Re: Die wahren Ursachen von Darmpilzen


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Abgeschickt von Kathi am 06 Oktober, 2003 um 20:05:15

Antwort auf: Re: Die wahren Ursachen von Darmpilzen von H. Müller-Burzler am 03 Oktober, 2003 um 21:26:50:

: Hallo Kathi, Evi, Mandy und Stefan,

: erst einmal vielen Dank für den regen Austausch von Informationen.

: Da wir nun schon über 10 Jahre mit großem Erfolg Darmflorastörungen und natürlich auch Darmpilze jeglicher Art behandeln, wissen wir sehr genau, wodurch diese verursacht werden.

: 1. Alle Darmpilze können sich nur dann im Darm vermehren, wenn die Darmflora erkrankt ist. Die gesunde Darmflora hält somit das Wachstum aller Darmpilze in Schach. Um daher Darmpilze schnell und dauerhaft loszuwerden, sollte man nicht die Pilze bekämpfen, sondern für eine gesunde Darmflora sorgen.
: Wer sich daher nur Gedanken darüber macht, wie man die Pilze abbauen kann, wird sie niemals dauerhaft loswerden. Sie sind nämlich, wie ich auch in Kapitel 17 in "Gesund und Allergiefrei" beschrieben habe, in den "Urformen" immer vorhanden, entwickeln sich aber nur dann höher und nehmen die krankmachenden Formen an, wenn sie nicht durch eine gesunde Darmflora in Schach gehalten werden.

: 2. Kümmern Sie sich daher bitte nicht darum, von was sich Darmpilze ernähren. Dann dürften Sie sich nämlich von nichts mehr ernähren. Sie müssten eine Nulldiät machen. Candidapilze und alle anderen Darmplilze ernähren sich nicht nur von Traubenzucker (Glukose) oder Fruchtzucker (Fruktose) sondern auch von Eiweiß. Das hatte schon Prof. Enderlein (Sanum-Begründer) in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts festgestellt. Diese Erkenntnis würde daher auch alle komplexen Kohlenhydrate aus Getreide, Gemüse, Kartoffeln, Nüssen und Hülsenfrüchten betreffen, denn im Verdauungstrakt werden diese Lebensmittel ja auch in die Einfachzucker, wie zum Beispiel Glukose und Fruktose, zerlegt.
: Nach unseren Erfahrungen mit über 3000 Patienten - so steht es auch in "Gesund und Allergiefrei" - führen Fruchtzucker und andere natürliche Süßmittel keineswegs zu Darmpilzen. Entscheidend für eine schnelle und dauerhafte Pilzfreiheit im Darm sind hingegen die Nahrungsmittelkombinationen und die Nahrungsmenge. Wer daher mehr isst, als er verdauen (mit den Verdauungssäften zerlegen) kann, wird niemals eine gesunde Darmflora haben und mehr oder weniger immer mit Darmpilzen zu tun haben!

: 3. Bei unseren Patienten erreichen wir oft innerhalb von 7 bis 14 Tagen eine totale Pilzfreiheit ohne jegliche Medikamente (Sanummittel, Darmbakterien etc.). Wichtig ist, wie gesagt, dass sie sich gesund ernähren und damit die gesunden Darmbakterien derart stärken, dass diese die krankmachenden Keime im Darm komplett verdrängen bzw. überwinden. Pilze und natürlich auch Parasiten haben dann keine Überlebenschance mehr im Darm. Wer sich daher an die in "Gesund und Allergiefrei" sowie im Artikel "Die sieben Säulen einer gesunden Ernährung" (siehe Linkleiste am Forumkopf) angegebenen Regeln hält und nicht mehr isst als er verdauen kann, wird automatisch pilzfrei!
: Das größte Problem dabei ist in der heutigen Zeit jedoch die immer stärker werdende Verdauungsschwäche insbesondere der Bauchspeicheldrüse bei immer mehr Menschen und auch Tieren. Wer daher nicht weiß, wieviel er verdauen kann, sollte vorsichtshalber mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag essen. Das Wichtigste ist dann natürlich, dass die geschwächte Verdauungskraft aufgebaut wird. Wie man das allein mit der Nahrung erreichen kann, habe ich ausführlich in "Gesund und Allergiefrei" beschrieben.

: 4. Es gibt bei dem Gesagten jedoch eine Ausnahme: Bei einem relativ kleinen Teil der an Darmpilzen Erkrankten - dies sind zumeist Personen, die älter als 30 Jahre sind - können sich sowohl im Dünndarm als auch im Dickdarm Pilznester in abgelagerten Nahrungs- bzw. Kotresten in den Darmnischen befinden. Dann hilft die Ernährungsumstellung für sich alleine nicht, sondern es muss auch der Darm gereinigt werden. Dafür bieten sich unter anderem Darmreinigungskuren mit entsprechenden Produkten an, die vor allem pulverisierte Flohsamenschalen enthalten. Nach einigen Wochen verlieren dann auch diese Betroffenen sämliche Darmpilze.

