Re: Amalgamentfernung und -ausleitung


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 17 Februar, 2002 um 00:42:52:

Antwort auf: Seid der Amalgamentfernung gehts mir schlecht! von Michaela am 22 Januar, 2002 um 19:08:50:

Hallo Michaela,
in unserer Praxis erleben wir immer wieder Situationen wie die Ihre. Quecksilber und somit das Amalgam, das als Zahnfüllmaterial verwendet wird, ist hochgiftig, auch wenn die Bundeszahnärztekammer und entsprechende andere öffentliche Gremien dieses immer noch nicht zugeben wollen. In meinem Schlusswort vom „Handbuch für Allergiker“ habe ich dazu folgendes geschrieben: „... Dass sich noch immer viele Wissenschaftler dagegen sträuben, Umweltgifte, ungesunde Nahrungsmittel und Ernährungsweisen, Mobilfunk usw. als die Hauptursachen für die meisten chronischen Zivilisationskrankheiten anzuerkennen, liegt vor allem daran, dass sie noch keine dem naturwissenschaftlichen Standard entsprechenden Untersuchungsmethoden zur Verfügung haben, mit denen sie die Belastungen und Folgen dieser gesundheitsschädlichen Einflüsse im Körper feststellen können....“
Wir können solche Belastungen somit sehr wohl durch unsere Diagnosemethode erkennen und die körperlichen und/oder seelischen Folgen ziemlich genau zuordnen. Ich hatte längst vor, das bereits angekündigte erste Buch zur Aura-Kinesiologie zu schreiben, jedoch fehlte mir dazu in den letzten Jahren einfach die Zeit – nicht zuletzt auch wegen der unerwartet vielen Arbeit in diesem Forum.
Was die Quecksilberbelastung des Körpers vieler Menschen anbetrifft, so ist diese ausgesprochen weitverbreitet – natürlich vor allem bei denjenigen, die Amalgamfüllungen im Mund haben oder beruflich mit Quecksilber zu tun haben. Unter anderem gehören Zahnärzte und Zahnarzthelferinnen dazu.
Bei der Entfernung solcher Füllungen sollte man sich unbedingt einen so genannten Kofferdamm legen lassen, wodurch der gesamte Mundraum mit einer Gummimembran abgedeckt wird und nur der zu behandelnde Zahn zugänglich ist. Das ist leider bei Ihnen nicht geschehen.

Dass es Ihnen nach der Entfernung von 10 Amalgamfüllungen ohne Kofferdamm so schlecht geht, ist wie gesagt keine Seltenheit. Das Quecksilber ist ein starkes Zellgift und ein starker Enzymhemmer. Bei Ihnen „hängt“ es nun vermutlich unter anderem in der Leber und den Nieren fest, und führt zu entsprechenden Ausscheidungsstörungen dieser Organe mit entsprechendem Leber- und Nierenstau, wodurch Ihre Symptome teilweise verursacht werden. Die Augenschwellungen hängen daher entweder mit den Nierenbeschwerden zusammen oder sind auch allergisch bedingt. Sie sollten daher primär nicht nur die Leber in ihrer Ausscheidungsfunktion anregen und unterstützen (siehe „Ausführliche Beschreibung der Leberausleitung“), sondern auch die Nieren, was Sie unter anderem mit viel Brennnessel- und Zinnkrauttee (letzteren bitte nicht länger als drei bis vier Minuten ziehen lassen!) erreichen können. Sekundär sollte man dann an eine kausale Allergietherapie denken (siehe den Artikel „Alle Allergien sind heilbar“).

Um das Quecksilber generell los zu werden, wissen wir aus Erfahrung, dass das DMPS nicht nur ausgesprochen unangenehm, sondern auch nicht besonders effektiv ist. Chlorellaalgen sind zwar sanfter, aber auch nicht so effektiv, dass man damit den Körper in ein bis zwei Jahren völlig von diesem Schwermetall befreien kann. Die Elektroakupunkturmethoden und bisher bekannten kinesiologischen Tests zur Messung dieser Belastungen sind unserer Erfahrung nach diesbezüglich zu ungenau, weshalb viele angeblich entgiftete Personen noch durchschnittliche Belastungen aufweisen können! Die von Ihnen angesprochenen Entgiftungsmethoden sind daher aufgrund unserer Erfahrung nicht optimal. Allerdings haben wir nichts dagegen, wenn man die Chlorellaalgen zusätzlich zu den von uns empfohlenen Ausleitungsmethoden anwendet.
In unserer Praxis empfehlen wir die Quecksilberausleitung, die ich bereits in diesem Forum ausführlich beschrieben habe (siehe: „Re: Amalgamausleitung“ und „Ausleitung von Schwermetallen“). Ich bin mir durchaus bewusst, dass es dazu unterschiedliche Meinungen, insbesondere auch unter Kollegen von uns gibt, jedoch arbeiten wir mit einer Untersuchungsmethode, die unsere Ausleitungsvarianten absolut rechtfertigt. Entscheidend ist aber immer der Erfolg. Den Betroffenen muss es also durch diese Empfehlungen nach und nach besser gehen. Wäre das nicht der Fall, würden wir unsere Empfehlungen nicht anwenden und weiterempfehlen.
Eine Alternative zur homöopathischen Quecksilberausleitung ist die Entgiftung mir Früchten und Nüssen im Sinne der dritten Trennkoststufe (ausführlich beschrieben in „Gesund und Allergiefrei“) und die Vitamin-Entgiftung (ausführlich beschrieben im „Handbuch für Allergiker“). Diese Methoden sind ausgesprochen wirksam, weshalb man sie anfangs nur sehr vorsichtig anwenden sollte. Sie haben zudem den Vorteil, dass man damit nicht nur Quecksilber mobilisiert, sondern auch viele andere Umweltgifte.

Ich habe Ihnen relativ ausführlich geantwortet, da dieses Thema ausgesprochen wichtig ist und ich hoffe, dass meine Antwort auch für viele andere Leser hilfreich sein wird.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und gute Besserung.
H. Müller-Burzler



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