Re: Schüssler-Salze


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 23 Oktober, 2001 um 18:51:51:

Antwort auf: Schüssler-Salze von Klaus F. am 17 Oktober, 2001 um 18:38:46:

Hallo Klaus,
zum Thema „Schüssler-Salze“ bzw. biochemische Funktionsmittel könnte ich mittlerweile ein umfangreiches Buch mit völlig neuen Erkenntnissen zu diesem Thema schreiben, die bisher in keinem Buch veröffentlicht wurden. Aus dieser Bemerkung können Sie entnehmen, dass es sich dabei um ein ausgesprochen großen und komplexes Thema handelt, zu dem natürlich auch schon viele Bücher geschrieben wurden. Um so schwieriger ist es für mich, Ihnen das Thema in wenigen Worten zusammenzufassen.
Kurz gesagt: Bei den „Schüssler-Salzen“ handelt es sich um die wichtigsten Mineralverbindungen, die in unserem Körper vorkommen und somit auch eine große Bedeutung für unsere Gesundheit und sämtliche Stoffwechselfunktionen haben. Dazu gehören nach unseren Erkenntnissen jedoch nicht nur die 11 von Schüssler verwendeten Mineralsalze, sondern auch das von ihm herausgenommene zwölfte Salz Calcium sulfuricum sowie die 12 so genannten Ergänzungsmittel. Insgesamt handelt es sich also um 24 Mineralsalze, wozu zum Beispiel Natriumverbindungen (Natriumchlorid, Natriumbikarbonat etc.), Kalium- und Kalziumverbindungen, Magnesiumphosphat, Eisenphosphat, Kieselsäure und viele mehr gehören.
Dr. Schüssler selbst war Arzt und Homöopath und wollte die Homöopathie vereinfachen, indem er sie auf die 11 von ihm angewandten Salze reduzierte. Er hatte unter anderem durch Untersuchungen der Asche von verbrannten Verstorbenen einen Bezug von Krankheiten und Mineralmängeln herstellen können, so dass er nun versuchte, kranken Menschen mit der Gabe von homöopathisch aufbereiteten Salzen zu helfen. Durch die Gabe der verabreichten homöopathischen mineralischen Funktionsmittel verbessert sich nämlich die Resorption und Verwertung der entsprechenden Salze im Körper, wodurch die damit in Verbindung stehenden Erkrankungen regelrecht ausheilen können. Man kann mit diesen Mitteln somit nicht nur irgendwelche mit Mineralmängeln in Verbindung stehende Krankheiten beeinflussen, sondern auch tief in den Stoffwechsel eingreifen. Der Fachmann kann mit diesen Mitteln sogar komplexe Erkrankungen heilen.
Für uns stellen die biochemischen Salze die wichtigsten homöopathischen Konstitutionsmittel überhaupt dar, da tatsächlich zu jedem Menschen ein paar Mittel passen, mit denen man sogar die Verdauungskraft aufbauen und den Körper entgiften kann. Dazu sind also nicht nur ein paar wenige in der klassischen Biochemie bekannte Mittel in der Lage, sondern diese Funktionen können sämtliche Mittel ausüben – allerdings nur dann, wenn man auch die richtigen Mittel findet. Und das ist halt die Kunst der Therapie, wozu man viele Jahre Erfahrung benötigt oder so wie wir mit einem entsprechenden System arbeitet.

Da wären wir auch schon bei dem Thema der Eigentherapie. Die ist zwar möglich aber auch riskant. Denn falls man zufällig auf eines seiner Konstitutionsmittel stößt, welche die Verdauungskraft reaktivieren, die Miasmen (teilweise) abbauen und den Körper zur Entgiftung anregen, kann unter Umständen die Einnahme von nur einer Gabe in der D6 zu einer starken so genannten Erstverschlimmerung führen, was oft nichts anderes als eine starke Entgiftungsreaktion des Körpers darstellt. Solche Fälle haben wir bereits in der Praxis erlebt. So haben wir zum Beispiel einmal einer Frau ein Konstitutionsmittel herausgesucht, das sie in einer niedrigen Potenz nur einmal alle zwei bis drei Wochen einnehmen und danach mehrmals täglich die Leber in der Ausleitung der gelösten Gifte und Schlacken unterstützen sollte. Daraufhin erzählte uns die Frau, dass ihr jetzt ein Licht aufgehe, da sie dasselbe Mittel schon früher einmal eingenommen hatte und sich danach ausgesprochen schlecht fühlte, ohne zu wissen warum. Es war halt eines ihrer tiefgreifenden Konstitutionsmittel, die wesentlich mehr bewirken, als in der Biochemie allgemein bekannt ist. Dieses Mittel führte zu einer relativ starken Aktivierung der Verdauungskraft und entgiftete die Frau, wodurch sie sich für mehrere Tage ausgesprochen schlecht fühlte.
Wer sich daher mit der Biochemie selbst behandeln möchte, sollte wissen, was er tut. Dass homöopathische Medikamente grundsätzlich keine Nebenwirkungen haben, entspricht also keinesfalls der Realität. Sie vergiften den Körper zwar nicht, können aber, wenn sie zu intensiv angewandt werden, zu unangenehmen bis gesundheitsgefährlichen Reaktionen führen. All das muss ein Therapeut wissen und er sollte auch wissen, wie die Reaktionen aussehen können und welche Mittel bei welchem Menschen diese Reaktionen auslösen können.

Ich denke, dass diese Ausführungen erst einmal reichen.
Viele Grüße H. Müller-Burzler



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