Re: Gliederschmerzen und Verspannungen durch Milch


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Abgeschickt von Thomas Schmeißer am 24 Februar, 2002 um 22:03:03

Antwort auf: Gliederschmerzen und Verspannungen durch Milch von Eva am 17 Februar, 2002 um 18:49:17:

Nochmal Hallo Eva,

ich bin seit 2 1/2 Jahren Rohköstler und bekam dadurch mein Morbus-Bechterev (Polyarthritisart mit Rückenversteifung) weg. Ich habe einen allgemein auf Nahrung sehr empfindlichen Körper, darum ist das folgende vielleicht weniger aussagekräftig.

Ich machte vor 3 Monaten eine "Milchkuhr" in der ich 1 1/2 Wochen nur Mahlzeiten aus Roh-Milch mit Honig "aß" und bekam davon mittleres Rheuma. Nach Absetzen ging das Rheuma innerhalb von 5 Tagen wieder weg.

Ich hatte vor einem Monat einen Termin bei Herrn Müller-Burzler. Er stellte bei mir eine Milchverdauungskraft (Laktoseverdauungskraft) fest, die nur für 1/4 L Milch/Mahlzeit reicht. Deshalb sogar mein Rheuma auf Rohmilch bei idealster Einhaltung der Trennkostregeln.

Er verschrieb er mir ein homeopathisches Mittel zur Stärkung der Laktaseverdauunskraft. Bin gespannt, ob ich dann Milch trinken kann.

Milch sollte man am besten als Monomahlzeit nur mit Honig essen, weil sie sonst schwer verdaubar ist. Mit Obst ist sie etwas schwerer verdaubar, mit Getreideprodukten noch schwerer. Am besten sollte man Rohmilch nehmen.

Homogenisierte (fast alle die es zu kaufen gibt, nur pasteurisierte Milch findet man kaum) sollte man vorm Trinken vielleicht besser kochen, fand ich im Online-Buch "Die Basisallergie", im folgenden Auszüge (dazu habe ich Herrn Müller-Burzler nicht befragt):

Sind es also Schädigungen der Gefäßwände, die wir verhindern müssen? Wie entstehen sie?
Homogenisierung
Einmal stellte jemand im schwedischen Ärzteblatt die vorsichtige, kurze Frage, ob vielleicht die
Homogenisierung der Milch hinter der Arterienverkalkung stehen könne. Ich könnte mir denken, daß
das Ärzteblatt eine Reihe von Kommentaren zu der Frage zugeschickt bekommen aber nicht
veröffentlicht hat. Mein kleiner Artikel kam jedenfalls zurück.
Oster, Herzspezialist und Pharmakologe in den USA, hat eine Antwort auf diese Frage. Er er weiß
auch etwas über Schäden in den Gefäßwänden.23,37 1970 stellte er eine neue Ursachentheorie für
Arterienverkalkung auf. Er behauptet, daß homogenisierte Milch Arterienverkalkung hervorrufen kann,
und stützt sich teils auf epidemiologische Daten, teils auf klinische Studien. Er stellte fest, daß in
Ländern mit einem großen Verbrauch von homogenisierter Milch eine hohe Sterblichkeit durch
Herzinfarkt vorlag, z.B. in Finnland, während sie in Ländern mit geringer Konsumtion oder in denen
man die Milch kocht, z.B. in der Schweiz, Italien und Frankreich, niedriger ist. Beim Homogenisieren
preßt man die Milch unter hohem Druck durch einen Spalt, wobei die Fettkugeln zerschlagen werden.
Da die Anzahl der Kugeln dadurch steigt, wird die Fläche der Membran, die die Kugeln umschließt,
sechs bis sieben mal größer. In dieser Membran sammelt sich das Enzym Xanthinoxydase. Wenn die
Fettkugeln kleiner werden, wird die biologische Zugänglichkeit der Xanthinoxydase also erhöht und
richtet auf folgende Weise Schaden an:
Normal bildet der Körper selber Xanthinoxydase. Sie kommt reichlich in der Schleimhaut des
Dünndarmes und in der Leber vor, aber an Gefäßwänden und in der Herzmuskulatur hat sie nichts zu
suchen. Dort befindet sich dagegen ein Fettstoff, Plasmalogen, der die Aufgabe hat, die Gefäßwände
elastisch zu halten. Wenn jetzt die Xanthinoxydase sozusagen aus Versehen in den Blutkreislauf gerät,
reagiert sie mit dem Plasmalogen, oxydiert es und fällt zusammen mit ihm als oxydiertes Fettaldehyd
aus. So entsteht Mangel an Plasmalogen, das ja die Gefäßwände elastisch halten soll. Um die
empfindlichen Gefäßwände zu schützen entstehen zuerst Fettstreifen, die man schon bei jungen
Menschen entdecken kann. Später folgt dann die Ablagerung des Cholesterins und eine
Gefäßverfettung anstelle des Plasmalogens - also eine Art Pflaster. Das geschieht auch in den Arterien
der Herzmuskulatur. Auch Geschlechtshormone beeinflussen das Plasmalogen. Das weibliche erhöht
und das männliche senkt den Plasmalogengehalt, was die niedrigere Frequenz an Herzinfarkten bei
Frauen im fertilen Alter erklären kann.

