Re: 10 Tage das gleiche Korn


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 02 Juni, 2001 um 22:11:21:

Antwort auf: 10Tage das gleiche Korn von Ulrich Diefenbach am 28 Mai, 2001 um 09:22:37:

Lieber Herr Diefenbach,

diese 10-tägige Getreidekur stammt ursprünglich von Ohsawas so genannter „Diät Nr. 7“ ab. Der Japaner Ohsawa war der Begründer der Makrobiotik und versuchte durch die starke Yangisierung des Körpers mit gekochtem Vollkorngetreide und Meersalz viele Menschen von ihren Beschwerden zu heilen. Ausführlich bin ich auf dieses Thema im Kapitel 13 in „Gesund und Allergiefrei“ eingegangen, weshalb ich mich bezüglich der energetischen und philosophischen Hintergründe hier nicht wiederholen werde.

Tatsache ist, dass eine solche Kur eine starke Yangisierung des Körpers bewirkt, wodurch vor allem viele Yingifte und -schlacken gelöst werden – und das betrifft in unserem heutigen Chemiezeitalter den Großteil aller abgelagerten Substanzen in unserem Körper. Wie ich auf dem letzten Ernährungsseminar angedeutet habe, hat unsere heutige Gesellschaft und Kultur eine ausgesprochen starke Yin-Prägung: Extrovertiertheit, Unruhe, Hektik, Stress, Strahlungsbelastungen (Mobilfunk, Radioaktivität, Fernsehen und Bildschirmstrahlen von Computern etc.), yinbetontes Essen (raffinierter Zucker, Alkohol, Weißmehlprodukte, Kaffee etc.), synthetische Vitamine und Drogen, chemisch-pharmazeutische Medikamente, viele yinbetonte Umweltgifte u.s.w. Zu Recht hatte Ohsawa erkannt, dass die dadurch entstehenden Störungen und Krankheiten (der Großteil aller heutigen Zivilisationskrankheiten!) durch einen Ausgleich der Yin-Yang-Energien bzw. die Zufuhr von qualitativ hochwertigen Yangenergien und eine Reduktion bzw. Vermeidung der krankmachenden Faktoren zu heilen sind. Was die Ernährung anbetrifft, gibt es dafür tatsächliche kein besseres Lebensmittel als das Getreide. Der Haken an der Sache ist nur, dass gekochtes Vollkorngetreide nicht im Yin-Yang-Gleichgewicht sondern stark yangüberschüssig ist und die meisten Menschen heutzutage bereits eine so starke Yinkonstitution haben, dass man innerhalb von 10 Tagen nur noch sehr selten eine Symptomenfreiheit mit dieser 10-tägigen Kur erreichen kann. Außerdem führt die Kur wegen der allgemein starken Vergiftung und Verschlackung der meisten Menschen in den ersten Tagen zu derart intensiven Entgiftungsreaktionen, dass sie nur noch ganz selten 10 Tage lang durchgehalten werden kann. Bereits in den ersten Tagen bekommen viele derart intensive Leberstausymptome, wie zum Beispiel Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Inappetenz, Gereiztheit, Gelenkbeschwerden etc., dass sie eher Fasten können, als weiterhin mir den Yangenergien die vielen Yingifte und -schlacken zu mobilisieren. Das ist auch der Grund, warum Sie diese Kur nicht 10 Tage durchgehalten hatten. Mit dem TMS D33 zur Ausleitung der Gifte und Stoffwechselendprodukte hätten Sie es vermutlich deutlich länger geschafft.

Wie ich im Kapitel 13 jedoch bereits ausgeführt habe, entgiftet uns diese yangüberschüssige „Diät Nr. 7“ überwiegend von den Yingiften und -schlacken. Deutlich schlechter werden durch sie die ebenfalls immer mehr vorkommenden Yanggifte wie Schwermetalle (Blei, Quecksilber, Kadmium etc.) und Verbrennunsprodukte fossiler Energieträger (Erdöl, Benzin, Diesel, Kohle etc.) mobilisiert. Dafür benötigen wir vor allem rohes Obst sowie rohe Nüsse und Ölsamen.
Wie Sie in „Gesund und Allergiefrei“ ebenfalls nachlesen können, ist die ausschließliche Ernährung mit gekochtem Vollkorngetreide und Meer- oder Steinsalz als Kur zwar möglich, sie eignet sich jedoch keinesfalls als Dauernahrung, da die Nährstoffzufuhr nicht ausgewogen ist. Wesentlich besser ist diesbezüglich das rohe, angekeimte Getreide, das den Körper zudem noch stärker entgiftet als das gekochte Vollkorngetreide. Ein weiterer Vorteil des rohen, angekeimten Getreides ist, dass es bezüglich der Yin-Yang-Energien ausgewogener und auch weniger säurebildend (siehe Seite 116 in "Gesund und Allergiefrei") ist. Ein relativer Nachteil ist hingegen, dass sich rohes, angekeimtes Getreide außer mit Olivenöl mit nichts anderem optimal im Magen-Darm-Trakt verträgt, weshalb man es entweder für sich allein oder nur mit (sortenreinem) Olivenöl zusammen essen sollte.

Sie haben völlig richtig bemerkt, dass nach wenigen Tagen der Dickdarminhalt bei einer solchen Ernährungsweise homogen wird, wodurch eine besondere Stimulation der Zirbeldrüse (Epiphyse) und damit des gesamten Hormonsystems sowie aller Stoffwechselvorgänge entsteht und die Entgiftung deutlich zunimmt. Besonders stark engiftet man also vor allem dann, wenn man für mehr als zwei Tage nur eine Sorte gekochtes Getreide mit Salz isst und diese Nahrung auch gründlich gekaut wird. Wasser kann in beliebiger Menge getrunken werden. Wie Sie auf dem Seminar erfahren haben, können Sie aber auch noch sortenreines Olivenöl und eine Fruchtgemüsesorte (Tomaten, Gurken, Paprikafrüchte etc.) dazu kombinieren, wodurch die Nahrung nicht nur energetisch wertvoller wird, sondern der Nährstoffreichtum dieser Nahrung auch zunimmt. Noch stärker ist diese Aktivierung des Körpers natürlich bei einer Ernährung mit rohen Lebensmitteln im Sinne der dritten Trennkoststufe.

Viele Grüße H. Müller-Burzler


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