Re: Magensäuremangel durch Eisenmangel


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 29 September, 2001 um 18:04:44:

Antwort auf: Magensäurebildung von am 27 September, 2001 um 10:57:17:

Lieber Herr ,
Ihre Frage habe ich auf Seite 44 in „Gesund und Allergiefrei“ beantwortet. Ich zitiere: „Bei 40 % der Betroffenen (Menschen mit einer Eisenmangelanämie) entwickelt sich jedoch auch ein Magensäuremangel (es handelt sich hierbei um schulmedizinisch abgesicherte Daten), da das Eisen neben den Chloridionen und dem Vitamin B1 an der Magensäurebildung beteiligt ist. Die Symptome des Magensäuremangels sind wiederum sehr weitreichend, da er letztendlich alle möglichen Krankheiten und Stoffwechselstörungen auslösen oder verschlimmern kann. Typische Anfangssymptome sind jedoch die Appetitlosigkeit und die Unfähigkeit, größere Eiweißmengen verdauen zu können...“
Ein Eisenmangel kann also einen Magensäuremangel zur Folge haben, was wiederum bedeutet, dass das pflanzliche, dreiwertige Eisen schlechter im Darm verwertet werden kann. Denn die Magensäure wandelt (reduziert) dreiwertiges in zweiwertiges Eisen um, das zirka zehnmal besser im Dünndarm resorbiert werden kann als dreiwertiges Eisen. Ein Magensäuremangel kann also zur Eisenmangelanämie führen und die wiederum zum Magensäuremangel! – Ein Teufelskreislauf, den man jedoch relativ leicht durchbrechen kann, wenn man neben genügend Salz (am besten Meersalz, unraffiniertes Seinsalz oder Kristallsalz) für die Magensäurebildung vorübergehend ein Eisenpräparat mit zweiwertigem Eisen zu sich nimmt oder sich ausgesprochen eisenreich ernährt (mehr dazu in Kapitel 14 von „Gesund und Allergiefrei“).

Viele Grüße H. Müller-Burzler



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