Wann bin ich gesund? -Meine Theorie


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Abgeschickt von Sibylle. am 14 Maerz, 2002 um 10:01:59

Hallo Herr Müller-Burzler,
im Moment beschäftigen mich folgende Fragen, die auch in anderen Foren immer wieder diskutiert werden: wie lange dauert eine Entgiftung, wann ist der Körper (Mensch) gesund?

Ich habe dazu folgende Überlegungen:
Meiner Meinung nach hört eine Entgiftung nie auf. Die "Hauptentgiftung" kann ein Jahr, vielleicht auch zwei Jahre, vielleicht auch länger dauern. Aber selbst dann, wenn der Körper von den meisten Schlacken und Giftstoffen befreit ist, hört er nicht auf zu entgiften. Dies könnte er wahrscheinlich nur, wenn wir uns in einem Glashaus bewegen würden, d.h. wenn wir gegen sämtliche schädlichen Umwelteinflüsse von Aussen abgeschirmt wären. Dann wäre aber noch die Frage, ob wir mit der Nahrung, selbst wenn sie super-bio wäre, nicht weiterhin Giftstoffe aufnehmen würden. Ergo: solange von Aussen was reinkommt (über den Magen, die Haut, die Lungen etc.), muss sich der Körper damit auseinander setzen.

Nun die zweite Überlegung:
Je gesünder und energiereicher ich mich mit der Zeit ernähren kann, desto besser geht es mir dann auch. Aber: sobald ich meine Ernährung zu rasch auf eine höhere Ebene umstelle, kann es passieren, dass ich Entgiftungserscheinungen (-krisen) habe. Nun gehe ich mal davon aus, dass wir krank sind, d.h. unser Fass ist am überlaufen. Sobald ich mit der Heilung (Entgiftung über die Ernährung, mit Hilfe von Vitaminen oder hom. Medikamenten) erste Erfolge habe, geht es mir besser, d.h. das Fass läuft nicht mehr über, ist aber immer noch randvoll. Wenn ich nun meine Ernährung nicht umstelle, dann bleibt mein Fass randvoll. Ich kann mich aber theoretisch sehr gut dabei fühlen, denn ich ernähre mich entsprechend meinem "Vergiftungsgrad". Ernähre ich mich aber immer besser, mache also im Entgiftungsprozess Fortschritte, dann wird mein Fass immer leerer. Trotzdem kann es sein, dass es mir sehr schlecht dabei geht. In der Theorie könnte ich also gesünder sein (Fass schon halb leer, also Schlacken schon fast alle aus dem Körper entfernt), mich aber krank fühlen, während jemand, der sich normal-mischkostmässig ernährt und dessen Fass noch fast randvoll ist, überhaupt keine Symptome mehr hat und der vermeintlich meint, dass er gesund wäre.

Die Frage deshalb: wann bin ich gesund? Wann weiss ich, dass ich nicht nur die Spitze des Eisberges abgetragen habe, sondern wirklich in die Tiefen vorgedrungen bin?

Sie haben mal geschrieben, dass Gesundheit für sie bedeutet, dass man -zumindest in der Theorie- alles wieder essen kann. d.h. ich könnte dann auch wieder Milch trinken und Fleisch essen (ob ich es will ist etwas anderes, aber ich könnte es, weil mein Körper die Verdauungskraft dazu hat). Jemand, der sich aber mit der normalen Mischkost ernährt und der deshalb keine Symptome (Entgiftungskrisen) hat, könnte sich nun aber denken, er wäre gesund (da er ja alles essen kann), obwohl er das vielleicht gar nicht ist.

Waren meine Überlegungen nun zu umständlich?
Wäre schön, wenn Ihr Anderen vielleicht auch mitdiskutieren würdet.


Liebe Grüsse
Sibylle.



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