Re: Rohkost und Periode


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 26 Februar, 2001 um 23:52:48:

Antwort auf: Rohkost und Periode von Marion am 26 Februar, 2001 um 19:19:43:

Hallo Marion,
es ist völlig richtig, was Sie geschrieben haben. Je mehr der Körper entsäuert und entgiftet ist, desto schwächer sind die Menstruationsblutungen und um so weniger prämenstruelle und menstruelle Symptome treten dabei auf.
Frauen haben gegenüber Männern den "Vorteil", dass sie über drei "Entgiftungskanäle" verfügen, die Männer nicht haben: Die Menstruationsblutung, die Schwangerschaft und das Stillen. Wie ich in meinen Büchern und im Artikel "Alle Allergien sind heilbar" (auf unserer Homepage) ausführlich erklärt habe, ist dieser Umstand der entscheidende Grund, warum viele (wenn nicht sogar die meisten) Babys in der heutigen Zeit bereits mit einem geschwächten Immunsystem und einer verringerten Verdauungskraft auf die Welt kommen.
Die Schlussfolgerung, dass die meisten Frauen wegen dieser Entgiftungsmöglichkeiten nicht nur durchschnittlich länger leben als Männer, sondern auch bis zur Menopause langsamer altern, ist durchaus nachvollziehbar und richtig. Während und nach dem Klimakterium verlieren sich jedoch diese relativen "Vorteile", weshalb stärker verschlackte Frauen dann auch schneller altern können als Frauen, die aufgrund ihrer Lebens- und Ernährungsweise einen weniger belasteten Körper haben.

Wer sich daher gesund ernährt und den Körper wenigstens teilweise entgiftet hat, bekommt in der Regel deutlich geringere Menstruationsblutungen und hat auch keine oder kaum Symptome dabei.
Ist das Blut während einer stärkeren Entgiftungssituation hingegen mit Stoffwechselendprodukten und Giften belastet, versucht der Körper der Frau diese auch über die Regelblutung los zu werden. Dies kann nicht nur zu einer stärkeren und länger anhaltenden Blutung führen, sondern auch zu einer deutlich schmerzhafteren. In besonders starken Entgiftungskrisen können deshalb sogar Zwischenblutungen auftreten, die daher keinesfalls etwas mit hormonellen Störungen zu tun haben.

Dass die Menstruationsblutung bei "normalen" Rohköstlerinnen oft ausbleibt, hat hingegen in den meisten Fällen ganz andere Gründe: An erster Stelle stehen dabei nämlich starke hormonelle Störungen, die durch ausgeprägte Mangelzustände, insbesondere Mineralstoffmängel, des Körpers verursacht werden. Diese Hormonstörungen sind oft so stark, dass die durch eine Verdauungsschwäche (Magensäuremangel wegen eines Salzmangels, Enzymmängel der Bauchspeicheldrüse wegen fehlender Aufbauenergien - siehe Kapitel 6 und Seite 72 in "Gesund und Allergiefrei") verursachte Übersäuerung des Körpers diesbezüglich keinen Einfluss mehr hat. Mit anderen Worten: Wenn aufgrund von hormonellen Störungen keine Regelblutung mehr stattfinden kann, kann diese auch nicht verstärkt auftreten.

Dennoch haben natürlich viele Rohköstlerinnen ihre Regelblutung noch und können daher auch schwanger werden. Nicht selten ist sie jedoch unregelmäßig oder es treten Zwischenblutungen auf. Auch in diesen Fällen sind hormonelle Störungen aufgrund einer einseitigen Ernährungsweise die Hauptursache.

Erfahrungen mit den höheren Ebenen der 3. Trennkoststufe bei Frauen gibt es leider noch keine, weil sie bisher nur von wenigen Männern praktiziert wurden und die erste Frau jetzt erst damit beginnt. Da das gesamte Hormonsystem bei Männern bei dieser Ernährungsweise jedoch optimal funktioniert und auch die Samenbildung keineswegs zum Stillstand kommt, werden sich diese Erfahrungswerte durchaus auf Frauen übertragen lassen.

Viele Grüße H. Müller-Burzler


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