Abgeschickt von nordlicht am 16 Oktober, 2003 um 18:52:17:
Hallo,
ich möchte mal eine Frage stellen, die mich schon lange beschäftigt. Vor zwei Jahren bekam ich zeitgleich mit einer Antibiotika-Therapie (wegen einer Lungenentzündung) praktisch von einem Tag auf den anderen Durchfall – zuvor hatte ich völlig normalen Stuhl, seitdem, also seit zwei Jahren habe ich chronischen Durchfall – in der letzten Zeit nach vielerlei Maßnahmen mit etwas Besserung.
Ich suche nach einer Erklärung – und nach einer Therapie. Die Antibiotika-Behandlung (u.a. Penicillin) hat bei mir außerdem zu einem schweren allergischen Hautexzem am ganzen Körper geführt, das erst nach ca. 10 Tagen ganz verschwand. Danach wochenlang starke Müdigkeit, Veränderung der Haare (spröde, nicht mehr kämmbar, Haarausfall) und der Haut (Exzeme an den Fingern).
Ich frage mich u.a. ob Antibiotika die Darmflora so zerstören können, daß daraus chronischer Durchfall resultiert? Kann sich daraus in Folge dann noch mehr entwickeln, z.B. eine Verdauungsschwäche, ein Nährstoffmangel wegen mangelnder Aufnahme im Darm, eine Zunahme von Allergien oder auch eine allgemein geschwächte Immunabwehr (das Immunsystem liegt zu 90% im Darm, habe ich gelesen).
Aktuell wurden bei mir (nur) noch in geringem Umfang Darmpilze festgestellt, seit Monaten nehme ich deswegen gesunde Darmbakterien ein (und auch vieles andere, bin in naturheilkundlicher Behandlung).
Mache auch seit längerer Zeit die Aufbautherapie, versuche die 7 Säulen einzuhalten, bin dabei allerdings noch nicht konsequent genug. Überwiegend ernähre ich mich mit gesunder, ausgewogener zusatzstofffreier Mischkost. Eiweißreiche Lebensmittel (Fleisch/Fisch) esse ich nur alle paar Tage, dann in größeren Mengen und zusammen mit Kohlenhydraten – nicht ideal, kann mich mit stärkerer Trennung aber (noch) nicht anfreunden.
Mir wurde von naturheilkundlicher Seite empfohlen, mir sämtliche toten Zähne (ich habe etliche, hatte dazu auch schon einmal eine Frage gestellt) ziehen zu lassen, da diese ursächlich für den Durchfall seien. Ich bin skeptisch, da ich die toten Zähne teilweise schon länger habe – früher ohne die genannten Beschwerden, allerdings wurden kurz vor der genannten Lungenentzündung zwei Amalgamfüllungen entfernt und die Zähne wurzelbehandelt, weil nicht mehr zu retten. Seitdem habe ich auch chronische Zahnfleischentzündungen (objektiv eine Rötung, subjektiv ein wundes Gefühl), für die auch niemand eine Erklärung hat. Eine Amalgambelastung liegt bei mir wohl auch vor, sollte allerdings rückläufig sein, da ich seit einem Jahr ohne Amalgam im Mund bin und auch schon eine Ausleitung gemacht habe.
Bei diversen Allergietests auf u.a. Zahnmetalle ist nicht viel herausgekommen – nur eine angeblich irrelevante Sensibilisierung auf Gold, das ich noch im Mund habe – aber ohne offensichtliche Beschwerden. Eine Versorgung mit metallfreiem Zahnersatz kann ich mir voraussichtlich nicht leisten.
Vermutlich kann mir auf meine gesundheitlichen Probleme ohne Untersuchung nicht geholfen werden – ich war aber schon bei so vielen Ärzten und bin es ziemlich leid. Bei Schulmedizinern wurde ich meist überhaupt nicht ernst genommen. Und nach Bad Tölz ist es mir leider zu weit.
Vielleicht hat trotzdem jemand einen Tip für mich.
Viele Grüße,
Nordlicht
P.S. Danke fürs Zuhören.