Re: Enzymsubstitution


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Abgeschickt von H. Müller-Burzler am 24 November, 2001 um 18:53:06:

Antwort auf: Kohlehydratverdauungsschwäche von Gerlinde am 20 November, 2001 um 20:50:31:

Hallo Gerlinde,
auch wir verordnen in unserer Praxis zu Beginn einer Aufbau- und Entgiftungstherapie in besonderen Fällen Verdauungsenzyme, jedoch niemals, ohne die Verdauungskraft zuvor untersucht zu haben. Denn die teilweise Substitution der fehlenden Enzyme bewirkt ja, dass die Nahrung besser im Darm verdaut wird, wodurch sich das Darmmilieu und die Blutqualität im Prinzip genauso verbessern, wie beim stufenweisen Aufbau der Verdauungskraft. Wie Sie in „Gesund und Allergiefrei“ gelesen haben, führt jedoch eine bessere Blutqualität zur so genannten sekundären Bindegewebsentgiftung, da Blut und Bindegewebe immer in einem direkten Verhältnis zueinander stehen. Verbessert sich durch eine gesündere Kost, durch Fasten oder durch zusätzliche Enzyme die Blutqualität, entsteht ein Belastungsgefälle vom verschlackten Bindegewebe zum gesünderen Blut und der Körper beginnt so lange zu entgiften, bis Blut und Bindegewebe das gleiche Belastungs- bzw. Reinheitsniveau aufweisen. Somit bestimmt die Blutqualität die Bindegewebsqualität.

Sie können also vorübergehend durchaus zusätzliche Verdauungsenzyme einnehmen. Sie sollten jedoch wissen, dass man dadurch starke Entgiftungsreaktionen provozieren kann, vor allem, wenn gleichzeitig die Verdauungskraft aufgebaut wird. In unserer Praxis werden daher beide Therapien nacheinander angewandt. Falls ein Patient daher Verdauungsenzyme bekommt, muss er diese erst einmal ein bis drei Monate lang zu den Mahlzeiten einnehmen. Gleichzeitig wird vor allem die Leber in der Ausscheidung der sich lösenden Gifte und Stoffwechselendprodukte unterstützt. Erst wenn die Person durch diese Enzymgaben nicht mehr nachentgiftet, beginnen wir zusätzlich mit der Aufbau- und Entgiftungstherapie.

Eine zusätzliche Enzymtherapie kann somit sehr sinnvoll sein und sie behindert auch die Aufbau- und Entgiftungstherapie in keiner Weise. Sie muss nur sehr bewusst angewandt werden, damit dadurch kein „Unheil“ ausgelöst wird – das ist alles schon vorgekommen, wie uns immer wieder berichtet wird.

Viele Grüße H. Müller-Burzler



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