Re: Schermetallentgiftung des Gehirns


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Abgeschickt von Jones am 21 Februar, 2002 um 15:14:54:

Antwort auf: Schermetallentgiftung des Gehirns von Wolfgang am 17 Februar, 2002 um 10:28:57:

Hallo Wolfgang

> hat jemand Erfahrung mit der Entgiftung von Schwermetallen im Gehirn?

Erfahrung noch (!) nicht... Habe noch zu große Schwehmetallkonzentrationen im Restkörper (s.u.)

>Nach meiner Info kann eine Schwermetallentgiftung des Gehirns nicht erfolgen (Aussage auch des Toxikologen Dr. Daunderer).

Derartig generell verneinende Aussagen halte ich persönlich für wertlos, da gänzlich unsinnig. Soweit ich Daunderer dazu verstanden habe meinte er aber auch: "...nicht möglich mit den bislang bekannten Methoden" was ein himmelweiter Unterschied ist.

>Andere (Dr. Klinghardt) nehmen ein bestimmtes Mittel um doch eine Entgiftung zu erreichen?!

Klinghardt schwört diesbezüglich auf Korianderkraut, welches zumindest (sehr) starke Mobilisationssymptome im Kopf und Nervenbereich auslöst und im Verdacht steht, auch Metalle im Gehirn mobilisieren zu können, welche angeblich trotz der Blut-Liquor-Schranke in den Restkörper wechseln können sollen. Außer äußerst begeisterten Berichten von erfolgreichen Anwendern ist diese Angelegenheit jedoch noch reichlich vage.

Ach nochwas: Egal ob was dran ist oder nicht. Zum "einfach so"-Experimentieren eignet sich das Cilantro (Korianderkraut) NICHT, da es sehr starke Nebenwirkungen haben kann, wenn es zu früh eingesetzt wird. Außerdem besteht die begründete Vermutung, daß etwas, was Metalle aus dem Gehirn herausbekommt, Metalle auch überhaupt erst ins Gehirn schaffen kann. Laut Klinghardt soll das abhängig vom Konzentrationsgefälle (Gehirn - Restkörper) sein.

Eine mögliche Alternative zu Koriander könnte auch DMSA sein, ein Chelatbilder ähnlich dem DMPS, der allerdings gehirngängig ist. Ob eine echte Ausleitung AUS dem Gehirn dadurch errecht werden kann ist noch nicht wirklich geklärt.

Eine dritte - heftigst umstrittene - Methode speziell bei Quecksilber stellt die Deaktivierung des Quecksilbers durch daueraft stabile Bindungen mittels Seleniden dar. Eine spätere Ausleitung der so gebundenen HG-Moleküle gilt allerdings bisher als unmöglich. (Daher sind die Meinungen zu diesem Weg auc so stark polarisiert. Ausleitung vs. Deaktivierung)


Abschließend noch eine kleine allgemeine Bemerkung zu dmps: Herr Müller-Burzler hat sich einige Postings weiter unten dazu wie folgt geäußert:

"Um das Quecksilber generell los zu werden, wissen wir aus Erfahrung, dass das DMPS nicht nur ausgesprochen unangenehm, sondern auch nicht besonders effektiv ist.",

was ich nicht nachvollziehen kann, da es bislang nun wirklich nichts wirkungsvolleres zur Schwehrmetallausleitung gibt als dmps - zumindest Mengenmäßig betrachtet.

Bei korrekter Anwendung (also i.v. ohne Zusätze, langsam, entsprechende Organvorbereitung und mindestens 6-wöchige Pausen zwischen den Injektionen) kann von "unangenehm" nun wirklich keine Rede sein. Und Mengenmäßig kann sich bezüglich der Ausleitung bislang nun wirklich keine Methode mit dmps vergleichen.

Als "Nachteile" könnte man höchstens angeben, daß es
1) wegen der Langen Pausen dauern kann (ich bezweifle stark, daß eine echte Ausleitung bedeutend schneller erfolgen kann, da dies eine direkte intrazelluläre (!!) Ausleitung erfordern würde!
2) Das die dmps-Ausleitung sich streng an eine Reihenfolge hält, bei der z.B. Cu oder Zn VOR dem Quecksilber ausgeleitet wird, was die eigentliche Quecksilberausleitung ebenfalls verzögern kann.
3) (und das hier sehe ich als einzig "echten" Nachteil) Es belastet durch die hohen Ausleitungsmengen die entsprechenden Ausleitungsorgane recht stark (i.v. also die Niere). Andererseits holt es sich das auszuleitende Metall auch in genau diesen Organen (Nierenrinde bei HG) bevor es neuen Dreck mobilisiert.

Ich bin keineswegs schon wieder Gesund (weshalb ich mir jetzt auch die empfohlenen Beiträge von H. Mueller-Burzer durchlesen werde) allerdings hatte (bei mir) dmps eine derartig spontane und gute Wirkung, daß ich diese Behauptung so einfach nicht stehen lassen konnte.

Gruß, Jones


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