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Artikel überarbeitet am 01.08.2019

 

Allergien sind heilbar

Von Henning Müller-Burzler

Immer mehr Menschen haben Allergien. Davon sind jedoch nicht nur Babys und Kinder betroffen, sondern auch Erwachsene in allen Altersstufen gehören zum stetig wachsenden Kreis der Betroffenen.

Möchte man Allergien heilen, müssen deren Ursachen erkannt und beseitigt werden. Aufgrund jahrzehntelanger Erfahrung weiß ich, dass der Großteil aller Allergien durch umweltschädliche Faktoren beziehungsweise durch Ablagerungen von Umweltgiften, wie Pestiziden, Schwermetallen sowie Auto- und Industrieemissionen, und Stoffwechselendprodukten im Körper verursacht wird.


Psyche und Allergien

Neben den umweltbedingten Allergien gibt es zwar auch einige andere körperliche, seelische und ernährungsbedingte Möglichkeiten, Allergien zu bekommen, jedoch spielen diese bei der Allergieentstehung meistens nur eine untergeordnete Rolle. Psychische Faktoren, wie Stress, Ängste, Aversionen, Antipathien und Schocksituationen, können an der Entstehung von Allergien somit beteiligt sein und auch zu einer vorübergehenden Verstärkung von allergischen Reaktionen führen, die primären Ursachen sind sie jedoch nur selten. Wäre der Körper nicht durch abgelagerte Umweltgifte und Stoffwechselendprodukte geschwächt, würde er auf derartige seelische Belastungen, wenn überhaupt, nur in abgeschwächter Form allergisch reagieren.

Sind Allergien vererbbar?

Der Behauptung, dass Allergien vererbbar sind, kann insofern widersprochen werden, weil sie heilbar sind. Allergien sind somit keine Erbkrankheiten, die nicht oder nur schwer heilbar sind, sondern werden immer im Leben erworben, auch die Allergien von Babys.

Vererbt werden hingegen die genetisch bedingten Schwachstellen (Krankheitsanlagen) des Körpers, die leichter als andere Körperbereiche erkranken und an denen sich die allergischen Reaktionen dann äußern. Zu diesen Schwachstellen kann auch das Immunsystem gehören, weshalb die Betroffenen dann eher zu Allergien neigen oder eine immunologische Erkrankung bekommen als andere Personen.

Wie entstehen Allergien?

Der Hauptgrund für die starke Zunahme von Allergien sind Umweltgifte und lebensfeindliche Strahlungen, insbesondere die Mobilfunkstrahlung mit gepulsten Hochfrequenzen. Die Ablagerungen von Umweltgiften und Stoffwechselendprodukten im Körper und die Mobilfunkstrahlung können das Immunsystem derart schwächen, dass es nicht mehr in der Lage ist, alle körperfremden und giftigen Substanzen (Antigene), die über die Atemluft und den Verdauungstrakt aufgenommen werden, mit der normalen Immunabwehr zu bekämpfen. Es ist dann gezwungen, zu einer Notlösung zu greifen, und bildet vermehrt Antikörper, die sich an die Antigene ankoppeln und diese unschädlich machen. Findet beim nächsten Kontakt mit einem Antigen eine überschießende Antikörperbildung statt, spricht man von einer Allergie.

Die überschießende Antikörperbildung geschieht dabei aus Sicherheitsgründen, denn der Körper weiß ja nicht, wie viele von den zu neutralisierenden Substanzen im Blut ankommen werden. Die allergischen Symptome werden dann vor allem vom gleichzeitig ausgeschütteten Hormon Histamin und von bestimmten Prostaglandinen (hormonähnliche Substanzen) ausgelöst.

Die Entstehung von Allergien bei Babys und Kleinkindern

Viele Eltern fragen sich in der heutigen Zeit, warum ihre Babys oder Kleinkinder bereits Allergien haben, obwohl sie erst kurze Zeit auf der Welt sind. Die Hauptursachen für die Allergien liegen in vielen Fällen nicht in der Zeit nach der Geburt, sondern davor. Denn in der Schwangerschaft löst sich unter dem Einfluss der Schwangerschaftshormone ein Teil der abgelagerten Umweltgifte und Stoffwechselendprodukte vermehrt aus dem Bindegewebe und den Organen der Mutter und gelangt über die Plazenta in das heranwachsende Baby. Dabei ist die Belastung des Fötus mit diesen Substanzen umso größer, je mehr davon mobilisiert werden und je schlechter sie über die Leber und die Nieren der Mutter ausgeschieden werden. Sind diese Organe mit der Entgiftung und Ausscheidung der mobilisierten Substanzen überfordert, kommt es zu einem Leber- und Nierenstau, der sich zusätzlich negativ auf die Belastung des Fötus mit diesen Substanzen auswirkt.

