Re: Histaminintoleranz bzw. Eisweissverdauungsschwäche


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 02 Mai, 2002 um 00:09:18:

Antwort auf: Histaminintoleranz bzw. Eisweissverdauungsschwäche von Ruth am 26 April, 2002 um 01:13:07:

Hallo Ruth,
Histamin wird bei Allergien von bestimmten Gewebezellen (Mastzellen) und weißen Blutkörperchen (basophile Granulozyten) vermehrt freigesetzt, was unter anderem zu einer Gefäßerweiterung führt. Dies ist „notwendig“, damit die Antikörper und bestimmte weiße Blutkörperchen so schnell wie möglich in „alle Winkel“ des Körper vordringen können, um die Allergene (= allergieauslösenden Substanzen) unschädlich zu machen. Wenn bei allergischen Reaktionen ein Antihistaminikum genommen wird, werden zwar die Symptome, die durch das Histamin ausgelöst werden, verringert oder unterbunden, eine möglichst schnelle Bekämpfung der Allergene wird dadurch jedoch verlangsamt.

Darüber hinaus gibt es natürlich auch immer mehr Menschen, die eine Histaminallergie bzw. Histaminintoleranz haben. Das heißt, sie reagieren auf körpereigenes oder von außen zugeführtes Histamin mit einer Überreaktion des Immunsystems und verschiedenen körperlichen und seelischen Reaktionen. Daher wurden bereits Listen mit histaminreichen Lebensmitteln veröffentlicht, um diesen Menschen zu „helfen“. Eine grundsätzliche und vor allem dauerhafte Hilfe stellt jedoch nicht die Vermeidung derjenigen Lebensmittel dar, die Histamin enthalten, sondern findet nur durch die Normalisierung und Gesundung des Stoffwechsels statt. Wenn Sie daher die Aufbau- und Entgiftungstherapie mit der Nahrung weiterhin so anwenden, wie ich sie in „Gesund und Allergiefrei“ beschrieben habe, werden nicht nur ihre Allergien, sondern auch die Histaminintoleranz verschwinden.
Bedenken Sie bitte, dass ein Leberstau all Ihre Symptome und Überempfindlichkeiten verstärkt, weshalb Sie die Aufbau- und Entgiftungstherapie in den ersten Monaten (bis Jahren) nur sehr vorsichtig anwenden sollten – maximal alle drei Tage mit nur 10 bis 20 Gramm rohen Nüssen, Ölsamen oder rohem, angekeimten und getrocknetem Getreide.
Eine gute Lebertherapie (siehe hierzu „Ausführliche Beschreibung der Leberausleitung“ – bitte in der Suchmaschine eingeben) ist also unumgänglich.
Darüber hinaus können vorübergehend auch hochdosierte Kalziumgaben (zirka 1000 mg pro Tag) und Vitamin C helfen, wie Gregor bereits beschrieben hat. Natürliches Vitamin C ist ungefähr viermal so wirksam wie synthetisches, weshalb Sie ohne weiteres auch mit ein bis drei Gramm natürlichem Vitamin C pro Tag dieselben Effekte erzielen können, wie mit 4 bis 12 Gramm synthetischem Vitamin C. Falls Sie Acerolapräparate nicht vertragen, versuchen Sie bitte die wesentlich besser verträglichen Camu-Camu-Produkte (siehe die Adressenliste zum Buch „Das Handbuch für Allergiker“).

Ich hoffe ich konnte Ihnen ein wenig helfen!
Viele Grüße H. Müller-Burzler



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