Fleisch als Ernährungsbestandteil in der Wissenschaft


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Abgeschickt von Thomas F am 20 September, 2001 um 20:31:25

Liebe Forumsmitglieder,
lieber Herr Müller-Burzler!

Ich bin von einem Freund auf einen sehr interessanten Link u.a. zum Thema "Gesundheit und Fleischverzehr" aufmerksam gemacht worden.

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Fleisch als wesentlicher Faktor in der ausgewogenen Ernährung bestätigt

Schutzfunktion von Obst und Gemüse steht außer Frage

Hamburg, 18. Oktober 2000. Im Mittelpunkt des Ernährungsforums 2000, das am 17. und 18. Oktober in Hamburg stattfand, stand die Bedeutung, die Fleisch in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit hatte und heute hat. In der von der CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft, Bonn, initiierten Veranstaltung referierten 16 internationale Wissenschaftler aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Medizin.

Die Steinzeiternährung wie auch die Ernährung neuzeitlicher Jäger und Sammler kann nach Meinung führender Experten möglicherweise als Modell für die Ernährungsform dienen, an die der Mensch sich im Verlauf von Millionen von Jahren optimal angepasst hat. Prof. Loren Cordain von der Universität Colorado und Mitarbeiter haben im Rahmen einer umfassenden Analyse der Jäger- und Sammler-Gesellschaften, die quasi unter steinzeitlichen Bedingungen leben, dokumentieren können, dass diese Kost einen hohen Anteil an tierischem Eiweiß aufwies (20 - 30 Prozent der Kalorienzufuhr). Dagegen scheint die steinzeitliche Ernährung relativ arm an Kohlen-hydraten bzw. Stärke gewesen zu sein. Auch die Qualität der Kohlenhydrate unterschied sich durch ihren hohen Gehalt an Ballaststoffen (aus Beeren, Früchten, Blättern, Pilzen, Wurzeln etc.) von der heutigen Kost. Dadurch werden nach aktuellen Kenntnissen günstige, niedrige Blutzuckerkonzentrationen hervorgerufen. Darüber hinaus ist bemerkenswert, dass diese Kost zu niedrigeren Blutfettspiegeln und niedrigem Blutdruck führt.

Im zweiten Teil der Konferenz wurden Konsequenzen einer fleisch- bzw. proteinreichen Kost diskutiert. Prof. SØren Toubro von der Universität Frederiksberg, Dänemark, konnte mit eigenen Studien belegen, dass sich eine Kost mit einem hohen Anteil an tierischen Proteinen günstiger auf die Behandlung von Übergewicht - und möglicherweise auch auf dessen Vorbeugung - auswirkt, als die herkömmliche, relativ proteinarme Kost (15 Prozent der Kalorienzufuhr). Gleichzeitig konnte er für diese Kostform keinerlei gesundheitliche Risiken hinsichtlich Nierenschädigungen und Osteoporose - entgegen häufig geäußerten Bedenken - feststellen.

Prof. Leif Hallberg von der Universität Göteborg konnte in neuen Studien demonstrieren, dass eine Eisenüberladung des Körpers durch die Ernährung nicht möglich ist und folglich keine gesundheitlich bedenklichen Effekte auch bei erhöhtem Fleischkonsum zu erwarten sind.

Zum Abschluss der Tagung ging es um die Frage, inwieweit Fleischverzehr einen Einfluss auf die Entstehung bestimmter Krebsformen hat. Prof. Stewart Truswell von der Universität Sydney und Prof. Michael Hill von der European Cancer Prevention Organisation präsentierten einen kompletten Überblick aller epidemiologischer Studien. Demnach zeigt die überwältigende Mehrheit der Untersuchungen - im Gegensatz zu häufig veröffentlichten Statements - keinen Zusammenhang zwischen Fleischverzehr und Darmkrebs. Wie Hill ausführte, ist den vorliegenden Daten zufolge die Zufuhr von Schutzfaktoren entscheidend: Bei einem hohen Verzehr von Obst und Gemüse spielt die Menge des verzehrten Fleisches in Bezug auf das Krebsrisiko keine Rolle.

Der wissenschaftliche Leiter der Tagung, Prof. Hans K. Biesalski von der Universität Hohenheim, wies in seinem Abschluss-Statement darauf hin, dass eine präventive Ernährung auf einer gemischten Kost basieren muss, in der eine breite Palette an Obst und Gemüse ("5 am Tag") einen hohen Stellenwert besitzt. Ebenso von Bedeutung sind tierische Nahrungsmittel, die durchaus auch krebshemmende, bioaktive Substanzen beinhalten. Krebs lässt sich durch einzelne Nahrungsmittel weder auslösen noch verhindern.
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Der Artikel war zu finden unter

http://www.cma.de/d/w/aktion_10_2000/zusammenfassung.htm

Die Seite ist ein Teil von
http://www.cma.de/d/w/aktion_10_2000/plan.htm

Was soll ich davon halten?

Ich bin über jede Art von Meinungen dankbar!

mfg,

Thomas


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