Re: Vitamin-C-Bedarf


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 17 Februar, 2002 um 00:48:53:

Antwort auf: Leberausleitung von Miriam am 03 Februar, 2002 um 08:58:23:

Hallo Miriam,
meine Vitamin- und Mineralstoffempfehlungen zur Behandlung eines Leberstaus sind auch bei längerer Einnahme völlig unbedenklich. Bedenken Sie bitte, dass Primaten, wie zum Beispiel Gorillas, täglich so viele Blätter fressen, dass sie dadurch mehrere Gramm Vitamin C aufnehmen. Und eine ausgewachsene Ziege produziert bis zu 14 Gramm Vitamin C pro Tag. Bei Kühen ist die Menge natürlich noch größer. Und wenn wir die höheren Ebenen der dritten Trennkoststufe anwenden, bilden wir nach meiner Erfahrung ebenfalls einige Gramm Vitamin C in der Leber (diese Aussage ist nicht wissenschaftlich bewiesen und soll an dieser Stelle nur als Hinweis dafür dienen, dass unter bestimmten Voraussetzungen das Enzym L-Gulonolacton-Oxidase zur Vitamin-C-Bildung auch beim Menschen wieder gebildet und aktiviert werden kann).
Wenn daher von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nur 70 mg Vitamin C pro Tag für eine erwachsene Person empfohlen werden, so ist das etwas mehr als die Menge, die notwendig ist, damit keine Vitamin-C-Mangelkrankheiten entstehen. Optimal ist diese Mindestmenge im Gegensatz zu allen anderen Tagesempfehlungen der DGE für Mineralien und Vitamine hingegen nicht. Scheinbar wurde der wirkliche Vitamin-C-Bedarf für einen gesunden Vitamin-C-Haushalt also bewusst oder unbewusst zu gering angegeben.

Bezüglich der Anti-Vitamin-C-Propaganda hier ein Beitrag (Leserbrief zu S&K 11/2001 von M. Mühleisen, Plochingen) aus der Zeitschrift „Schrot & Korn“, 2/2002: „Vitamin C schadet nicht – Mit Ihrem Artikel an sich bin ich, was die vollwertige Ernährung als Vitamin-Basis betrifft, einverstanden. Dem Hinweis am Schluss des Artikels, der sich gegen die zusätzliche Substitution mit Tabletten oder Ähnlichem wendet, muss allerdings schärfstens entgegengetreten werden. Die Behauptung, dass 500 mg Vitamin C täglich (diese Menge ist bereits in drei bis vier Kiwis oder einem Liter Orangensaft enthalten, Anmerkung von H. Müller-Burzler) über mehrere Wochen DNS-schädigend wirken würden, ist schlicht und ergreifend falsch und entbehrt jeglicher Grundlage. Sie beruft sich auf Studien, die längst widerlegt und als gesteuerte Kampagne der Anti-Vitamin-Lobby enttarnt wurden. Die Überprüfung der erwähnten britischen Studien erfolgte durch das Fraunhofer-Institut. Ich kann hier für viele Kollegen und Kolleginnen sprechen, die seit Jahren in ihren Praxen sowohl Vitamin C oral in hohen Dosen als auch die so genannte Vitamin-C-Hochdosis-Infusionstherapie (ich persönlich empfehle hingegen nur natürliche Vitaminpräparate bzw. -extrakte oder -konzentrate, H. Müller-Burzler) mit durchweg gutem Erfolg und Erfahrungen durchführen, ohne jegliche Risiken und Nebenwirkungen.
Hier geht es nicht um sinnloses „Vitamintabletten futtern“, wie es unter anderem in den USA üblich ist und auch von uns angeprangert wird. Die Deckung des Vitaminbedarfs bei relativ gesunden Menschen ist allein aus der Nahrung zu erzielen. Aber wer ist und isst heute noch gesund? Bei vielen Krankheitsbildern muss aus therapeutischer Sicht zusätzlich substituiert werden, um eine Besserung bzw. Ausheilung erzielen zu können. Dies trifft auch auf Vitamin C zu.“

Ich hoffe, dass ich Ihre Bedenken mit dieser Antwort auflösen konnte. Sonst rufen Sie uns doch bitte in der Praxis an. Dann erzähle ich Ihnen ein wenig mehr zum Thema der gesteuerten Anti-Vitamin-C-Propaganda, was ich hier in der Öffentlichkeit eher nicht tun möchte.

Viele Grüße H. Müller-Burzler



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