Je nach der Menge der in den Fötus gelangenden Umweltgifte und Stoffwechselendprodukte kann diese zu einer Schwächung des Immunsystems des Babys führen, weshalb es bereits als potenzieller Allergiker auf die Welt kommt. Bestimmte Faktoren, wie nicht richtig überwundene Impfungen, die das Immunsystem ebenfalls schwächen, können dann zum Ausbruch der Allergien führen. Zusätzlich kann das Baby direkt nach der Geburt eine durch Giftbelastungen bedingte Verdauungsschwäche der Bauchspeicheldrüse und des Magens haben.

Bei der Schwangerschaftsübelkeit handelt es sich um einen starken Leberstau infolge der hormonell bedingten Schwangerschaftsentgiftung mit möglichen Nährstoffmängeln, insbesondere von Vitamin B1 und B6 und Zink. Magen-Darm-Symptome, wie Übelkeit, Erbrechen, vermehrte Blähungen, Stuhlbeschwerden, Hämorrhoiden und Venenstauungen in den Beinen, sind häufige Symptome eines derartigen Leberstaus.

Die häufigsten Allergiesymptome

Der Dreh- und Angelpunkt aller Allergien ist das Blut. Die allergischen Reaktionen finden hingegen an den genetisch bedingten Schwachstellen, den allergischen Reaktionsorten statt, die jeder Mensch von seinen Eltern vererbt bekommt und die erst dann in Erscheinung treten, wenn Allergien vorhanden sind. Jeder Mensch hat in der Regel einen oder mehrere allergische Reaktionsorte vererbt bekommen, die je nach der körperlichen oder seelischen Verfassung aktiviert werden. Dadurch wird verständlich, warum viele Allergiker mehrere Allergiesymptome haben und andere nicht weniger starke Allergiker keine oder kaum Beschwerden aufweisen.

Zu den bekanntesten allergischen Reaktionen gehören Neurodermitis, Kontaktallergien, Heuschnupfen und allergisches Asthma. Die allergischen Reaktionsorte sind dabei die Haut und die Schleimhäute der Nase und der Augen sowie der Bronchien und Bronchiolen. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere allergische Reaktionsmöglichkeiten, die weniger bekannt sind (siehe weiter unten "Das unerkannte Allergie-Syndrom"). So sind Kinder beispielsweise häufig von der allergisch bedingten Hyperaktivität betroffen. Die allergischen Reaktionsorte sind hierbei der Nervus sympathicus und bestimmte Gehirnbereiche (siehe den Artikel "Chronische Erschöpfung und Hyperaktivität – zwei Volkskrankheiten mit denselben Ursachen").

Heilung durch Ursachenbehandlung

Möchte man Allergien dauerhaft heilen, macht es nicht viel Sinn, das Immunsystem ausschließlich symptomatisch mit Bioresonanztherapien, Akupunktur, Eigenblutbehandlungen, Nahrungsergänzungsmitteln oder Naturheilmitteln zu stärken, mit Weglass- oder Rotationsdiäten zu entlasten oder gegen bestimmte allergieauslösende Substanzen (Allergene) zu desensibilisieren. Diese Therapien können die Symptome zwar häufig verringern oder für eine bestimmte Zeit beseitigen, in der Regel sind die möglichen Therapieerfolge jedoch nicht von Dauer.

Erst wenn die Ursachen, die zu den Allergien geführt haben, erkannt und beseitigt werden, kann es zu einer dauerhaften Allergiefreiheit kommen. Weil es sich dabei meistens um eine zu starke Belastung des Körpers mit Umweltgiften, Stoffwechselendprodukten oder anderen Substanzen, wie chemisch-pharmazeutischen Medikamenten, handelt, muss der Körper entgiftet werden.

Was die Belastung des Körpers mit Stoffwechselendprodukten betrifft, spielen bei der Ursachenbeseitigung neben einer unausgewogenen oder ungesunden Ernährungsweise noch zwei weitere Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Zum einen ist eine gesunde Verdauungsleistung des Magens und der Bauchspeicheldrüse ausgesprochen wichtig. Denn schlecht oder unverdaute Lebensmittel führen zu einer verstärkten Fäulnis und Gärung der Nahrung im Darm mit der Entstehung von Darmflorastörungen und Darmpilzen und einer schleichenden Vergiftung des Körpers mit Fäulnis- und Gärungsgiften. Eine gesunde Verdauungsleistung des Magens und der Bauchspeicheldrüse ist daher eine wichtige Voraussetzung für jeden kausalen Heilungsweg.

