Re: Sport und Ernährung


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 17 Februar, 2002 um 00:45:06:

Antwort auf: Rohkost und Marathonlaufen / Laktosebrot von Roger Hollenstein am 28 Januar, 2002 um 23:57:41:

Hallo Roger,
das, was ich über eine gesunde, ausgewogene und gut kombinierte Ernährungsweise in „Gesund und Allergiefrei“ und teilweise auch im Artikel „Die sieben Säulen einer gesunden Ernährungsweise“ geschrieben habe, gilt natürlich ganz besonders für Sportler, bei denen relativ gesunde Körperfunktionen ja eine wichtige Voraussetzung für entsprechende Leistungen sind. Ich halte daher grundsätzlich nicht viel von extrem einseitigen Ernährungsweisen, bei denen man zum Beispiel als Ausdauersportler nur Obst zu sich nimmt. So etwas geht nicht viele Jahre gut! Besonders Sportler müssen sich ausgewogen ernähren, um nicht irgendwann infolge irgendwelcher Mangelzustände körperliche Störungen oder Krankheiten zu entwickeln.
Wichtig ist, dass Sportler eine gesunde Verdauungskraft haben und nicht nur kohlenhydratreiche Lebensmittel gut verdauen können, sondern auch eiweiß- und fettreiche. Man kann sich als Sportler durchaus rein vegetarisch oder auch vegan ernähren, jedoch sollte man diesbezüglich genau wissen, was der Körper benötigt und wie man es ihm zuführen kann.
Um als Freizeit-, Ausdauer- oder auch Leistungssportler Gelenk- und Muskelbeschwerden vorzubeugen, muss nicht nur die Verdauungskraft gesund sein, sondern auch die Darmflora. Wer hingegen eine geschwächte Verdauungskraft und eine kranke Darmflora mit entsprechendem Pilzbefall im Dünndarm hat, wird viel eher mit chronischen Beschwerden im Bewegungsapparat zu tun haben. Fäulnis- und/oder Gärungsgifte belasten das Blut und werden teilweise unter anderem in den Gelenken, Sehnen, Bändern und Muskeln abgelagert. Die höheren Entwicklungsstadien des Dünndarmpilzes Aspergillus niger tun dann ihr Übriges, indem sie über das Blut in die vorbelasteten Gelenke oder Muskeln gelangen und dort den Nährboden für akute und chronische bakterielle oder virale Infekte bilden können (ausführlich beschrieben in Kapitel 17 in „Gesund und Allergiefrei“).
Sportler sollten daher neben einer gesunden Verdauungskraft unbedingt die Kombinationsregeln einhalten und grundsätzlich keinen raffinierten Zucker zu sich nehmen. Was daher zum Teil noch heute auf dem Markt als Leistungsnahrung angeboten wird, sollte man seiner Gesundheit zuliebe lieber nicht zu sich nehmen.

Da ich selbst leichten Freizeitsport zum Ausgleich betreibe – wenn es meine Zeit erlaubt, laufe (jogge) ich zweimal pro Woche 7 bis 10 km – weiß ich genau, wovon ich spreche. Vom Leistungssport halte ich übrigens nicht viel, weil dieser grundsätzlich Stress für den Körper darstellt. Dies betrifft auch das Laufen von Marathonstrecken oder Triathlonwettbewerbe. Nach meiner Ansicht sollte man nicht mehr als eine halbe bis eine Stunde entspannenden, lockeren Sport pro Tag betreiben. Bis zu 10 km lockeres Jogging pro Tag ist also mehr als genug, auch wenn man mehr laufen könnte. Läuft man deutlich länger, wird das Laufen zur Belastung für den Körper, wodurch auch der Alterungsprozess gefördert wird, da bei zu langer sportlicher Betätigung unter anderem viele freie Radikale gebildet werden. Besonders wenn man sich mit den höheren Ebenen der 3. Trennkoststufe ernährt, spürt man sehr genau, was in Wirklichkeit gut für den Körper ist und was nur dem EGO dient.

Viele Grüße und viel Spass weiterhin beim Laufen.
H. Müller-Burzler



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