Re: Morbus Crohn /Autoimmunreaktion


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Abgeschickt von Uwe Hiltmann (WebMaster mueller-burzler.de) am 18 Oktober, 2001 um 23:43:41

Antwort auf: Morbus Crohn /Autoimmunreaktion von Christian Lauer am 17 Oktober, 2001 um 22:19:39:

: Mit 17 Jahren stellte ich aus ethischen Gründen zum ersten mal meine
: Ernährung um,ich verzichtete völlig auf Fleisch und Fisch, ass jedoch
: weiterhin Käse und Eier.
: Vor über 3 Jahren bekam ich den ersten heftigen Morbus Crohn Schub, der sich
: wiederum in einzelne Schübe unterteilte. Die Sache dauerte über 3 Monate,
: ich hatte Phasen, in denen es besser ging, dann wieder nicht. Am Ende von
: vielen Untersuchungen wurde dann fälschlicherweise eine einheimische Sprue
: diagnostiziert. Nachdem ich meine Ernährung entsprechend umstellte, erholte
: ich mich dann auch sehr gut. Ich beschäftigte mich daraufhin mit der
: Ernährung, las Konz, Burger, usw. Dementsprechend ernährte ich mich ab 1999
: hauptsächlich roh (vegan), was mir einen relativ fitten Sommer bescherte.Den
: Winter 99/2000 verbrachte ich bei Freunden in USA, wo ich dann auch
: wieder verstärkt Gekochtes ass, in erster Linie Reis, Gemüse...
: Im Frühjahr hatte ich dann Beruflich viel Stress, schlechte Ernährung und es
: kam zum nächsten MC-Schub. Durch Fasten kam ich dann über diesen, verlor
: jedoch enorm an Gewicht. Danach ernährte ich mich wieder roh, vertrug jedoch
: keinerlei Fette mehr. Es kam der Verdacht eines Gallenverschlusses auf
: (letztlich zeigte es sich,dass mit dem MC eine chronische
: Gallenwegserkrankung einhergeht).Ich nahm gallenanregende Medikamente und
: ernährte mich so fettarm wie möglich. Die Fettstühle hörten auf, die
: Darmtätigkeit funktionierte wieder hervorragend, doch nur, wenn ich
: konsequent fettarm ass. Ab diesem Frühjahr ass ich dann auch sehr fettarmen
: Fisch, welcher mir relativ gut bekam.
: Das ging dann so bis Anfang Sommer diesen Jahres. Ich liess mich auf
: verschiedene Arten untersuchen, so dass die Ursache meiner gesundheitlichen
: Probleme gefunden werden sollte. Dabei lief im Krankenhaus ernährungsmässig
: einiges schief, die Untersuchungen, noch einige andere etwas ungünstige
: Umstände und ich bekam eine Darmentzündung, die nach einigen Tagen wieder am
: abklingen war, dann aber wieder heftig wurde. Im Krankenhaus stellte sich
: raus, dass ich mir den ´Campylobakta´ eingefangen hatte, was wieder einen
: MC-schub auslöste. Medikamente bekam ich anfangs keine, da auch die Ärzte
: glaubten, mein Körper würde von selbst damit fertig werden, zumal er schon
: einige Zeit an der Bekämpfung arbeitete. Doch nach erster Verbesserung
: meines Zustandes, ging es plötzlich wieder schlechter, ich bekam über 40°C
: Fieber, war extrem schwach, konnte nicht mehr aufstehen, die
: Entzündungswerte stiegen enorm in die Höhe...
: Ich wurde in eine Spezialklinik am 17.08.01 verlegt. Dort ging es nach einer
: Weile richtig los, es bildeten sich Eiterherde unter der Haut, besonders auf
: dem Rücken und unter der Kopfhaut. Im Nachhinein wurde mir erklärt, dies war
: eine Autoimmunreaktion, ausgelöst durch das MC. Aber warum griff mein
: Immunsystem letztlich die körpereigenen Zellen an?
: Mein Immunsystem sei zu stark (was ich mir vorstellen kann, aufgrund von
: Ernährung und gesunder und disziplinierter Lebensweise, Sport ...). Durch
: Medikamente wird es jetzt unterdrückt
: Kortisonpräparat ´Decortin´, sowie ein anderes Medikament ´Immurek´ , die
: ich noch täglich einnehme (neben Nährstofftabletten: Eisen, Kalzium, etc. ).
: Ausserdem ist eine Art Chemotherapie zur Unterdrückung des Immunsystems
: notwendig. Es handelt sich dabei um den Wirkstoff CYCLOPHOSPHAMID , das
: Medikament nennt sich ENDOXAN, die Menge beträgt 750 mg. Diese wird einmal
: im Monat per Infusion zugeführt.
: Was passiert, wenn ich meine Ernährung wieder auf Rohkost umstelle, keine
: Chemo mehr machen lasse und die Medikamente langsam absetze?! Wäre die
: Autoimmunreaktion nicht gewesen, würde ich genau das tun, nur würde es dann
: wieder zu einer solchen Autoimmunreaktion kommmen?
: Ich wende mich an Sie,in der Hoffnung, dass Sie mir einen Rat geben könnten.
: Gibt es Alternativen oder wissen Sie an wen ich mich noch wenden könnte?

Lieber Christian,

ich denke, dass diese Frage zu spezifisch ist, um sie im Forum zu beantworten. Ich schlage Ihnen daher vor, Herrn Müller-Burzler lieber unter seiner Praxis-Nummer (08041-740863) anzurufen und vielleicht einen Termin mit ihm zu vereinbaren. Ich denke, dass Ihnen damit besser geholfen ist.

Gruss
UHI



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