Re: Ernährungsfragen zur zweiten Trennkoststufe


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 22 August, 2001 um 11:56:39:

Antwort auf: Zweite Trennkoststufe von Hugo Schwilch am 01 August, 2001 um 19:15:52:

Sehr geehrter Herr Swilch,
ich werde versuchen, Ihre Fragen so ausführlich wie möglich, aber auch so kurz wie möglich zu beantworten.
1. Grundsätzlich enthalten selbstverständlich alle natürlichen Lebensmittel, wozu in gewissem Maße auch noch Käse gehört, verschiedene feinstoffliche Energien. Die für die Entgiftung und den Aufbau der Verdauungskraft so wichtigen Aufbau- und katalysatoraktivierenden Energien finden sich in maximaler Form jedoch nur in wenigen Lebensmitteln (rohes Obst; rohe Nüsse und Ölsamen; rohes, angekeimtes Getreide und auch Rohmilch mit etwas Honig). Wenn Sie den Körper nun mit diesen Lebensmitteln anfangs zwei- bis dreimal wöchentlich aufbauen und entgiften möchten, bleibt es gar nicht aus, dass Sie in den anderen Mahlzeiten lebensenergieärmere Lebensmittel zu sich nehmen. Selbstverständlich können Sie dann auch Käse essen, wenn Sie das wollen. Einige der „Spezialitäten“ aus dem Bioladen, die Sie aufgeführt haben (Primärhefe, Sojalezithin u.s.w.), können Sie auch bei der Anwendung der zweiten Trennkoststufe zu sich nehmen. So gehört Sauerkraut selbstverständlich zum Gemüse und mit einer Gemüse-Bouillon können Sie natürlich auch Suppen würzen, obwohl ich ja empfehle, ab der zweiten Trennkoststufe nur noch rohes Gemüse zu essen.
Blütenpollen und Primärhefe nehmen Sie ab der zweiten Trennkoststufe bitte für sich allein zu sich oder kombinieren es miteinander. Reines Weizeneiweiß passt ebenso wenig wie Tofu zur zweiten Trennkoststufe. Dafür eignen sich nur vollwertige Lebensmittel! Das betrifft natürlich auch das Sojalezithin. In geringen Mengen, zum Beispiel als Nahrungsergänzung, kann man es dennoch ebenso wie die Blütenpollen und die Primärhefe zu sich nehmen.
Carob gehört botanisch zu den Früchten, kann aber aufgrund seines geringen Fruchtsäuregehaltes grundsätzlich auch mit Getreide und Gemüse kombiniert werden. Ab der zweiten Trennkoststufe spielt dieses Lebensmittel keine bedeutende Rolle mehr.
Da rohes Mandelmus aus geschälten Mandeln ebenso wie rohes Sesammus aus geschälten Sesamsamen nur die Hälfte der Aufbauenergien der ungeschälten Nüsse bzw. Samen aufweist, spielen sie als Aufbaunahrung keine bedeutende Rolle. Dennoch können diese Muse auch in der zweiten Trennkoststufe hervorragend mit Früchten und anderen Nüssen und Ölsamen zusammen gegessen werden. Bezüglich der rohen Nussmuse beachten Sie bitte immer, dass sich diese nicht mit Salz und anderen anorganischen Salzen in einer Mahlzeit vertragen und daher keinesfalls als Brotaufstrich verwendet werden sollten, so wie es bei einigen Produkten auf den Packungen bzw. Gläsern empfohlen wird.

2. Hülsenfrüchte sollte man, damit sie optimal aufgeschlossen sind, relativ lange kochen. Linsen kocht man mindestens 30 Minuten und andere Hülsenfrüchte ungefähr eine Stunde lang, Kichererbsen eventuell noch länger. Entscheidend ist dabei, dass sie durch und durch weich sein sollten. Man kann die Kochzeit natürlich verkürzen, wenn sie vorher in Wasser eingeweicht werden.
Kräuter können Sie sowohl in der ersten wie auch der zweiten Trennkoststufe zu Hülsenfrüchten kombinieren.

3. Wie gut vorbehandeltes Getreide aufgeschlossen ist, kann ich nicht beurteilen, da ich solche Produkte nur sehr selten gegessen und sie diesbezüglich auch noch nicht untersucht habe. Empfehlenswert sind solche Produkte nicht, da sie durch die Vorbehandlung nicht mehr lebendig sind und durch das zweimalige Erhitzen auch mehr gesundheitlich bedenkliche Substanzen entstehen können als durch einmaliges Kochen, Rösten oder Backen. Das betrifft natürlich auch den vorbehandelten Bulgur (geschroteter, vorgekochter und wieder getrockneter Weizen). Ich persönlich empfinde den fertig gekochten Bulgur als lasch und ausgesprochen lebensenergiearm.

4. Sojamilch kann man, was die Eiweißaufwertung und -ergänzung betrifft, relativ gut als Ersatz für Tiermilch verwenden, da das Sojaeiweiß ebenso wie das Tiermilcheiweiß und das Eiweiß anderer Hülsenfrüchte eine andere Aminosäurezusammensetzung als das Eiweiß von den meisten Getreidesorten oder Gemüse hat und die gesamte Eiweißverwertung dadurch erhöht werden kann. Allerdings enthalten alle Hülsenfrüchte kein Vitamin B12 und auch kein Vitamin D und deutlich weniger Kalzium als die meisten Tiermilcharten, was diese somit in gewisser Hinsicht gegenüber den Hülsenfrüchten und der Sojamilch auszeichnet.
Reismilch hingegen hat ebenso wie Reis eine ähnliche Aminosäurezusammensetzung wie alle anderen Getreidesorten und spielt daher als Eiweißlieferant bzw. -aufwerter keine besondere Rolle. Natürlich kann man solche Produkte zu sich nehmen, wenn man sie gerne trinkt, jedoch können Sie anstelle dessen ebenso gut eine Portion frisch gekochten Vollkornreis essen. Der ist, wenn Sie einmal die Inhaltsangaben von Reismilch mit Vollkornreis vergleichen, außerdem wesentlich gehaltvoller!
Die Aufbauenergien von Biotofu, Sojamilch und Reismilch sind natürlich schwächer als von gekochten Sojabohnen oder von Vollkornreis. Eine geschwächte Verdauungskraft kann man mit solchen Produkten daher kaum aufbauen, zumal die katalysatoraktivierenden Energien dieser Produkte ebenfalls deutlich schwächer sind. Sie passen daher ausschließlich zur ersten Trennkoststufe, keinesfalls jedoch zur zweiten.

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass Sie dieses Wissen bitte nicht dogmatisch verfolgen oder anwenden sollen. Denn der wahre Weg des Menschen ist ein völlig anderer!
Lassen Sie sich daher von innen her führen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt werden Sie dann alle für Sie wichtigen Wahrheiten selbst in sich erfahren bzw. herausfinden.

In diesem Sinne recht herzliche Grüße H. Müller-Burzler




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