Re: Organuhr


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 28 Juli, 2001 um 20:05:01:

Antwort auf: Organuhr von Thomas F am 19 Juli, 2001 um 23:09:48:

Hallo Thomas,
betrachtet man den Stoffwechsel eines mehr oder weniger stark körperlich arbeitenden Menschen, eines Sportlers, aber auch eines geistig aktiven Menschen, so benötigt der Organismus für die Muskel- und Gehirnarbeit vor allem Energie, die er am besten aus Kohlenhydraten und Fetten herstellen kann. Eiweiße sind hingegen die schlechtesten Energielieferanten. Sie dienen dafür unter anderem dem Körper- bzw. Muskelaufbau, der jedoch vor allem in der Regenerationsphase stattfindet. Aufgrund dieser Tatsachen habe in „Gesund und Allergiefrei“ (Seiten 178 bis 180) gesagt, dass man kohlenhydrat- und fettreiche Lebensmittel eher morgens und mittags bevorzugen und mittags oder abends eher eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier, Quark oder Käse essen sollte, soweit man diese Lebensmittel überhaupt noch auf seinem Speiseplan stehen hat. Bei dieser Betrachtung gehe ich natürlich davon aus, dass man sich zumindest im Sinne der 1. Trennkoststufe (siehe Kapitel 11) ernährt, bei der die schwerpunktmäßige Trennung von viel Eiweiß und Kohlenhydraten dann erst eine Rolle spielt. Ein Dogma sollte man daraus jedoch keinesfalls ableiten! Sonst hätte ich auch nicht ganz bewusst das „eher“ in diese Empfehlungen eingefügt.
Wer sich schließlich überwiegend oder ausschließlich in Sinne der höheren Ebenen der 3. Trennkoststufe ernährt, für den spielen diese Empfehlungen nur noch eine untergeordnete Rolle. Einerseits fehlen bei dieser Ernährungsweise die ausgesprochen eiweißreichen Lebensmittel wie Fisch, Fleisch oder Käse und andererseits sind hierbei ganz andere Prinzipien bzw. Gesetzmäßigkeiten von viel größerer Bedeutung!
Die Wahrheiten sind also, wie bei fast allen Dingen im materiellen Universum, immer relativ!
Die Empfehlung, morgens viel Eiweiß zu essen, halte ich persönlich für absolut unsinnig, da die Verdauungsorgane im Laufe des Tages erst richtig aufwachen, das heißt aktiviert werden. Somit sollte man morgens nicht wie ein Kaiser, sondern eher wie ein Bettelmann essen (Früchte oder Früchte mit Nüssen, Getreidebreie, Brote oder ein Müsli). Mittags empfehle ich dann das „Mahl des Kaisers“ und nicht zu spät am Abend das „Essen eines Königs“. Guten Appetit!

Viele Grüße H. Müller-Burzler
(P.S.: Ein „Druckfehler“ ist mir also keinesfalls unterlaufen!)



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