Morbus Crohn /Autoimmunreaktion


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Abgeschickt von Christian Lauer am 17 Oktober, 2001 um 22:19:39

Mit 17 Jahren stellte ich aus ethischen Gründen zum ersten mal meine
Ernährung um,ich verzichtete völlig auf Fleisch und Fisch, ass jedoch
weiterhin Käse und Eier.
Vor über 3 Jahren bekam ich den ersten heftigen Morbus Crohn Schub, der sich
wiederum in einzelne Schübe unterteilte. Die Sache dauerte über 3 Monate,
ich hatte Phasen, in denen es besser ging, dann wieder nicht. Am Ende von
vielen Untersuchungen wurde dann fälschlicherweise eine einheimische Sprue
diagnostiziert. Nachdem ich meine Ernährung entsprechend umstellte, erholte
ich mich dann auch sehr gut. Ich beschäftigte mich daraufhin mit der
Ernährung, las Konz, Burger, usw. Dementsprechend ernährte ich mich ab 1999
hauptsächlich roh (vegan), was mir einen relativ fitten Sommer bescherte.Den
Winter 99/2000 verbrachte ich bei Freunden in USA, wo ich dann auch
wieder verstärkt Gekochtes ass, in erster Linie Reis, Gemüse...
Im Frühjahr hatte ich dann Beruflich viel Stress, schlechte Ernährung und es
kam zum nächsten MC-Schub. Durch Fasten kam ich dann über diesen, verlor
jedoch enorm an Gewicht. Danach ernährte ich mich wieder roh, vertrug jedoch
keinerlei Fette mehr. Es kam der Verdacht eines Gallenverschlusses auf
(letztlich zeigte es sich,dass mit dem MC eine chronische
Gallenwegserkrankung einhergeht).Ich nahm gallenanregende Medikamente und
ernährte mich so fettarm wie möglich. Die Fettstühle hörten auf, die
Darmtätigkeit funktionierte wieder hervorragend, doch nur, wenn ich
konsequent fettarm ass. Ab diesem Frühjahr ass ich dann auch sehr fettarmen
Fisch, welcher mir relativ gut bekam.
Das ging dann so bis Anfang Sommer diesen Jahres. Ich liess mich auf
verschiedene Arten untersuchen, so dass die Ursache meiner gesundheitlichen
Probleme gefunden werden sollte. Dabei lief im Krankenhaus ernährungsmässig
einiges schief, die Untersuchungen, noch einige andere etwas ungünstige
Umstände und ich bekam eine Darmentzündung, die nach einigen Tagen wieder am
abklingen war, dann aber wieder heftig wurde. Im Krankenhaus stellte sich
raus, dass ich mir den ´Campylobakta´ eingefangen hatte, was wieder einen
MC-schub auslöste. Medikamente bekam ich anfangs keine, da auch die Ärzte
glaubten, mein Körper würde von selbst damit fertig werden, zumal er schon
einige Zeit an der Bekämpfung arbeitete. Doch nach erster Verbesserung
meines Zustandes, ging es plötzlich wieder schlechter, ich bekam über 40°C
Fieber, war extrem schwach, konnte nicht mehr aufstehen, die
Entzündungswerte stiegen enorm in die Höhe...
Ich wurde in eine Spezialklinik am 17.08.01 verlegt. Dort ging es nach einer
Weile richtig los, es bildeten sich Eiterherde unter der Haut, besonders auf
dem Rücken und unter der Kopfhaut. Im Nachhinein wurde mir erklärt, dies war
eine Autoimmunreaktion, ausgelöst durch das MC. Aber warum griff mein
Immunsystem letztlich die körpereigenen Zellen an?
Mein Immunsystem sei zu stark (was ich mir vorstellen kann, aufgrund von
Ernährung und gesunder und disziplinierter Lebensweise, Sport ...). Durch
Medikamente wird es jetzt unterdrückt
Kortisonpräparat ´Decortin´, sowie ein anderes Medikament ´Immurek´ , die
ich noch täglich einnehme (neben Nährstofftabletten: Eisen, Kalzium, etc. ).
Ausserdem ist eine Art Chemotherapie zur Unterdrückung des Immunsystems
notwendig. Es handelt sich dabei um den Wirkstoff CYCLOPHOSPHAMID , das
Medikament nennt sich ENDOXAN, die Menge beträgt 750 mg. Diese wird einmal
im Monat per Infusion zugeführt.
Was passiert, wenn ich meine Ernährung wieder auf Rohkost umstelle, keine
Chemo mehr machen lasse und die Medikamente langsam absetze?! Wäre die
Autoimmunreaktion nicht gewesen, würde ich genau das tun, nur würde es dann
wieder zu einer solchen Autoimmunreaktion kommmen?
Ich wende mich an Sie,in der Hoffnung, dass Sie mir einen Rat geben könnten.
Gibt es Alternativen oder wissen Sie an wen ich mich noch wenden könnte?



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