Rohkost und Ironman Triathlon


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Abgeschickt von Ulrike am 06 Februar, 2002 um 21:28:08

Antwort auf: Rohkost und Marathonlaufen / Laktosebrot von Roger Hollenstein am 28 Januar, 2002 um 23:57:41:

Hallo Roger,
ein Freund von mir ist 2000 einen Ironman-Triathlon mit 100%iger Rohkosternährung gelaufen. Bis nach Hawaii hat er es zwar nicht geschafft, da er bei der Vorausscheidung 'nur' Platz 15 belegt und sich damit nicht qualifiziert hat, aber die Distanzen sind dort die gleichen. Ich glaube fast, er hat da einen Erfahrungsbericht drüber geschrieben. Ich werde ihn mal fragen und den Bericht dann ggf. an Dich weiterleiten. Ich weiß, daß er sehr viele Wildkräuter während der Zeit gegessen bzw. zu Säften gepresst und getrunken hat. Er hat sich so ziemlich an den Richtlinien von David Wolfe ('The Sunfood Diet Success System', jetzt auch auf Deutsch als 'Die Sonnendiät' erhältlich) orientiert.

Reine Obstrohkost nach Wandmaker halte ich für nicht empfehlenswert, da der Körper dadurch zu einseitig ernährt wird. Die meisten Obstrohköstler sehen auch ziemlich mangelernährt und abgemagert aus. Sehr empfehlen kann ich das Buch 'Die Rohkosttherapie' von Guy-Claude Burger, das auch den natürlichen Nahrungsinstinkt mit einbezieht. Ich habe gehört, daß das Buch zur Zeit vergriffen sein soll, was sehr schade wäre, denn es ist das einzige Instinktobuch im deutschsprachigen Raum. Ich selbst ernähre mich seit 1997 mit instinktiver Rohkost. Der Unterschied zu den anderen Rohkostrichtungen ist, daß die 'Instinktos' ihren Körper wählen lassen, was er gerade braucht. Der Nahrungsinstinkt äußert sich über Geruch und Geschmack und ist äußerst präzise. Je nach Bedarf des Körpers ist gerade das Produkt am anziehendsten, das die optimalen Inhaltsstoffe für die aktuelle Stoffwechselsituation besitzt. Das funktioniert natürlich nur mit naturbelassenen Produkten, die in keiner Weise weiterverarbeitet wurden. Kann ich bei Interesse gerne mehr drüber schreiben. Jedenfalls ist der Körper durch diese Ernährungsweise optimal mit Nährstoffen versorgt. Ich selbst laufe zwar keinen Marathon, jogge aber für das eigene Wohlbefinden gerne mal ein Stündchen durch den Wald. Für sehr wichtig halte ich es, Gemüse und vor allem Wildkräuter als hochwertige Eiweissquelle in die Nahrungsauswahl mit aufzunehmen. Mit den Wildkräutern sieht es im Winter natürlich nicht so üppig aus, aber da nehme ich dann gerne die wildwachsenden AFA-Algen als Ergänzung (Infos auf Anfrage).

Bei radikaler Umstellung auf Rohkost nehmen fast alle erst mal ab, da der Körper die ganzen im Laufe der Jahre angesammelten Giftstoffe rausschmeißt. Dabei wird sowohl Fett- als auch Muskelgewebe abgebaut. Nach einigen Wochen bis Monaten, wenn die Hauptentgiftungsarbeit abgeschlossen ist, nimmt man in der Regel aber auch wieder zu, da der Körper dann wieder gesundes Gewebe aufbaut, zumindest sind das die Erfahrungen mit instinktiver Rohkost. Gut ist es, täglich leichten Sport zu treiben und morgens Cassia fistula zu nehmen, eine Röhrenfrucht, die die Ausscheidung von Zellgiften auf natürliche Weise fördert. Es kann außerdem sinnvoll sein, den Körper in der Anfangsphase der Rohkost mit zusätzlichen Mineralien und Vitaminen zu unterstützen, da nach jahrzehntelangem Kochkostgenuß auf einmal unnatürlich viele Giftstoffe freiwerden, für deren Ausscheidung der Körper auch außergewöhnlich viele Nährstoffe benötigt. Dadurch können Entgiftungskrisen abgemildert werden. Ich kenne sehr hochwertige Nahrungsergänzungsprodukte, die auch in der Rohkostszene weit verbreitet sind (Infos auf Anfrage).
Vielleicht hat Dir das etwas weitergeholfen. Es lohnt sich auf alle Fälle, in die oben genannten Bücher hineinzuschauen.

Viele Grüße in die Schweiz und viel Spaß beim Laufen!
Ulrike



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