentlich gute Erfahrungen gemacht, so dass wir nicht gerne darauf verzichten. Sie enthalten besonders viele wichtige Nährstoffe, die wir andernfalls nur in tierischen Produkten in genügender Menge finden, was dann wieder die Arthrosebeschwerden verstärkt. Auf Nährstoffreichtum bin ich angewiesen, weil sich schon Resorptionsmängel gezeigt haben. Mit der Kochsalzzugabe zum rohen, angekeimten Getreide haben wir nach Eintreffen Ihres Buches natürlich sofort aufgehört (siehe Punkt 4 im Artikel "Die sieben Säulen einer gesunden Ernährung", ergänzt durch H. Müller-Burzler).

Getreidekeimlinge weisen eine ähnliche Zusammensetzung der Hauptnährstoffe wie Hülsenfrüchte auf. Da kann ich mir eine Nichtaufbau-Mahlzeit aus Keimlingen mit Blattsalat und geringer Zugabe süßer Früchte zur Abschwächung der Heilwirkung vorstellen. Was sagen Sie dazu?

Den kleinen Rest roher, nicht konsumierter Keimlinge kochen wir und verspeisen sie im täglichen Salatteller. Ist das gut? Darf man zu gross gewordene Keimlinge noch gekocht verspeisen?

Für das Trocknen der Keimlinge können wir uns im Moment noch nicht begeistern. Wir sind gewohnt, Essener-Brote herzustellen - jetzt ohne Salz. Sind Kräuter und Kümmel zulässig, wenn wir die Brote als Aufbaukost verwenden wollten?

Es würde uns sehr freuen, wenn Sie über alle Arten Keimlinge und Sprossen zusammenhängend informieren könnten; also über Getreide (incl. Buchweizen), Hülsenfrüchte, Gewürze (Rettich, Senf); roh, gekocht (wie lange?), getrocknet, mässig getrocknet und im Tiefkühler aufbewahrt (Haltbarkeit), usw.

Mit Dank für Ihre Aufmerksamkeit grüßt Sie freundlich H. Schwilch




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