Hauptsymptome eines Cholinmangels

Dazu gehören unter anderem:

  • Fettleber (nicht-alkoholische Fettlebererkrankung/NAFLD): Das ist das klassische und am besten dokumentierte Symptom. Cholin ist zwingend erforderlich, um VLDL-Transportproteine (Very Low Density Lipoprotein) zu bilden. Ohne Cholin kann die Leber Fett nicht mehr abtransportieren. Das Fett lagert sich in den Leberzellen ein, was langfristig zu Leberentzündungen oder Leberzirrhose führen kann.
  • Muskelschwäche und Muskelschmerzen (Myopathie): Ein Mangel führt zum Abbau von Muskelgewebe. Typische Anzeichen sind unerklärlicher Muskelschmerz, Muskelschwäche oder eine erhöhte Anfälligkeit für Muskelkater. Im Blut lässt sich dies oft durch einen Anstieg des Enzyms Kreatinkinase (CK) nachweisen.
  • Kognitive Störungen: Da aus Cholin Acetylcholin entsteht, führt ein Mangel zu neurologischen Symptomen im Gehirn. Dazu gehören Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Gehirnebel (Brain Fog) und eine verringerte Lernfähigkeit.
  • Neuropathische Störungen und EHS: Phosphatidylcholin (aus Cholin) ist ein essenzieller Baustein für die Myelinscheide (Isolierung der Nerven). Fehlt Cholin über lange Zeit, wird diese Schutzschicht allmählich abgebaut und kann nicht mehr richtig repariert werden. Ohne diese Isolierung werden die Nervenbahnen anfällig für Schäden, was zu neuropathischen Symptomen, wie Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder chronischen Schmerzen (Polyneuropathie), führen kann.
         Bei der Entstehung einer erhöhten Sensibilität für unnatürliche Strahlungen (Mobilfunk, Radar etc.) und Strom (Elektrohypersensibilität, EHS) macht es ebenfalls Sinn, einen chronischen Cholinmangel als möglichen Entstehungsfaktor miteinzubeziehen, auch wenn dies wissenschaftlich noch nicht bewiesen ist. So könnte ein Cholinmangel mit einer langfristigen Verringerung der Myelinscheide der Nerven durchaus an einer erhöhten Elektrosensibilität beteiligt sein. Dies gilt auch dann, wenn dafür mehrere andere Faktoren von primärer Bedeutung sind, wie toxische Belastungen, Virus- und Lebererkrankungen, Vitamin-B-Mängel etc.
  • Erhöhter Homocysteinspiegel: Cholin kann Homocystein, bei dem es sich um demethyliertes Methionin handelt, regenerieren. Ein erhöhter Homocysteinwert schädigt die Blutgefäße mit der möglichen Folge von Arteriosklerose und Durchblutungsstörungen sowie Venenerkrankungen und erhöht langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (wie Herzinfarkt oder Schlaganfall).
  • Zellmembranstörungen mit Folgeerkrankungen: Infolge eines Phosphatidylcholinmangels in den Zellmembranen können mehr oder weniger starke Funktionsstörungen und Erkrankungen vieler Körperzellen und Organe entstehen. Auf diese Weise kann ein chronischer Cholinmangel an der Entstehung vieler Körperstörungen und Organerkrankungen beteiligt sein.