Re: Probleme mit mukosaassoziiertem Immunsuytem


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Abgeschickt von Hans am 11 Juli, 2001 um 01:13:04

Antwort auf: Probleme mit mukosaassoziiertem Immunsuytem von Ulrich am 11 Mai, 2001 um 16:23:52:

hallo Ulrich,

machen Sie mal eine langfristige konsequente Mikrobiologische Therapie. Dazu gehören nicht nur die Colibakterien, sondern auch die Enterokokken (derzeit einziges Mittel auf dem Markt, das mir bekannt ist, ist Symbioflor 1) und auch die ganzen Lactobazillen wie Acidophilus und Bifidus usw. Zucker meiden Sie ja schon , das ist auch wichtig. Daneben empfiehlt sich noch eine Antigenbehandlung mit Symbioflor-Antigen bzw. hersgestellten Autoantigen. Die Colibakterien in Form von Mutaflor oder auch Symbioflor 2 sind zunächst oft nicht angebracht, weil sie das Mucosaimmunsystem auch belasten. Sie werden auch nicht immer gut vertragen. Deswegen leitet man dise Therapie mit Symbioflor 1 bzw. noch besser Pro-symbioflor 1 ein, dann erst Symb.1 und dann erst später Mutaflor oder Symbioflor 2. Übrigens sind Bakterien Nahrungsbestandteile und können durchaus flüssig gegeben werden. Dadurch sind auch geringere Dosen möglich. Die Forschung der Gnotobiologie zeigt ja den Weg schon lange.
Siehe auch www.symbiopharm.de und www.mikrooek.de.
Die Meinung, dass Colibakterien nur in den Dickdarm gegeben werden sollen ist falsch wie ich oben schon sagte. sonst dürfte man ja auch nur Einläufe damit machen, dann erst wären sie am richtigen Platze. Die Muatflor-Kapseln öffnen sich ja schon früher bei oraler Einnahme und sie wirken auch früher, wie ich selber bei mir merke.
Im Übrigen findet man Colibakterien und Coliforme auch im Jejunum und Ileum, das sind Teile des Dünndarms und nicht nur im Dickdarm allein.
Bei gestörter Flora ind meistens die Lactobacillen reduziert. Deswegen wie gesagt sind sie auch sinnvoll (Symbiolact comp, Omniflora und andere ähnliche).
Die Antigeninjektionen dienen im übrigen auch der Stabilisierung der Floren.
Ernährung allein wird kaum eine Darmflora sanieren. Oft gängige Heilpraktiker- und auch Arztmeinung ist die, dass die Darmflora in einigen wenigen Wochen saniert sei. Das ist bei Säuglingen eher möglich, aber auch da braucht es mehr Zeit, beim Erwachsenen, der meist mehr geschädigt ist, geht es sehr lange und im übrigen siedeln sich die verabreichten Bakterienstämme (jedenfalls die Kokken und Colis) gar nicht im Darm usw an. sondern nur ähnliche Stämme. Sie wirken also indirekt über die Beieinflussung des MIS(Mucosaimmunsystem) und über die Immunmodulation und damit der Produktion von genügend sekretorischen Immunglobulin oder aber der Reduktion dieses sIGA bei Allergien, wo das ja erhöht ist. In erster Linie stimulieren die Enterokokken und die Colis am meisten. Deswegen ist es nötig monatelang zu behandeln . Im übrigen kann man die Bakterien zeitlebesn nehmen, denn eine natürliche Nahrung beiinhaltet diese: trotz biologischem Anbau ist diese Nahrung nicht mehr so ohne weiteres greifbar. Interessant dabei ist, das die Colibakterien auch einen sehr positiven Einfluss auf das Pflanzenwachstum haben, wenn man den Boden damit "düngt". Man kann das selber ja probieren. Da kommt der Kreislauf der >Bakterien da zum Tragen.
Gruss Hans


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