Abgeschickt von Annette am 26 Juli, 2003 um 00:02:39
Antwort auf: Re: persönliche Beschreibung von ADS von Lore am 25 Juli, 2003 um 21:58:45:
Hallo Lore,
ich glaube, ich muss doch mal ein Buch schreiben...
Ich war z.B. schon als Kind immer sehr kränklich, wahrscheinlich hatte ich schon damals eine Kuhmilcheiweißallergie, die sich auf die oberen Atemwege schlug. Meine Eltern und Familie/Verwandten waren sehr besorgt um mich und andere, d.h. sie hatten immer „gute Ratschläge“, die mir, d.h. meinem Körper/Seele/Psyche, nicht gut getan haben. Ich konnte mich aber nicht wehren. Irgendwann ist halt alles so gekracht, dass ich in psychischer Behandlung war und dann so tief unten war, dass mir nur noch Gott geholfen hat. Weil ich mir überlegt habe, dass ich nicht auf der Erde bin, damit ich sterbe und zwei kranke Kinder (ADS, Neurodermitis auf Kuhmilcheiweiß und Weizen) den Großeltern hinterlasse, die von Erziehung und Gesundheit wenig Ahnung haben, so dass die noch mehr leiden müssen als ich, habe ich dann versucht mein Leben zu ändern, indem ich mich gefragt habe, was ist jetzt wichtig.
Da kam ich zur Naturheilkunde, weil ich schulmedizinisch austherapiert war. Ich habe das Buch von Müller-Burzler gelesen, und dann habe ich das Buch gelesen, „was heilt ist die Liebe“, überall wurde Gott erwähnt, als das worauf man sich verlassen kann. Vorher war ich evangelisch, dann wurde ich Christ.
Gott ist um uns und Gott ist in uns, ich finde, wenn man will kann man dem auch einen anderen Namen geben, da die Natur ja in allen Religionen ihren Platz hat. Das wichtigste ist, dass das, was wir selber für richtig empfinden, das ist, was richtig ist, das ist dann auch das, was Gott will.
Wenn mir etwas gegen den Strich geht, dann muss ich s so akzeptieren und versuchen eine Lösung zu finden, dass es mir nicht gegen den Strich geht, auch wenn es sauschwer ist, hinterher tut es aber nicht mehr weh. Alle „Ei ja“-Entscheidungen, die ich bisher in meinem Leben getroffen habe, um anderen nicht weh zu tun, bzw., weil ich deren Ratschläge angenommen habe, weil die ja älter sind als ich und nur das Beste für mich wollen, habe ich bitterböse bereut, mein Körper, meine Psyche, meine Seele haben es mich sehr schwer spüren lassen, es hat sehr weh getan.
Als ich mich auch Dank einer kurzen psychischen Behandlung dazu entschlossen habe, zu hören, was mein Innerstes sagt, habe ich mich gleich viel wohler in meiner Haut/Körper/Seele gefühlt.
Ich fühle mich mit der Ernährung angelehnt an Müller-Burzler viel wohler als früher, ich muss nicht nur für mich sehen, dass es mir besser geht, sondern auch meinen Kindern. Leider fühle ich mich irgendwie wie auf einem Marathon, den man auch alleine läuft, ohne dass einer einem hilft, noch werde ich für verrückt gehalten, da ich es nur mit meiner Ernährungsumstellung hatte und hoffe, dass die Allergien und Krankheiten weggehen, die anderen betrifft es ja noch nicht, weil die Kinder bzw. sie selber nur einige Krankheitssymptome haben, die ja eine Ernährungsumstellung nicht nötig machen, ... außerdem weiß ja keiner, ob das was ich tue, auch wirklich funktioniert. Es geht mir aber körperlich schon viel besser als vor einem Jahr, obwohl ich als pharmazeutische Produkte nur Zink und B-Vitamine einnehme.
Früher habe ich halt krampfhaft versucht, mich an die Themen der anderen anzupassen, jetzt lass ich das sein, ich muss ja nicht mit jedem reden, es gibt auch andere Menschen, die das interessiert, was mich interessiert, irgendwann kommen die.
Zum richtigen Weg gehört auch, zu akzeptieren, dass man (ich als Frau z.B.)z.B. auch seine männlichen Eigenschaften nutzt, wenn diese vorhanden sind, d.h. auch die Klappe öffnen, wenn ich (nach einem Gebet, damit es nicht impulsiv ist) es für richtig finde und nicht nur versuche den andern nach dem Maul zu reden, damit ich mit den anderen Leuten nur ja keinen Krach zu bekomme. Dabei gibt es nämlich nur zwei Möglichkeiten, ich kämpfe mit den anderen um meine Einstellung, oder in meinem Körper wird lange gekämpft, was noch lange weh tut. Beim Kampf mit den anderen kann ich wenigstens auch mal gewinnen.
Ich glaube aber, dass immer neue Herausforderungen auf uns zu kommen werden, so dass man erst nichts mehr tun muss, wenn man tot ist.
Ich hoffe, jeder von euch findet seinen Weg.
LG
Annette
P.S.: Ich muss zu dieser Zeit arbeiten, dabei habe ich des öfteren sehr viel Leerlauf, weswegen ich immer um diese Zeit schreibe.