Re: Richtiges Fasten und Fastenbrechen


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 02 Maerz, 2004 um 22:59:51:

Antwort auf: Fasten brechen? von Patricia am 02 Maerz, 2004 um 15:45:57:

Hallo Patricia,

über das Thema "richtiges Fasten" sind ganze Bücher geschrieben worden, auch wenn es an sich eine der einfachsten Handlungen des Lebens ist. Habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie nur drei Tage fasten möchten? Wenn das richtig ist, dann brauchen Sie sich eigentlich keine besonderen Gedanken um irgendwelche negativen Folgen von möglichen Fehlern machen. Denn beim dreitägigen Fasten kann man eigentlich nicht allzu viel falsch machen - vorausgesezt man trinkt genügend Tee oder Wasser während dieser Zeit. Erst wenn Sie länger als eine Woche fasten, können mehr oder weniger gravierende Fehler gemacht werden, vor allem dann, wenn man den Körper zum Beispiel nach einer zwei- bis sechswöchigen Fastenkur nicht richtig aufbaut. Das Schwierigste beim Fasten ist also weniger das Fasten selbst, sondern das Fastenbrechen. Die Verdauungskraft ist nach einer solch langen Nahrungskarenz nämlich annähernd am Nullpunkt angekommen und sollte gezielt wieder reaktiviert werden. Die größte Gefahr dabei ist, dass eine derart schwache Verdauungkraft anfangs durch zu viel Nahrung überreizt wird und dadurch erst recht nicht mehr richtig in die Gänge kommt. So erzählten mir bereits einige Personen, dass sie vor einer längeren Fastenkur schon eine geschwächte Verdauungskraft gehabt hatten und danach durch eine derartige Überlastung der Verdauungsorgane noch weniger verdauen konnten und dann überhaupt nicht mehr "auf die Beine" kamen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, zu Beginn einer Fastenkur eine Darmreinigung mir Hilfe von Bittersalz bzw. Glaubersalz zu machen. Ausführlich wird diese Methode in entsprechenden Fastenbüchern beschrieben. Auch die Einläufe werden darin in der Regel gut beschrieben. Ich selbst hatte während meiner Fastenkuren ein- bis zweimal täglich einen Irrigator-Einlauf mit jeweils einem Liter warmem Wasser oder Kamillentee gemacht. Zweimal hatte ich ihn nur dann gemacht, wenn ich mit stärkeren Rückvergiftungen bzw. Entgiftungskrisen zu kämpfen hatte.
Für die gesunden Darmflorabakterien sind solche Einläufe natürlich "Gift". Jedoch sollte man das für diese Zeit nicht allzu streng betrachten, weil dadurch ja auch mögliche Ablagerungen und Pilznester in den Darmnischen gelöst werden, was dem gesamten Darmmileu dann nur zugute kommt. Auch wenn man während einer mehrwöchigen Fastenkur täglich einen Einlauf macht, baut sich die Darmflora bei gesunder Ernährungsweise und gut verdauter Nahrung dann von ganz allein wieder auf.

Überbewerten Sie die Meersalzbäder bitte nicht! Oder haben Sie durch ein längeres Bad im Atlantik oder in der Nord- oder Ostsee schon einmal deutlich entgiftet? Ein wenig mehr regt da schon ein Bad mit aufgelöstem Toten-Meer-Salz an. Wer zum Beispiel einen längeren Urlaub am Toten Meer macht, kann durch tägliches Baden im Toten Meer nach einiger Zeit zumindest eine Abschwächung von allergischen Reaktionen beobachten. Dieser Heileffekt hält aber nach dem Urlaub meistens nicht allzu lange an, so dass die meisten Allergiker (Neurodermitiker, Psoriatiker etc.) bereits nach wenigen Wochen bis Monaten wieder dieselben Beschwerden wie vor der Kur haben.

Bezüglich des Fastens empfehle ich Ihnen noch, ein entsprechendes Buch zu lesen, zum Beispiel vom bekannten Fastenarzt Dr. Buchinger.

Viele Grüße und viel Erfolg
H. Müller-Burzler


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