: Zusammenfassend kann man also sagen, dass man allein mit der richtigen Ernährung einen gesunden Darm bekommen kann. Die Nahrung kann sogar zum stärksten Heilmittel dafür werden, nämlich dann, wenn wir sie besonders gut kombinieren. Dies betrifft vor allem die 2. und 3. Trennkoststufe sowie deren höhere Ebenen (diese werden im Folgebuch von "Gesund und Allergiefrei" beschrieben). Denn nur durch diese Art der Ernährung kann man die besten Darmfloraverhältnisse erreichen, also völlig unabhängig davon, ob diese Lebensmittel natürlichen Fruchtzucker, Traubenzucker oder Eiweiß enthalten! Die Mischkost und die 1. Trennkoststufe verursachen, wenn man die groben Kombinationsfehler meidet, zwar keine Darmpilze, sie sorgen jedoch nicht für die aller besten Darmfloraverhältnisse. Wer daher nicht nur einen gesunden Darm haben möchte, sondern auch sonst so gesund wie möglich sein will, sollte zumindest die 1. Trennkoststufe, besser noch die 2. Trennkoststufe als Dauerernährung anstreben.

: Ich hoffe, ich konnte Ihnen allen ein wenig weiterhelfen.

: Viele Grüße
: H. Müller-Burzler


Sehr geehrter Herr Müller-Burzler,

vielen lieben Dank für Ihre ausführliche Antwort! Sie können sich gar nicht vorstellen, wie es mich freut, endlich wieder die Ursüße für mein einzigstes Getreide (Quinoa), das ich z. Z. nur vertrage, benutzen kann! Bei dem säurearmen Obst vertrage ich leider nur die Mangos, Feigen und Datteln - auf alle anderen genannten Sorten reagiere ich allergisch. Zu dem Obst hätte ich allerdings noch eine Frage: Darf ich trotz Schimmerpilzallergie (Aspergillus Niger) Trockenfrüchte essen? Das wäre natürlich sehr schön, mal eine Abwechslung zu den reifen Mangos. Denke auch mal, das es nicht unbedingt von Vorteil ist, wenn man jeden Tag das gleiche Obst zu sich nimmt.
Ich habe heute mit der Aufbaunahrung angefangen (10 g Nüsse), allerdings noch ein paar Probleme mit dem vielen Kauen, das muß ich wohl noch üben.
Zudem habe ich heute auch mit der 1. Trennkoststufe angefangen, um es überhaupt erst einmal zu probieren und es scheint gut zu klappen. Wenn Sie alledings der Meinung sind, die 2. Stufe wäre besser, werde ich umsteigen. Eine Woche lang muß ich noch das Medikament Nystatin nehmen, dann folg ein erneuter Pilztest. Ich hoffe, das ich die Übeltäter dann los bin. Wenn ich Sie allerdings richtig verstanden habe, reicht es völlig aus, wenn ich mich nach der 2. Trennkoststufe ernähre (bin übrigens 31 Jahre alt) und auch sonst mit meinem Körper im Einklang bin, was mir allerdings noch sehr große Probleme bereitet, so sehr, das ich meinem Job aufgrund meiner zahlreichen Allergien und Unverträglichkeiten (insges. sind es 82 !), kündigen müßte. Zudem habe ich eine Pankreasinsuffizienz, nehme dafür Enzyme ein (zu jeder Haupt- u. Nebenmahlzeit); ich weiß nicht genau, welche Unverträglichkeit, ob Eiweiß-, Fett- oder Kohlenhydratschwäche vorliegt, wahrscheinlich eine Mischung aus allen dreien (u. a. habe ich eine Laktose-Intoleranz und Zöliakie). Ich habe nur leider noch nicht genau herausfinden können, wieviel Fett und Öl ich z.B. ohne Probleme vertrage, mal geht es einen Tag gut, dannn wieder nicht. Zudem habe ich auch aufgrund der vielen Allergien und Unverträglichkeiten eine Essstörung entwickelt, die eigentlich sehr schlimm ist. Ich esse tagsüber nichts, sondern nur abends, auch nachts. Ich kann dann nicht schlafen und muß irgendetwas essen, da psssiert es leider sehr häufig, das ich auch solche Lebensmittel zu mir nehme, auf die ich eigentlich allergisch reagiere, wie z. B. Schokolade (reagiere auf alle Bestandteile in einer schokolade) oder Marmelade (z. B. Glukosesirup - Maisallergie, Citronensäure etc.). Können Sie mir da evtl. auch noch einen Tipp geben, wie ich das in Griff bekommen kann? Wenn Sie mir allerdings bestätigen können, das ich mein Getreide wieder mit Ursüße bzw. Zuckerrübensaft (auf Ahornsirup reagiere ich leider auch!) und die Trockenfrüchte zu mir nehmen kann, wäre mir auch schon sehr geholfen, denn das wären ja im Prinzip kleinere Mahlzeiten, mit denen ich etwas anfangen kann.
Sie haben Darmreinigungskuren erwähnt mit Flohsamenschalen - kann man sich diese Schalen in der Apotheke besorgen? Könnten Sie mir da evtl. noch genauere Auskünfte geben? Wie gesagt, der Pilztest ist übernächste Woche und ich möchte so gerne das Nystatin meiden, weil ich nicht wirklich ein Freund von Medikamenten bin.

Ich würde mich wirklich sehr über eine Antwort von Ihnen freuen, da für mich noch alles so neu ist. Ihr Buch habe ich inzwischen gelesen, die wichtigsten Sachen notiert, nur zu die o.g. Fragen blieben bei mir noch offen, ich hoffe, ich habe das nicht "überlesen".

Vielen Dank schon mal im voraus, wie gesagt, ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir noch einmal helfen würden, da ich im Moment noch sehr ratlos bin und Sie im Prinzip der einzigste Ansprechpartner (und natürlich die vielen anderen Leute hier im Forum, nochmal vielen Dank für die anderen Anworten!) sind!

Viele Grüße
Kathi



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