Allergie auf Wind, Nässe, Kälte???


[ Antworten ] [ Ihre Antwort ] [ Forum www.mueller-burzler.de ]

Abgeschickt von Sybille am 20 August, 2002 um 14:09:54

Hallo,

ich bin Anfang 30 Jahre alt und recht verzweifelt, da ich bereits seit Jahren unter extrem starken Beschwerden leide, für die es anscheinend keine entsprechende Therapie gibt. Jedenfalls sind führten bis jetzt alle Versuche in Nichts. Schon in der Kindheit hatte ich des öfteren Blasenprobleme, die sich in den letzten 7 Jahren aber so ausgeweitet (chronifiziert) haben, dass ich inzwischen kaum einen schmerzfreien Tag mehr habe. Diese brennenden und stechenden Schmerzen sind treten etwa 2 Tage nach einer Reizsituation (Wind, Kälte, Feuchtigkeit) auf und sind dann zum einen in der Leisten- und Beckengegend, strahlen aber auch massiv in die Beine (Oberschenkel/Füße) und in die Flanken aus. Dabei habe ich das Gefühl, als ob auch die Bänder/Sehnen an den Oberschenkelinnenseiten und die Fußunterseiten total wund und entzündet sind. Bewegung wird zur Qual. Die von meinem hilflosen Schmerztherapeuten verordneten Analgetika helfen nicht. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich meinen, ich leide zusätzlich zu der Blasengeschichte unter Rheuma (was aber durch div. Bluttests ausgeschlossen werden konnte) oder einer Form von Nervenentzündung (dafür spricht meiner Meinung nach das schmerzhafte Pochern an den Finger- und Fußspitzen).

Meine Kälteempfindlichkeit hat ebenfalls derart zugenommen, dass ich selbst bei warmem Wetter extrem „verpackt“ bin, was aber nicht viel nützt. Schon ein kleiner Luftzug oder kalte Füße (trotz dicker Socken) sind meistens der Auslöser für eine neuerliche Entzündung– nur zu gut kenne ich die Vorboten eines solchen Schubes. Eine schmerzhaft übersteigerte Durchblutung (ähnlich wie nach einem langen Schneeaufenthalt) und das Kribbeln im Körper bzw. in der Nase mit einem trockenen Niesen – und es folgen wieder einige äußerst qualvolle Tage mit Schmerzen im Becken- und Nierenbereich; aber wie angedeutet auch in den Extremitäten.

Urologisch habe ich die ganze Palette der Diagnostik durchgemacht; sogar eine Interstitielle Zystitis konnte laut Biopsie ausgeschlossen werden. Zwangsläufig zermartere ich mir jeden Tag den Kopf, wie ich aus diesem Teufelskreis wieder herauskommen kann, ohne den einfachsten Weg (nicht mehr sein zu wollen) zu nehmen. Doch bisher leider ohne Erfolg. Ausgeschlossen wurde außerdem eine Borelliose. Blutwerte waren bisher wenig aufschlussreich. Lediglich der Allergiefaktor konnte nachgewiesen werden. Tatsächlich leide ich unter einer Nickel- und Hausstauballergie; und einer multiplen Nahrungsmittelunverträglichkeit, die vor 9 Jahren zwar als Morbus Chron diagnostiziert wurde. Aber daran geglaubt habe ich eigentlich nie so recht. Denn mit Meiden der unbekömmlichen Lebensmittel (insbesondere Weizen, Mais und div. Zusatzstoffe) habe ich keine Entzündungen mehr im Magen- und Darmtrakt. Und konnte das mir damals verordnete Decortin H nach 18 Monaten wieder absetzen.

Auffällig aber war, dass ich gerade in diesen anderthalb Jahren kaum kälteempfindlich war, kein Problem mit Witterungseinflüssen hatte und sogar ins Meer gehen konnte, ohne irgendwelche negativen Folgen. Blasen- und Nierenprobleme waren für mich damals ein Fremdwort. Doch bewusst geworden ist mir das erste im Laufe der Jahre.

Mein heutiges Sein kann man eigentlich schon nicht mehr als Leben bezeichnen, denn selbst das Meiden von Reizsituationen (siehe oben) bedeutet immer noch tägliche Schmerzen im mittleren Bereich. Wie erwähnt, sind anscheinend besonders meine Füße empfindlich; und so reicht inzwischen schon alleine der Kontakt mit Wasser (Köpertemperatur) oder verkühlte Füße (habe mindestens immer 2 paar Socken an), um einen neuerlichen Schub auszulösen. Sex ist aufgrund der permanenten Schmerzen kein Thema mehr (Trennung nach langjähriger Partnerschaft war die Folge); und falls ja, dann ist es ein vergleichbarer Reiz wie Wasser oder Kälte (keine bakterielle Infektion!). Ich glaube, es wird deutlich, dass ich mich wirklich in einem tiefen Loch befinde, denn ich habe das Gefühl auf elementare physikalische Reize allergisch zu reagieren! Auf Sex mag man ja verzichten können, aber bei Wasser wird es eigentlich unmöglich. Leider habe ich bei meinen Internet-Recherchen keine Aussagen gefunden, die meine Theorie belegen. Ein zaghaftes Vortragen meiner Gedanken bei meine Ärzte hat ebenfalls keinen Erfolg.

Da ich wirklich so gut wie keine Kraft mehr habe (zudem seit einiger Zeit auch noch arbeitsunfähig bin), überlege ich, als letzte Möglichkeit doch wieder orale Steoride zu nehmen. Obwohl ich um die Risiken einer Dauermedikation weiß...

Bitte schreiben Sie mir Ihre Einschätzung zu meinen Beschwerden und wie z.B. eine Medikation mit Cortison aussehen könnte.

Vielen Dank *Sybille



Antworten:



Ihre Antwort

Name:
E-Mail:

Subject:

Text:

Optionale URL:
Link Titel:
Optionale Bild-URL:


[ Antworten ] [ Ihre Antwort ] [ Forum www.mueller-burzler.de ]