Oster konstatierte durch wissenschaftliche Doppelblindteste das Vorhandensein von Antikörpern gegen
Xanthinoxydase und Milchprotein im Blut von Patienten, die alle möglichen Symptome von
Arteriosklerose aufwiesen, schwere Herzarrhythmie, Arterienverkalkung in den Beinen, periphere
Gefäßkrankheiten mit drohendem Brand und Gehirnsyndrom. Oster schlägt darum vor, die
Konzentration von Xanthinoxydaseantikörpern im Blutserum zu testen, als Screening auf
Arterienverkalkung. Er hält dies für sinnvoller als die Bestimmung des Cholesterinwertes im Serum.
Dies ist äußerst interessant für das Thema dieses Buches: Antikörper werden im Blut nur gegen für
den Körper gefährliche Stoffe gebildet, also solche, die der "Identität des Körpers" nicht angepaßt sind.
Die Theorie von der Auswirkung des Homogenisierens und die Theorie der Basisallergie komplettieren
sich.
Ist alle Milch gefährlich?
In aller Milch, außer Kamelmilch, gibt es Xanthinoxydase. Aber Humanmilch enthält im Gegensatz zu
Kuhmilch nur Spuren davon. Käse, Butter, Schlagsahne werden aus unhomogenisierter Milch
hergestellt. Eine Ausnahme bilden Weichkäse und Fetakäse, für die man, wie auch für das übrige
Molkereisortiment homogenisierte Milch benutzt.
Wenn man die Milch kocht oder wenn man sie 3 - 5 Sekunden über 81gr - 84gr erhitzt, macht man
die Xanthinoxydase unschädlich. Pasteurisierung geschieht bei höchstens 78 gr 15 Sekunden lang.
Gesäuerte Produkte werden dagegen mindestens 15 Sekunden lang einer Wärme von 85o ausgesetzt;
das genügt, um die Xanthinoxydase unschädlich zu machen. Milchpulver im Muttermilchersatz ist
homogenisiert und wird bis zu einem Wärmepunkt von höchstens 82 gr erwärmt und wird unmittelbar
danach abgekühlt. Xantinoxydase gehört also in homogenisierter Milch zu den Basisallergenen.

Das übersehene Frankreich.
In Frankreich kommen Gefäßkrankheiten viel seltener vor als in Schweden und Finnland, obwohl man
genausoviel gesättige Fette konsumiert. Aus der graphischen Darstellung geht hervor, daß Frankreich
nur ein Drittel soviel Todesfälle an Herzkrankheiten hat wie Schweden.11 In Frankreich kann die
Xanthinoxydase in der Milch keinen größeren Schaden anrichten, weil man dort im allgemeinen die
Milch abkocht. Dadurch wird das Enzym inaktiviert.
Die graphische Darstellung, die auf Daten der WHO und FAO zurückgeht, ist auch aus anderen
Gründen interessant. Sie zeigt, daß man bei der Darstellung statistischer Berechnungen die Arbeit der
Computer mit gesunder Vernunft verbinden müßte. Aus der Figur gehen unzweideutig einige
Abweichungen von der Durchschnittslinie hervor. Sie hätten zu einer intensiven Diskussion führen
müssen, denn in der früheren BDR konsumierte man genausoviel und in Dänemark mehr animalisches
Fett als in Schweden und Finnland; trotzdem ist die Anzahl Herztoter geringer. In beiden Ländern ist
man im Gegensatz zu Schweden nicht gewohnt, zum Essen Milch zu trinken. In den anderen Ländern
der Figur kenne ich die Verhältnisse nicht und kann mich also dazu nicht äußern.
In der Figur behandelt man nur die Altersgruppe zwischen 65 und 74 Jahren, aber aus dem
dazugehörigen Text geht hervor, daß man ähnliche Verhältnisse in den anderen Altersgruppen gefunden
hat.

Viele Grüße

Thomas




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