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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 12 September, 2001 um 19:19:01:
Antwort auf: Ausleitung von Schwermetallen von Oliver H. am 14 August, 2001 um 20:25:50:
An alle Schwermetall-Ausleitungsinteressierten,
zuerst einmal möchte ich betonen, dass wir die Ausleitungsmethoden von Dr. Klinghardt nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch kennen. Wir haben nämlich schon viele Patienten untersucht und behandelt, die sogar bis zu drei Jahren die Schwermetallausleitung nach seinen Empfehlungen gemacht hatten. Außerdem kennen wir die Psycho-Kinesiologie nicht nur aus seinem gleichnamigen Buch, sondern meine Frau Jutta hat auch ein Wochenendseminar bei ihm mitgemacht.
Grundsätzlich ist es absolut nicht meine Art, eine andere Methode mit der unseren zu vergleichen. Denn die Wirkung und die Erfolge unserer Arbeit sprechen für sich. Da sich Dr. Klinghardt jedoch selbst zum Teil ausgesprochen kritisch über andere Entgiftungsmethoden äußert, werde ich nun den Versuch einer Klarstellung machen, die nicht immer mit seinen Behauptungen konform geht.
1. Die Belastung jedes Körperteils oder Organs lässt sich sehr wohl mit allen Substanzen, die man überprüfen möchte, exakt austesten. Dabei werden selbstverständlich sowohl die intrazellulären als auch extrazellulären Belastungen erfasst! Allerdings kann man mit den herkömmlichen kinesiologischen Verfahren nach unserer Erfahrung keine genauen Ergebnisse erzielen, weshalb wir dazu ausschließlich bestimmte aurakinesiologischen Tests machen, einer kinesiologischen Weiterentwicklung, über die in den nächsten Jahren ein Buch geplant ist. Aufgrund ihrer Komplexität kann ich auf sie an dieser Stelle nicht weiter eingehen.
2. Mit Hilfe dieser genaueren aurakinesiologischen Tests konnten wir feststellen, dass die Entgiftung mir Koriander, Bärlauch und Chlorella-Algen ausgesprochen langsam vor sich geht. Darüber hinaus waren viele Anwender davon überzeugt, dass sie nach einer mehrmonatigen Anwendung dieser Methode, die durchaus auch bis zu zwei Jahren oder länger gedauert hatte, von Schwermetallen, wie Quecksilber, Blei oder Kadmium, völlig befreit sind. Dies konnten wir in der Regel jedoch nicht bestätigen, auch wenn sie schon einen Teil der Gifte mobilisiert und ausgeschieden hatten.
3. Alle Schwermetalle werden sowohl über die Leber als auch die Nieren ausgeschieden. Daher sollte man einerseits während einer Entgiftungstherapie grundsätzlich möglichst viel sauberes und lebendiges Wasser trinken und die Nieren eventuell sogar mit Zinnkraut- oder Brennnesseltee in der Ausscheidung unterstützen. Andererseits brauchen viele Menschen eine Leberunterstützung (siehe Re: Ausführliche Beschreibung der Leberausleitung). Damit die Gifte, die über die Galle in den Darm ausgeschieden werden, möglichst wenig rückresorbiert werden, empfehlen sich Heilerde, Chlorella- und andere Algen, eine faserstoffreiche Ernährung, insbesondere mit Vollkorngetreide, oder die Massebildner eines Darmreinigungsprogramms (Robert Gray, Europa, Clean-me-out etc.). All diese Substanzen haben die Fähigkeit, die über die Galle in den Darm ausgeschiedenen Gifte zu binden, wodurch sie weniger in das Blut rückresorbiert werden und die Leber nicht aufs Neue mit ihnen belastet wird (enterohepatischer Kreislauf).
4. Nach unserer Erfahrung funktioniert die homöopathische Quecksilberentgiftung mit Tiefpotenzen hervorragend (siehe Re: Amalgamausleitung), ohne dass mit größeren Nebenwirkungen gerechnet werden muss. Wenn man nur Kurzzeitimpulse gibt, die nicht länger als eine Stunde dauern, und das ist bei dieser Entgiftungsvariante mit Mercurius solubilis C6, C9 oder D9 gewährleistet, werden die Leber und Nieren in der Regel auch nicht überbelastet und es kommt keinesfalls zu einer Verschiebung des Quecksilbers in die Nerven, ins Gehirn oder in andere Organe. Ganz das Gegenteil ist sogar der Fall: Man kann den ganzen Körper, inklusive die Knochen, mit dieser Methode hervorragend vom Quecksilber befreien und zwar wesentlich schneller als mit dem Klinghardt-Programm! Dies ist unsere Erfahrung, die wir aufgrund unserer aurakinesiologische Ergebnisse und der vielen positiven Patientenaussagen gemacht haben.
Ausdrücklich warnen muss ich allerdings vor der homöopathischen Quecksilberausleitung mit Hochpotenzen, zum Beispiel mit Potenzen, die höher als die D12 oder C12 sind. Wir haben schon schlimme Fälle in der Praxis behandeln müssen, die mit Mercurius solubilis C200, C1000 oder sogar C10.000 behandelt wurden, ohne dass die Leber oder die Nieren in der Ausleitung unterstützt wurden. Dann tritt genau das ein, was Dr. Klinghardt sagt, dass nämlich die Leber und Nieren derart überbelastet werden, wodurch sich das gelöste Quecksilber im Blut staut und in Organe und Körperbereiche abgeschoben wird, in denen es zuvor möglicherweise weniger abgelagert war.
5. Da die meisten Menschen in der heutigen Zeit tagtäglich vielen hundert bis tausend giftigen Substanzen ausgesetzt sind, ist es ausgesprochen wichtig, den Körper von all diesen Giften zu befreien. Erfahrungsgemäß ist die Koriander/Bärlauch/Chlorella-Entgiftung dafür keinesfalls ideal, weshalb wir sie auch nicht (ausschließlich) in unserer Praxis empfehlen. Viele Patienten hatten sie bereits längere Zeit angewandt, konnten ihre Allergien damit aber keineswegs in den Griff bekommen, auch wenn sich die Gesamtsituation bei einzelnen Patienten durchaus schon gebessert hatte. Für die heutige Zeit sind diese Pflanzen unserer Erfahrung nach daher zu schwach, zumal sie den Körper auch nur von einem Teil der Umweltgifte befreien können. Aus diesem Grund habe ich weiter geforscht und die Aufbau- und Entgiftungstherapie mit der Nahrung (= Heilnahrung, siehe "Gesund und Allergiefrei"), die Vitamin-Entgiftung (siehe "Das Handbuch für Allergiker") und unsere homöopathischen Entgiftungsvarianten entwickelt, die den Körper von allen Umweltgiften und Stoffwechselschlacken befreien können. Als Allrounder entgiftet die Vitamin-Entgiftung (mit natürlichen Vitaminen!) den Körper zum Beispiel sogar noch intensiver als das Klinghardt-Programm - selbstverständlich ohne dass Schwermetalle in andere Organe verschoben werden!.
Ich hoffe, ich konnte all Ihre Fragen beantworten.
Viele Grüße H. Müller-Burzler