Re: Grüner Stuhl beim Entgiften normal?


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 20 Juli, 2001 um 00:11:17:

Antwort auf: Grüner Stuhl beim Entgiften normal? von Nena am 18 Juli, 2001 um 11:12:06:

Hallo Nena, Jeanin und Michael,
alle Symptome, die Sie beschreiben, sind typisch für den Leberstau bzw. die sekundäre und somit länger anhaltende Bindegewebsentgiftung, die immer dann einsetzt, wenn sich die Blutqualität infolge der besser werdenden Verdauungskraft verbessert.
Ein heller, weicher bis schmieriger Stuhl hängt meistens mit einer Gallenflussstörung zusammen, da infolge des Leberstaus auch die Gallensaftbildung vorübergehend nachlassen kann. Wird weniger Galle in der Leber gebildet und nachts in der Gallenblase gesammelt und eingedickt, kommt es nicht nur zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Fettverdauung (schmieriger und glänzender Stuhl), sondern der Stuhl wird auch heller (acholisch), da weniger Gallensäuren ausgeschieden werden, die unter anderem für die dunkle Verfärbung des Stuhles verantwortlich sind. Außerdem bewirkt ein verminderter Gallenfluss einen ungünstigeren pH-Wert des Darminhaltes, wodurch das eiweißspaltende Enzym Trypsin der Bauchspeicheldrüse weniger gut wirksam ist. Die Folge ist eine schlechtere Eiweißaufspaltung mit weiteren Verdauungsstörungen wie Blähungen, Darmflorastörungen und Veränderungen der Stuhlkonsistenz.
Hautausschläge gehören, wie ich in „Gesund und Allergiefrei“ ausführlich beschrieben habe, zu den häufigsten Symptomen eines Leberstaus. Die Haut gehört nun einmal zu den sekundären Entgiftungsorganen und wenn die Leber, die Nieren und der Darm überlastet sind, werden rückgestaute Gifte und Stoffwechselendprodukte auch über die Haut ausgeschieden.
Laute Geräusche im Darm können ebenfalls infolge eines Leberstaus entstehen, wenn die normale Gasresorption im Darm vermindert ist. Bedenken Sie bitte, dass auch bei gesunden Menschen täglich einige Liter Gase während der Verdauungsprozesse entstehen, die normalerweise im Darm resorbiert und von der Leber entgiftet werden. Liegt ein Leberstau vor, werden diese Gase deutlich schlechter resorbiert und es kann zu Darmgeräuschen und Blähungen kommen, die nicht unbedingt schmerzhaft sein müssen.

Wie ich schon ein paar Mal in diesem Forum erwähnt habe, wird die Aufbau- und Entgiftungstherapie mit der Nahrung (= Heilnahrung) von den meisten Lesern völlig unterschätzt. Sie können sich einfach nicht vorstellen, wie effektiv diese Methode ist und wenden die 3. Trennkoststufe dann zu intensiv und zu häufig an. Treten dann nach nur wenigen Tagen bis Wochen die ersten Entgiftungsreaktionen auf, sind viele Anwender total verwundert und überrascht.
Ich wiederhole daher noch einmal an dieser Stelle. Wenden Sie die 3. Trennkoststufe anfangs nur alle zwei bis drei Tage an. Liegt bei Ihnen bereits ein länger anhaltender Leberstau vor, pausieren Sie so lange mit der Heilnahrung, bis Sie kein Totes Meersalz D33 (TMS D33) mehr benötigen, um sich wohl zu fühlen und der Leberstau und dessen Symptome völlig abgeklungen ist. Wie Sie sich während eines Leberstaus verhalten, können Sie in den Kapiteln 19 bis 21 in „Gesund und Allergiefrei“ sowie unter Re: Entgiftung durch Heilnahrung nachlesen. Bei besonders starken Entgiftungssituationen sollten Erwachsene zusätzlich zum TMS D33 und den empfohlenen B-Vitaminen noch 25 bis 30 mg Zink (z.B. Zinkorot 25 von der Firma Wörwag, rezeptfrei in der Apotheke) einnehmen, da diese Nährstoffe neben Vitamin C und Coenzym Q10 besonders stark beim Entgiften in der Leber verbraucht werden. Aber so weit sollte es ja, wie ich in „Gesund und Allergiefrei“ beschrieben habe, erst gar nicht kommen!

Ich hoffe, ich habe all Ihre Fragen ausreichend beantwortet!
Viele Grüße H. Müller-Burzler



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