Re: Kleinkind und Allergien


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 24 Februar, 2001 um 13:14:36:

Antwort auf: Kleinkind und Allergien von Sandra F. am 23 Februar, 2001 um 22:08:04:

Liebe Sandra F.,
Blähungen bei Babys und Kindern, bei denen in der Ernährung keine Kombinationsfehler gemacht werden (siehe Kapitel 11 in "Gesund und Allergiefrei" und die Seiten 50 bis 63 im "Handbuch für Allergiker"), sind wie bei Erwachsenen in der Regel auf eine geschwächte Verdauungskraft, zumeist der Bauchspeicheldrüse zurückzuführen. Allerdings können Kleinkinder natürlich auch unter einem Magensäuremangel leiden, wenn zu wenig Salz in der Nahrung ist. Denn die Chloridionen des Salzes (= Natriumchlorid) benötigt der Körper für die Magensäurebildung (= Salzsäure, HCl). Das betrifft ganz besonders Mütter, die noch stillen und kaum Salz essen. Der Tagesbedarf von Salz bei Erwachsenen für eine optimale Magensäurebildung beträgt je nach Körpergewicht und körperlicher Tätigkeit drei bis fünf Gramm. Die Folgen eines Salzmangels sind unter anderem eine verringerte Magensäurebildung, wodurch natürlich die Verdauungskraft für Eiweiße (Proteine) nachlässt, und ein zu geringer Natriumchloridgehalt der Muttermilch!
Da sich ab dem sechsten Lebensmonat der Labmgen von Babys umwandelt und Magensäure zu bilden beginnt, sind Babys und Kleinkinder ebenso wie Erwachsene auf eine ausreichende Menge Salz in der Nahrung angewiesen. Bilden sie ab dieser Zeit zu wenig Magensäure, fault das nicht verdaute Nahrungseiweiß im Darm, wozu natürlich auch das Muttermilcheiweiß gehört, und Verdauungsbeschwerden mit Blähungen, Darmflorastörungen und Darmpilzen entstehen. Letztere können dann bei einer entsprechenden Veranlagung auf der Haut auch Ekzeme verursachen.
Dennoch haben die meisten betroffenen Babys und Kleinkinder mit solchen Störungen zumeist auch eine Bauchspeicheldrüsenschwäche, Allergien und wenn sie über die Haut reagieren, ebenfalls ein atopisches Ekzem, was man auch Neurodermitis nennt. Viele Ekzeme sind daher Mischekzeme und werden einerseits durch Allergien (Neurodermitis), Pilze aus dem Darm (Candida etc.) und in schlimmeren Fällen zusätzlich durch Bakterien (Strepto-, Staphylokokken etc.) verursacht.
Die Candidapilze können allerdings auch über die Muttermilch auf das Baby übertragen werden, jedoch nur dann, wenn die Mutter relativ stark davon befallen ist. Sie gehen über das Blut in die Milch und infizieren dann den Darm des Babys. Die Darmflora des Babys - vorausgesetzt es hat eine gesunde Verdauungskraft - würde sich von diesem Pilzbefall jedoch ohne zusätzliche Therapie innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder erholen, wenn die Mutter ihren Pilzbefall in den Griff bekommen hat.

Ein saurer Mundspeichel ist ein eindeutiges Zeichen für einen bereits stark übersäuerten Stoffwechsel. Gesunde Babys haben normalerweise einen pH-Wert des Speichels von 7 bis 8. Diese Übersäuerung ist fast immer die Folge einer mehr oder weniger starken Verdauungsschwäche und den daraus resultierenden Fäulnis- und Gärungsprozessen im Darm.
Das Tote Meersalz in der D33 (TMS D33) ist ein reines Leberausleitungsmittel, das heißt es unterstützt ausschließlich die Leber in der Ausscheidung von Giften und Stoffwechselendprodukten. Es kann den Körper jedoch keinesfalls entgiften! Eine Heilung von Allergien oder Verdauungsbeschwerden können mit dem TMS D33 alleine daher nicht bewirkt werden.

Eine Heilung von umwelt- und verdauungskraftbedingten Erkrankungen kann bei Babys, Kindern und Erwachsenen nur durch eine ausreichende Salzzufuhr, die Entgiftung des Körpers sowie die Regeneration einer möglicherweise geschwächten Verdauungskraft geheilt werden. Sicherlich gibt es ab und zu noch Fälle, bei denen Babys durch ihr Wachstum aus ihren Symptomen herauswachsen. Jedoch findet man diese heutzutage immer seltener, da die Störungen des Körpers infolge der Umweltbelastungen in der heutigen Zeit einfach zu stark geworden sind.

Bei Babys und Kleinkindern eignet sich die Aufbau- und Entgiftungstherapie mit der Nahrung in der Regel nicht, da diese nicht gut genug gekaut werden kann. Natürlich findet bereits eine leichte Entgiftung des Körpers statt, wenn man rohe Nüsse bzw. Ölsamen mit rohen Früchten in einer Mahlzeit kombiniert. Jedoch ist diese um ein Vielfaches schwächer als bei der Anwendung der 3. Trennkoststufe, bei der eine Nuss- oder Ölsamensorte mit einer Fruchtsorte gründlich gekaut wird (siehe die Kapitel 6 und 18 in "Gesund und Allergiefrei"). Außerdem entgiften die yinüberschüssigen Früchte, Nüsse und Ölsamen den Körper (bei der Anwendung dieser ersten Ebene der 3. Trennkoststufe!) nur von einem Teil der abgelagerten Substanzen, nämlich von den Giften und Schlacken, die eher eine Yangprägung haben (siehe Kapitel 13 in "Gesund und Allergiefrei"). Um den Körper daher von allen Giften und Schlacken zu bereien, müsste man auch bei Babys das angekeimte Getreide einstzten. Das jedoch ist keinesfalls empfehlenswert, da es sich im Gegensatz zu den Früchten, Nüssen und Ölsamen weder mit Muttermilch noch mit den meisten anderen Lebensmitteln im Magen-Darm-Trakt verträgt (siehe Kapitel 22 in "Gesund und Allergiefrei").
Sinnvoller ist es daher, Babys und kleine Kinder mit den Methoden zu entgiften, die ich im "Handbuch für Allergiker" vorgestellt habe. Dazu gehören die Carbonylgruppen comp.-Ampullen (SSR), Essiac oder Flor-Essence. In Verbindung mit diesen Entgiftungsmethoden ist es dann natürlich sinnvoll, das TMS D33 zur Ausleitung der gelösten Gifte und Schlacken einzusetzen.
Da sich bei Babys und Kleinkindern durch die ausschließliche Entgiftung des Körpers eine geschwächte Verdauungskraft eher regenerieren kann als bei Erwachsenen, können sich neben den Blähungen und Darmflorastörungen mit der Zeit dann natürlich auch die Allergien und Hautekzeme verlieren.
Die einfachste Heilmethode ist dennoch - gerade für Babys und Kleinkinder - die homöopathische Aufbau- und Entgifungstherapie, die wir in unserer Praxis anwenden. Dies geschieht mit nur einem einzigen Konstitutionsmittel in einer tiefen Potenz, das die Kinder je nach der Region, in der sie leben, alle 7 bis 14 Tage einnehmen.

Mehr zu den Themen "Kinderernährung" und "saurer Mundspeichel" können Sie in meinen Anworten unter "optimale Kindernahrung" in diesem Forum nachlesen.

Viel Erfolg H. Müller-Burzler


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