Re: OPC


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 28 Juli, 2001 um 20:07:37:

Antwort auf: OPC von Alexandra Diefenbach am 22 Juli, 2001 um 16:35:40:

Liebe Frau Diefenbach,
OPCs (Oligomere Procyanidine) gehören neben den Vitaminen C und E sicherlich zu den bedeutendsten Substanzen bzw. Nährstoffen, die in den letzten Jahrzehnten entdeckt wurden. Sie werden derzeit vor allem aus Traubenkernen gewonnen. Daher sind sie auch reichhaltig im Rotwein enthalten, der ja gemeinsam mit dem Trester vergoren wird, was beim Weißwein nicht der Fall ist.
Möchte man ein OPC-Produkt einnehmen, sollte man solche Präparate bevorzugen, die nach dem Extraktionsverfahren des französischen Chemikers Dr. Masquelier hergestellt sind. Die Firma Supplementa (siehe Adressenliste) bietet unter anderem ein solches Produkt an. Es heißt „EndoClair“ und enthält 50 mg hochwirksames OPC pro Kapsel, was einer Tages- bzw. Erhaltungsdosis entspricht, da die OPCs bis zu drei Tagen im Körper bleiben und entsprechend lange wirken.
Das Besondere an den OPCs sind vor allem ihre starken antioxidativen Eigenschaften und dass sie die Wirkung von Vitamin C und E hervorragend im Stoffwechsel ergänzen, wodurch die Effektivität dieser Vitalstoffe im Organismus um ein Vielfaches ansteigen soll. Das kann natürlich viele positive Auswirkungen haben, weshalb man auch von einer Art lebensverlängernder Substanz spricht.
Allerdings sollten Sie sich vom OPC weder eine optimale Gesundheit noch die ewige Jugend versprechen! Denn um wirklich gesund zu werden und zu bleiben, müssen ganz andere Voraussetzungen erfüllt sein, wie Sie ja wissen (siehe „Gesund und Allergiefrei“). Als Nahrungsergänzung kann ich es dennoch empfehlen – es hat aber auch seinen Preis! In unserer Praxis empfehle ich es hin und wieder zur allgemeinen Vitalisierung und als therapeutische Ergänzung bei Arterien- und Venenleiden (Arteriosklerose, Krampfadern etc.) sowie bei Bindegewebsproblemen.

Natürlich habe ich es auch ausprobiert. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass es die Transformationsprozesse bei der Anwendung der höheren Ebenen der 3. Trennkoststufe blockiert! Die Aufbau- und Entgiftungstherapie mit der (1. Ebene der) 3. Trennkoststufe (= Heilnahrung) wird hingegen durch die OPCs nicht beeinträchtigt! Es handelt sich bei ihnen somit zwar um natürliche Substanzen, die jedoch bitter schmecken. Und wer beißt schon gerne freiwillig auf Trauben- oder andere Obstkerne? Zumindest stellen die bitter schmeckenden OPCs eine Blockade für die Neubildungs- und Transformationsprozesse von Vitaminen und Mineralstoffen im Organismus dar (siehe auch die Antworten zu Alterungsprozess). Wer sich somit ausschließlich von Lebensmittelkombinationen im Sinne der höheren Ebenen der 3. Trennkoststufe ernährt, sollte auf keinen Fall ein OPC-Präparat einnehmen. Man braucht es auch nicht mehr, da entweder dieselben oder ähnlich wirkende Substanzen dann in der Leber in ausreichender Menge synthetisiert werden. Mehr zu diesem Thema werde ich in ein paar Jahren im Folgebuch von „Gesund und Allergiefrei“ beschreiben. Für all jene, die sich jedoch noch nicht so ernähren, kann ich das OPC dennoch empfehlen. Die Wahrheit ist, wie so oft, auch hier wieder einmal relativ!
Ein empfehlenswertes Buch zu diesem Thema, in dem die Wirkungen der OPCs allerdings ein wenig übertrieben dargestellt werden, ist „Gesund länger leben durch OPC“.

Noch ein abschließender Hinweis: Da OPC die Wirkung der Vitamine C und E im Körper verstärkt, kann es natürlich auch die Vitamin-Entgiftung verstärken (siehe „Das Handbuch für Allergiker“!

Viele Grüße H. Müller-Burzler



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