  • Zum anderen sollte der Körper frei von chronischen Infektionen mit Viren, Bakterien oder Parasiten sein. Dies betrifft ganz besonders die Leber, weil eine infizierte Leber Umweltgifte und Stoffwechselendprodukte schlechter ausscheidet als eine gesunde Leber. Die Entstehung von Allergien kann durch eine infizierte Leber daher beschleunigt werden. Für eine aktive Entgiftung des Körpers ist eine infektionsfreie Leber ganz besonders wichtig, damit die mobilisierten Gifte und Stoffwechselendprodukte besser ausgeschieden und nicht teilweise zurückgestaut werden (siehe hierzu den Artikel "Allergien heilen durch Entgiftung").

Ursächliche Heilungswege für alle allergischen Erkrankungen

Eine ursächliche Heilung von Allergien geschieht erfahrungsgemäß durch eine umfassende Entgiftung des Körpers auf der Basis einer gesunden Verdauungsleistung des Magens und der Bauchspeicheldrüse, einer infektionsfreien Leber und einer gesunden Ernährungsweise. Bezüglich der Entgiftung des Körpers ist es sehr wichtig, dass alle Umweltgifte und Stoffwechselendprodukte und gegebenenfalls auch abgelagerte chemisch-pharmazeutische Medikamente mobilisiert und ausgeschieden werden.

Im Artikel „Allergien heilen durch Entgiftung" werden am Ende des Artikels drei unterschiedliche Heilungswege angesprochen.

 

Das unerkannte Allergie-Syndrom

Zunehmend mehr Menschen haben anscheinend unerklärliche körperliche oder seelische Beschwerden, die mit keiner typischen Krankheit in Verbindung gebracht werden können oder mit anderen Krankheiten verwechselt werden. Wenig bekannt ist bisher, dass man auf Allergien auch mit anderen Symptomen reagieren kann, als mit den allgemein bekannten Haut- oder Atemwegsbeschwerden, wie Neurodermitis, Asthma oder Heuschnupfen. Weil viele Betroffene nicht nur mit einem Symptom auf Allergien reagieren, sondern mit mehreren, spricht man heute vom Allergie-Syndrom.

In der nachfolgenden Übersicht werden die häufigsten allergischen Erkrankungen und Symptome aufgelistet:

Allergiesymptome im Bereich von Haut, Schleimhäuten und inneren Organen

  • Neurodermitis, Nesselsucht (Urtikaria), Kontaktallergien
  • Heuschnupfen, chronischer Schnupfen, häufiges Nasenbluten
  • Asthma, chronischer Husten, Pseudokrupp
  • chronische Schleimbildung im Bereich der Atemwege, ständiges Räuspern
  • chronische Halsschmerzen, Schwellung der Gaumen- und Rachenmandeln ("Polypen"), Heiserkeit
  • chronische Nasennebenhöhlenbeschwerden
  • chronische Entzündung der Augenbindehäute, Augenlidschwellungen, permanenter Tränenfluss
  • Ohrensausen (Tinnitus), Schwindel, Schwerhörigkeit
  • chronische Mittelohrbeschwerden, chronische Entzündung der Ohrtrompete
  • Ohrekzeme
  • chronische Beschwerden in Mund, Speiseröhre, Magen und Darm, wie Schmerzen, Brennen, Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle und Verstopfung
  • chronische Harnwegsbeschwerden (Nierenbecken, Blase, Harnröhre)
  • chronische Vaginalbeschwerden

Allergiesymptome im Bereich von Nerven, Gehirn und Muskeln

  • Hyperaktivität, Nervosität, Schlaflosigkeit
  • chronische Müdigkeit, Benommenheit, großes Schlafbedürfnis
  • epileptische Anfälle
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Ohrensausen (Tinnitus) und andere Hörstörungen (Halleffekte, verstärktes Hören etc.), Schwindel, Schwerhörigkeit
  • Geschmacks-, Riech- und Sehstörungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Kreislaufbeschwerden, Blutdruckschwankungen
  • Nervenschmerzen, Kribbeln und Ziehen in den Gliedmaßen
  • nervale Reizungen von Mund, Speiseröhre, Magen und Darm
  • Kälte- und Hitzeempfindlichkeit
  • Druckgefühl im Prostatabereich
  • Muskelzuckungen und Muskelkrämpfe

Psychische Allergiesymptome

  • übersteigerte Sensibilität auf alle Außenreize
  • innere Gereiztheit, Neigung zu Aggressivität
  • Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen
  • Unkonzentriertheit und Vergesslichkeit
  • seelische und körperliche Erschöpfung